Retrievertrainingsferien: Tag 4 oder “Was Menschlein nicht kann…”
… lernt Hund nimmermehr. Oder so. Auf jeden Fall hieß es am vierten Tag der Trainingsferien: Hundeführer, könnt Ihr markieren? Antwort: Ach, nee, irgendwie nicht so richtig
Aber der Reihe nach; am Vormittag waren erst einmal noch einmal die Hunde dran. Nachdem sich am Mittwoch herauskristallisiert hatte, dass Jamie und ich nicht ganz mit Linus und Lisa und ihren Herrchen respektive Frauchen mithalten konnten, gestaltete Norma am Donnerstag die Aufgaben in dreifacher Ausführung: Eine ganz einfache Version für Cooper, eine schwierigere Version für Jamie und die schwere Version für Linus und Lisa.
Bei der schweren Version wurden Linus und Lisa letztlich auf insgesamt vier Fixpunkte und eine Markierung (die fiel mittig unterhalb von Fixpunkten 1 und 2 – ich war der, ok, ziemlich schlechte…, Werfer…) als Memory geschickt. Die vier Fixpunkte nutzten Jamie und ich auch:
Wir befanden uns auf der Wiese, oberhalb jener, auf der wir am Tag zuvor trainiert hatten. Jetzt wurde der gestern als Fixpunkt genutzt Nussbaum als Fixpunkt 1 wieder genutzt; die Stelle mit hohem Bewuchs (ebenfalls am Tag zuvor schon Fixpunkt) nutzten wir als Fixpunkt 2 – beide eben jetzt aus einer anderen Perspektive, nämlich von oberhalb des Abhangs, auf dem sich die Wiese befand.
Wir standen dabei auf einer flachen Kante in der Wiese. Links und rechts unserer Position baute Norma im Laufe des Vormittags mit Markierungen und ausgelegten Dummies die Fixpunkte 3 und 4 auf.
Und dann wurde in unterschiedlicher Reihenfolge auf die Fixpunkte geschickt. Letztlich arbeitete Jamie darunter auch einige “fast schon echte” Blinds, also Dummies, die sie nicht gesehen hatte, die aber immerhin an Stellen lagen, an denen sie schon gewesen war. Trotzdem, es war ganz schön schwierig für die Maus und ein, zwei Mal mussten wir etwas näher an den Zielpunkt herangehen, weil sie unsicher war, wohin es gehen sollte.
Voranschicken von Jamie:
Während Linus und Lisa noch eine Frei-Verloren-Suche arbeiteten, machten Cooper und Jamie sich an eine kleine Suche: Fünf Dummies wurden in hohem Bewuchs auf kleiner Fläche versteckt. Die Hunde wurden mit der Hand auf dem Boden und dem Suchenpfiff in die kleine Suche geschickt – diese Aufgabe machte Jamie sehr viel Spaß
Und am Nachmittag:
Ja, am Nachmittag waren wir dann dran: Markierungen für die Hundeführer – nach dem Mittagessen in einem Biergarten, hm, lecker. Und schön ruhig, nicht wahr, Maus?
Während sich die Hunde nach dem Mittagessen im Auto ausruhten, teilten Cyra und Norma uns Hundeführer in zwei Teams ein. Cooper-Frauchen, Linus-Herrchen und ich standen also in einer Line und sahen zu, wie Norma drei Markierungen in etwa 40 Meter Entfernung auf eine halbhoch bewachsene Wiese warf. Und dann musste jeder von uns eine Markierung arbeiten. Und, oh je, das war schweeeeeeer. Wer die Markierung nicht fand (und das waren einige), der konnte von den beiden zurückgebliebenen per Pfeife eingewiesen werden. Und so schickten Linus-Herrchen und ich Cooper-Frauchen wild “Back”, “Out” und mit dem Suchenpfiff in die Suche – ein bißchen ungehorsam war Cooper-Frauchen (sie suchte nicht immer genau da, wo wir es wollten, und das mit dem “Back” klappt auch nicht so recht), aber so richtig gut eingewiesen haben wir sie wohl auch nicht… Gelernt haben wir aber auch wieder viel: Markieren ist gar nicht einfach. Und sollte auch vom Hundeführer geübt werden…





