Rainy Day Retrievertraining
Der heutige Feiertag fing ja sehr schön an, mit Sonne, klarer Luft, angenehmen Temperaturen. Aber so etwa eine halbe Stunde, nachdem wir mit dem Training bei Marion begonnen hatten, grollte der erste Donner in der Ferne. Und in der zweiten Stunde wurden wir dann ziemlich nass. Ein bißchen Regen und Donnergrollen können aber richtige Retrieverleute nicht schrecken – und Retriever schon gar nicht – und so arbeiteten wir munter weiter.
So sah unser heutiges Training aus:
Startpunkt war jeweils Position P1. Zunächst liefen wir mit den Hunden von P1 zum Fixpunkt FP1 und warfen dort in den hohen Bewuchs jeder ein Dummy. Anschließend schickten wir die Hunde von P1 auf FP1 in eine kleine Suche (mit Suchenpfiff). Danach kam Fixpunkt FP2 (um eine kleine Tanne) hinzu; von P1 ging es wieder mit Hund bei Fuß zu FP2, Dummy ausgelegt und dann schicken – Jamie schickte ich zunächst erneut auf FP1, wo Marion noch einmal Dummies ausgelegt hatte, und erst danach auf FP2.
Drittens: Voranschicken auf FP1 mit Abstoppen des Hundes bei P2 und seitwärts auf FP2 schicken. Hui! Aber es klappte ganz gut, wenn auch mit Trick. Zunächst einmal durfte Jamie, neben mir an P1 sitzend, zuschauen wie Marion von P2 aus zu FP2 ging und dort mit Geräusch und sichtig ein Dummy auslegte. Anschließend ging Marion zu P2 zurück und bog dann im 90° Winkel ab in Richtung FP1. Dort machte sie noch einmal ein Geräusch, legte aber keine Dummies aus, so dass, sollte ein Hund sich nicht abstoppen lassen sondern weiterlaufen, er jedenfalls nicht zum Erfolg kommen würde. Jamie nahm das Voran auf FP1 sehr gut an – dann kam unser “Trick” :-Im Wald ertönte wildes Hundegebell, das Jamie so sehr ablenkte, dass sie ungefähr auf Höhe von P2, wo ich sie ohnehin abstoppen sollte, langsamer wurde und in Richtung der Geräusche blickte. Und dort ließ sie sich dann sehr schön per Stopp-Sitz-Pfiff – mit einer kleinen verbalen “Sitz”-Nachhilfe – stoppen und ins Sitz bringen. Und das “Out” in Richtung von FP2 nahm sie geradezu hervorragend an!
Schließlich veranstaltete Marion im angrenzenden Wald noch ein kleines Treiben und warf mit Geräusch Dummies im Wald umher. Die Hunde konnten hören, dass dort etwas geschah, aber nicht unbedingt sehen, wo die Dummies fielen. Zunächst wurden die Hunde jeweils 2x in das Freiverloren-Suchengebiet geschickt – mit Voran und Suchenkommando, wenn sie das Suchengebiet erreicht hatten.
Und als Höhepunkt des Trainings gab es dann noch eine 3er-Kombinations-Aufgabe, bei der die Hunde nacheinander von P1 zuerst auf FP2, dann auf FP1 und anschließend in die Freiverlorensuche eingewiesen wurden.
Ach ja, da wir ohnehin nass waren, gingen wir dann noch für zwei Wasserapporte ans Wasser… Jamie nahm das Wasser gewohnt damenhaft an, aber ohne zu rändern, und schüttelte sich beim Herauskommen nicht. Und beim Apport auf eine Markierung ins Schilf auf der anderen Uferseite bewies sie enormes Ausdauervermögen bei der Suche nach dem Dummy, gab nicht auf und wurde durch einen schönen Erfolg belohnt.
Sie hat heute alle ihr gestellten Aufgaben ganz toll gelöst. Da bin ich aber wieder mal ganz schön stolz auf die Maus
!



