Anti-Tausch-Training und Hindernisse

Yupp. Da schläft sie wieder. Den Schlaf der Gerechten. Oder zumindes gerecht - oder zu Recht - Erschöpften. Denn schließlich hat sie auf unserem Spaziergang durch das Auslaufgebiet Jungfernheide nicht nur mit einem 4 Monate alten Mixrüden getobt, gebalgt und gespielt sondern auch jede Menge Dummies geholt: Unseren Stand im Anti-Tausch-Training wollte ich heute überprüfen.

jamie_schlaft_pfoten

Bisher habe ich nur selten mehrere Dummies so ausgelegt, dass sie überhaupt in Versuchung hätte kommen können zu tauschen. Heute stand also der Praxistest an; zuerst im Wohnzimmer und dann in der Jungfernheide. Beide Mal habe ich bis zu fünf Dummies dicht zusammen ausgelegt bzw. geworfen; echte Tauschprobleme gab es nicht. Etwas Ermutigung brauchte die Maus anfangs, weil sie sich angesichts der vielen Dummies nicht entscheiden konnte, welches sie aufnehmen sollte, aber kein einziges Mal hat sie versucht ein schon aufgenommenes Dummy zugunsten eines anderen fallenzulassen. Schön, ein Problem weniger - jedenfalls im Augenblick…

Da es heute so gut lief, konnte ich nicht widerstehen und führte zum ersten Mal den Befehl “Back” ein. Drei Mal habe ich sie zurück auf ein Dummy geschickt; es lief nicht schlecht - vor allem beim ersten Mal - aber ein bißchen Hilfe brauchte sie bei der Aufnahme doch. Schwierig zu sagen, ob es ihr übliches “Jetzt-können-wir-aber-aufhören”-Spielchen war oder ob sie angesichts der neuen Übung verunsichert war. Zur Auflockerung gab es zwischendurch ein, zwei Happy-Dummies. Und auf unserem Spazierweg dann noch eine Suche (lief sehr gut!) und zwei Markierungen über Hindernisse (Baumstämme), bei denen die erste fantastisch und zweite mit dem bekannten “Muss-ich-das-jetzt-wirklich-aufnehmen-oder-kann-ich-nicht-etwas-anderes-tun”-Problem behaftet war; auch das haben wir aber gut gemeistert.

Und sonst? Da es jetzt abends zunehmend früher dunkel wird, hat Marion den Unterricht von den Abendstunden in der Woche auf das Wochenende verlegt. Wir hatten Samstag eine Einzelstunde, in der ich Jamie auf ein kleines Suchengebiet (mit Suchenpfiff) vorangeschickt habe. Außerdem gab es einen zweiten -mit Markierung aufgebauten - Fixpunkt für`s Voranschicken. Das bekannte Suchengebiet hat sie mit zunehmendem zeitlichen Abstand arbeiten müssen, so dass es auch eine Gedächtnisübung und eine Übung für das Vertrauen in die Hand war. Es klappte relativ gut mit einigen wenigen Aussetzern.  Wir werden versuchen, demnächst in einer von Marions Gruppen mitzuarbeiten.

Na, und dann hatten wir natürlich am Samstag von 8.30 Uhr bis 10.00 Uhr eine Übungsstunde beim HSV Tempelhof, was einen weiteren Eintrag in unser Lernheftchen gab:

lernheftchen_hsv

Autor: Jamie
Datum: Sonntag, 19. Oktober 2008 14:19
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