Retrievertrainingsferien: Tag 1 oder “Markieren und Fixieren”

So, nach hinreichender Erholung über die Ostertage nun also zu den Berichten über unsere Trainingsferien in Abtweiler:

Am Montag – vor genau einer Woche – um 9.00 Uhr, nach 2,5 Stunden Fahrt, trafen wir am Wasserwerk in Abtweiler auf Norma, Cyra und sechs weitere Gespanne. Neben einer (natürlich, wie kann es anders sein) fiepsigen Toller-Dame und einem ebenso lautstark unruhigen Labrador-Rüden gab`s noch einen (derzeit noch) etwas ungebändigten Golden-Rüden aus Standardlinien, die alle drei gemeinsam in eine Gruppe gesteckt wurden, um für die ersten beiden Trainingstage mit Norma davon zu ziehen und mit ihr ein bißchen an der notwendigen inneren (und äußeren, sprich akustischen…) Ruhe zu feilen.

Wir anderen (die 5 Monate ältere Golden-Showdame Lisa – eine Rutledger`s Dame – und ihr Lisa-Frauchen, Linus – brauner Labrador-Rüde von 3 Jahren – und sein Linus-Herrchen und Cooper, eigentlich Vancouver vom Gerretsfeld, mit 9 Monaten der Jüngste im Bunde, und Cooper-Frauchen sowie Jamie und ich) trotteten Cyra hinterher den Abhang hinunter auf “ihre” Wiese.

Und dort gab es für uns Markierungen und Voran-Arbeit im wilden Wechsel. Naja, nicht wirklich wild, denn Cyra verfolgte schon ein Ziel und baute mit uns nacheinander vier Fixpunkte auf. Drei davon arbeiteten wir zuletzt in Kombination; der vierte diente zur Vorbereitung des zweiten Tages und wurde dementsprechend Dienstag erneut genutzt.

So sah die Wiese aufgabentechnisch unterteilt aus:

rtf_tag_1_aufgabe_komplett

Wir arbeiteten von P1 aus zunächst eine Markierung auf Fallstelle 2, die in einer Ecke zwischen hohem Bewuchs/Wald im Hintergrund und der Wiese lag – so sah`s dort aus:

rtf_tag_1_fixpunkt_2

Nach der Markierung gab es ein Half-Blind – im Rücken des Hundes vom Helfer ausgelegt – auf dieselbe Stelle. Jamie suchte hier etwas, da die Markierung etwas oberhalb des später ausgelegten Half-Blinds gefallen war, gebrauchte dann aber ihre Nase und fand das Dummy.

Anschließend gab es eine Markierung auf der Fallstelle 1, die sich am Ausläufer einer Kante/eines Absatzes in der Wiese befand, mitten auf dieser schönen Wiese:

rtf_tag_1_fixpunkt_1

Die Markierung war ein Problem für Jamie; sie brauchte zwei Anläufe. Tja, unser Markierproblem. Dazu später mehr… Tag 5 brachte erhellende Erkenntnisse zur Markier-Frage.

Nach der Markierung ließ Cyra je vier Dummies an Fallstelle 1 und 2 auslegen; jeder Hund arbeitete ein Voran zunächst auf Punkt 1, dann auf Punkt 2. Das Voran auf Punkt 12klappte bei Jamie hervorragend; für Punkt 1 musste ich nochmal losstiefeln und ihr das Dummy zeigen. Lag vielleicht auch daran, dass hier die Markierung nicht besonders gut gesessen hatte. So ganz ohne Baum oder Strauch als Fixpunkt ist für uns beide außerdem ziemlich ungewohnt. Könnte eventuell in Zukunft mal geübt werden…?

Zwischendurch durfte sich die Maus natürlich gebührend ausruhen – hier mal mit Fallstelle 2 im Hintergrund (da ist der Absatz in der Wiese auch besser zu sehen):

rtf_tag_1_fixpunkt_1-mit-jamie

Nach einer kurzen Pause ging`s weiter mit einer Markierung an Fallstelle 3, die am Waldrand lag. Die Dummies fielen leicht in den hohen Bewuchs hinein, so dass die Hunde sich nicht darauf beschränken durften vor dem Wald zu suchen sondern den kleinen Schritt hinein in den Bewuchs machen mussten. Das taten sie aber auch alle ganz brav.

rtf_tag_1_fixpunkt_3

Nachdem die ersten drei Fixpunkte aufgebaut worden waren, legte Cyra an allen drei Fallstellen je vier Dummies aus. Jeder Hund wurde zunächst auf Punkt 1, dann auf Punkt 3 und zuletzt auf den am Morgen zuerst erarbeiteten Punkt 2 vorangeschickt. Die Richtungen nahm Jamie alle wunderbar an; die Distanzen sind mitunter noch ein Problem. Dass wir das Voran über Distanzen von mehr als 30m jetzt durchaus weiter ausbauen bzw. überhaupt aufbauen können, habe ich auch Mittwoch noch einmal vernommen. Soll heißen längere Vorans (zunächst) ohne Verleitungen stehen demnächst auch mal auf der Trainings-Tagesordnung.

Außerdem können wir die kurzen Distanzen auch mal mit anderen Hunden als Verleitung üben, sprich das Schicken etwas dichter an ihnen vorbei. Damit haben Norma und Kumpeline Ruby uns beim Seminar in Berlin ja schon in Schwierigkeiten gebracht; auch an diesem Trainingstag war Cooper beim ersten Mal doch eine so große Verführung für die Maus, dass ich sie kurz an das eigentliche anstehende Voran erinnern musste…

Noch eines habe ich außerdem von diesem Trainingstag mitgenommen: Nur nicht zu schnell schicken. Viiiiiiiel Zeit lassen beim Einweisen; Arm stehen lassen, Blick nicht von der Fallstelle wenden sondern diese immer schön fixieren und dann nach geraumer Zeit (vorzugsweise wenn mein Himmelhund nach vorne sieht) erst schicken.

Den Abschluß dieses Trainingstages bildeten eine Reihe von Markierungen, die Cyra auf Fallstelle 4 warf. Letztlich war das für die Hunde ein kleines Suchengebiet im Wald, in das sie über einen zum Teil mit Dornen bewachsenes Gestrüpp und einen daran anschließenden Abhang hinunter gelangen mussten. Auf diese Weise trainierten wir gleich das Einweisen über Geländehindernisse; manch einer musste, damit der Hund die gerade Linie nahm, sehr dicht an das Hindernis hinangehen, weil der Hund sonst ränderte.

Da hinten ging`s runter; den Hund konnte man beim Arbeiten im Suchengebiet nicht sehen…:

rtf_tag_2_fixpunkt_1

Jamie nahm die gerade Linie bis zu einer gewissen Distanz recht gut an, aber das Voran über Geländeübergänge ist auch eine Sache, die demnächst mal trainiert werden könnte – aber es gibt soooo vieles, das man üben kann… wo fängt man da nur an?

Aber für diesen Tag war genug getan; ihren Erholungsschlaf am Nachmittag hatte sich die Maus redlich verdient.

Tags »

Autor: Jamie
Datum: Montag, 13. April 2009 10:46
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Allgemein

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

2 Kommentare

  1. 1

    *boahboahboah* Da bin ich ja mal gespannt auf die n

  2. 2

    Gut training und setpember ;
    greeting from Belgium

Kommentar abgeben