Dummy, Dummy, Dummy

Heute haben wir alles im Training drin gehabt: Verlorensuche, Voran über größere Distanz, Landmarkierung, Wassermarkierung. Geplant war das nicht unbedingt.

Eigentlich war ich mit der Maus nämlich nur etwas früher zu unserem Begleithundekurs gefahren, um dort die Freiverlorensuche noch einmal zu üben. Und da die kleine Prinzessin beim Dummytraining mit Marion gestern beim Vorangehen auf größere Distanzen (größer im Vergleich zu unserem bisherigen Training…!) unsicher war, wenn sie nicht ganz genau wusste, dass dort hinten ein Dummy liegt, sprich es vorher gezeigt bekam, dachte ich, dass ich zwischen dem Auslegen der Dummies für die Freiverlorensuche und dem eigentlichen Arbeiten zwei Voranübungen über etwas größere Distanz einbauen könnte.

Gesagt, getan. Nur dass recht viel los war am heutigen Sonntag, so dass wir nach dem (sichtigen) Auslegen der Dummies im Suchengebiet erst einmal einige Hunde (-führer? Die Hunde jedenfalls taten so, als hätten sie mit den Leuten wenig zu tun..) vorbei lassen mussten., Also schickte ich die Maus ohne dazwischen geschobenes Voranschicken gleich zur Suche. Sie arbeitete im Gegenwind; es hätte also eigentlich nicht so schwer sein sollen. Ob es die Ablenkung durch die anderen Hunde war, ob sie heute keine Lust hatte oder ob sie mir nicht so recht glaubte, dass da etwas lag, weiß ich nicht. Vielleicht ist es auch einfach ihre Arbeitseinstellung, euphemistisch “Suchenstil” genannt. In jedem Fall holte sie zwar immerhin vier Dummies, aber energisches Suchen sieht wohl anders aus. Das ging doch alles seeeeehr gemütlich. Trotzdem, sie kam zum Erfolg. Immerhin. Die letzten drei holte ich dann wieder selbst.

Das anschließende Voranschicken über 30 bzw. 50 Schritte (meine Schritte entsprechen wohl kaum vollen Metern, also…)  war problemlos. Allerdings schickte ich sie auch entlang einer Leitlinie (Feldweg) auf einen recht deutlichen Fixpunkt (gelber Pfosten).

Die Landmarkierungen waren dann eher zufällig drin, als wir – auf die anderen BGH-Kurs-Teilnehmer wartend – mit dem Ball spielten und ich ihn in (wirklich ziemlich hohen) Bewuchs warf und bei der Gelegenheit feststellte, dass mein kleiner Glücksdrache jedenfalls beim Arbeiten ohne Zeitverzögerung recht gut auch im höheren Bewuchs auf mittlere Distanz markieren kann. Und beim Ball gab sie auch nicht so schnell auf, wenn dann doch mal der Fallbereich abgesucht werden musste.

Die Wassermarkierung? Tja, die war eher von mir unbeabsichtigt. Wir fuhren nämlich zu meiner (durchaus freudigen) Überraschung mit dem BGH-Kurs zu einem Baggersee in der Nähe von Schulzendorf, wo das Wasser für die Hunde auch für eine Markierung genutzt wurde. Dass es eine schlechte Idee war, die Maus von der 30 Schritte entfernten Anhöhe ins Wasser zu schicken und dann zu hoffen, dass sie problemlos mit Dummy zurückgekehrt, war mir eigentlich vorher klar. Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen, denn das Dummy wurde am Ufer fallengelassen und das Wasser genaustens untersucht – alle Pfiffe und Schreie und sonstigen Versuche (Brrrrr!!!) ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, wurden von der kleinen Ratte tapfer ignoriert.

Nach dem Ende der Unterrichtsstunde schickte ich Jamie deshalb von einer näher am Ufer liegenden Stelle erneut. Steady am Wasser – das übrigens nur mit locker umgelegter Leine. Aber immerhin: Ich ging direkt ans Ufer, empfing die freudig das Dummy apportierende Prinzessin dort unten und bekam das Dummy auch brav auf “Aus” überreicht – BEVOR sie sich schüttelte. So dürfte also in Zukunft unser Wassertraining aussehen. Wenn es denn wieder etwas wärmer wird.

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Autor: Jamie
Datum: Sonntag, 9. November 2008 14:05
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