Retrievertrainingsferien – Der Tag danach
Also, nachdem wir uns gestern schon einmal ein bißchen erholt haben (die Erholung muss aber definitiv noch weitergehen!): Unsere Trainingsferien waren gaaaanz toll; so, so, so gerne würde ich noch einmal an einer Woche teilnehmen! Aber, uiuiui, jetzt sind wir ganz schön müde! Es ist allerdings eine schöne, zufriedene, glückliche Müdigkeit
Kleines Fazit (Aufgabenbeschreibungen und Fotos für Details muss ich erst zusammensuchen): So eine ganze Woche ist hervorragend, um mal zwei (ganz tolle, übrigens!) Trainerinnen mit allen möglichen Fragen zur Dummyarbeit zu löchern. So habe ich wieder viel gelernt über die Sache mit dem Wind, Geländeschwierigkeiten, den Suchenpfiff, selbständige und unselbständige Hunde und ihr Training, den Nutzen von konzentrierter Geduld beim Schicken des Hundes, Sinn und Unsinn der Hand beim Schicken auf Markierungen (bei uns durchaus sinnig; dazu später mehr) und meinen eigenen kleinen Glücksdrachen und seinen Glücksdrachen-Charakter.
Außerdem konnte ich feststellen, wie weit wir seit unseren Dummy-Anfängen im letzten halben Jahr gekommen sind, und bin schon ein bißchen stolz auf mein Mäuschen: In der ganzen Woche kein einziger Ausbüchser mit Dummy. Steady war sie, selbst bei den Walk-Ups und beim Arbeiten aus der Line! Fuß lief sie gut, wenn auch nicht hervorragend. Für`s Sitzen am Fuß haben wir sogar ein Kompliment von Norma bekommen: Die Maus sitzt jetzt schon fast immer gerade, auf jeden Fall viel besser als noch vor drei Wochen. Die Abgabe war durchweg gut; sie hat das Dummy kein einziges Mal vor meine Füße fallen lassen und hält es im Gegenteil mit zunehmender Häufigkeit auch dann noch fest, wenn meine Hand am Dummy ist, bis ich eben das “Aus”-Kommando gebe. Wenn ich daran jetzt etwas zu mäkeln suchen würde, würde ich sagen, sie könnte es noch besser anbieten statt hin und wieder mit Dummy im Fang neben mir stehen zu bleiben und in der Gegend herumzuschauen… Aber, herrje, wer will denn an so einer gelehrigen Prinzessin herummäkeln? Und beim Voran nimmt sie, unserem Trainingsstand entsprechend, die Richtungen schön an und ging in dieser Woche auch meistens recht gute Linien über Geländeunebenheiten.
Das Gesamturteil über Jamie: Nicht untalentiert (wenn man mal von der Markier-Katastrophe absieht…), aber eben eine kleine Showbombe, für die es mitunter wichtigere Dinge gibt als das Dummy da hinten
Hier zum Beispiel mal beim Schnüffeln in “unserem” Hotelgarten:
Für unser Training habe ich viele Tipps und neue Erkenntnisse mitgenommen. Für Jamie wird es also in nächster Zeit viele, viele (kleine und große) Suchen geben, so ich das mit den Suchen denn hinbekomme. Denn die Maus muss unbedingt, ganz dringend selbständiger werden. Mit einem selbständigen Hund, sagte Cyra, übt man weniger Suchen. Mit einem unselbständigen Hund übt man mehr Suchen.
Und mit einem so unselbständigen Hund wie meiner kleinen Maus übt man am besten gaaaaanz viel Suchen
Zum Glück macht ihr das Suchen grundsätzlich ja Spaß, vor allem bei der kleinen Suche.
Außerdem braucht sie laut Norma ein ganz gezieltes Markiertraining. Ja, unser Markierproblem hatte ich ja schon mal erwähnt, oder? Hängt übrigens, wie ich in dieser Woche begriffen habe, auch mit ihrer Unselbständigkeit zusammen – die Maus rennt zur Fallstelle und erwartet dann, dass man ihr das Dummy zeigt statt die Nase einzusetzen… Oh je. Aber gar nicht dumm…
Bis Dienstag – huhu, Ruby! – legen wir aber jetzt erst einmal ein paar trainingsfreie Tage ein. Und erholen uns.



