Wasser Working Wunderbar

Wir hatten heute ein ganz tolles, wunderbares Wasserworkingseminar für Fortgeschrittene bei Marion. In einer tollen, sehr, sehr netten Kleingruppe von vier Teilnehmer – Jamie und mich eingeschlossen – konnten wir uns bei herrlichem Wasserworking-Wetter in einem mindestens ebenso herrlichen Gelände in der Nähe von Beelitz am Wasser austoben.

Wir begannen mit einem Einzelwalkup auf einem Weg, der zwischen zwei Seen hindurchführte. Im rechter Hand liegenden See befand sich in recht annehmbarer Entfernung (Meterangaben mache ich lieber nicht; ich bin eine furchtbar schlechte Entfernungsschätzerin) ein Baum mit Gestrüpp im Wasser, den wir als Fixpunkt nutzten. Auf diesen Punkt wurden die Hunde auch ins Wasser voran geschickt, zunächst aus der ursprünglich – von der Markierung her bereits bekannten – Position, später von einer Position im 90° Winkel dazu (hierbei war zu spüren, dass Jamie, was das Voran ins Wasser hinein betrifft, noch mehr Vertrauen in die Hand aufbauen muss – mit Marions Hilfe hat sie die Aufgabe aber auch super bewältigt).

Gearbeitet haben wir außerdem noch eine Doppelmarkierung Land und Wasser, bei der zunächst die Landmarkierung und danach die Wassermarkierung (mit einem recht langen Weg zum Wasser) zu arbeiten war. Seitliches Einweisen am Wasser wurde auch geübt, insbesondere mit Verleitmarkierung am Wasser, und außerdem das Überlaufen alter Fallstellen. Und, und, und…

Die Maus hat sehr schön mitgemacht. Trotzdem konnten wir natürlich Baustellen identifizieren: Standruhe am Wasser ist absolut verbesserungswürdig; Voranschicken ins Wasser muss sicherlich erst einmal langsam aufgebaut werden, sie ist doch noch recht unsicher. Und, ganz besonders, steile Einstiege sind ein Problem – die Maus arbeitete wunderbar mit dem Wasser, nahm die ersten beiden angebotenen Einstiege an, schüttelte sich nicht bzw. ließ das Dummy nicht fallen, auch bei langen Wegen zurück zu mir, und machte auch sonst keinen Quatsch am Wasser.

Aber den einen Einstieg, den schweren, den, bei dem es vom Ufer gleich ziemlich steil ins tiefe Wasser hineinging, ohne dass sie erst ein, zwei Schritte ins Wasser hinein tappeln konnte, den hat sie sich nicht getraut zu nehmen. Fiepend und winselnd rannte sie am Ufer her und schaute sehnsüchtig in Richtung Dummy. Apportieren wollte sie. Tja. Also entledigte ich mich meiner Kleidung, soweit dies möglich war, ohne gleich als öffentliches Ärgernis in der freien Natur zu erscheinen, und sprang in den See hinein. Geglaubt hat sie mir trotzdem nicht, dass da im Wasser alles ok ist – obwohl ich da drin wirklich eine Irrsinns-Party veranstaltete mit viiiiiel Spaß mit dem Dummy und dem Wasser.

Wo ich in Zukunft zu Übungszwecken steile Einstiege zu Seen finde, in die ich badenderweise meinen Hund locken kann, damit sie ihre Scheu davor verliert, weiß ich noch nicht so recht…

Ich bin dennoch hochzufrieden. Wer hätte vor einem Jahr je gedacht, dass wir überhaupt so weit kommen? So ein kleines Problemchen wird uns, auch wenn`s dabei bleibt,  den Spaß nicht verderben :-) und den Rest hat sie ganz, ganz toll gemacht.

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Autor: Jamie
Datum: Sonntag, 14. Juni 2009 19:14
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