Kurzentschlossen in den Norden – Seminar mit Stefaan Bollen
Am Montag machte ich mir noch so meine Gedanken über die Wochenendpläne mit dem Mäuschen, am Dienstag hörte ich von einem freien Platz beim Dummyseminar mit Stefaan Bollen bei Lüneburg, am Mittwoch bekam ich den freien Platz zugesagt – und am Sonntag haben wir dann also kurzentschlossen an unserem ersten Dummyseminar teilgenommen. Aufregend war`s, interessant und sehr, sehr lehrreich.
Als einer von zwei Quoten-Golden und der einzige Glücksdrache – mein reiner Showie leuchtete allein schon durch ihr Creme-Farbe weithin – stach Jamie unter vorwiegend schwarzen Labrador Retrievern aus Arbeitslinien deutlich hervor. Mit 12 Monaten wurde Jamie als Junghund eingestuft und wir zusammen ins Einzeltraining gesteckt, was ganz sicher eine gute Entscheidung war. Denn was da die beiden Anfängerhunde, beide etwas ältere Labrador Retriever, schon ablieferten, hätten wir nie in unsere kühnsten Träumen schaffen können…
Viele gute Tipps gab es von Stefaan Bollen für unser Training für die nächsten Wochen. Wie schon vermutet, nachdem zuletzt einige Probleme bei Markierungen auftraten, waren die Steadiness-Übungen der letzten Wochen eher kontraproduktiv und haben Jamie verunsichert und langsamer werden lassen. Für ein weitergehendes Training, so hat mir jetzt ein Profi gesagt, ist die Maus noch nicht bereit. “She`s a Goldenâ€, sagte Stefaan, und damit war dann wohl auch – fast – alles über meinen kleinen Spätzünder gesagt. Triebförderung ist unser Stichwort. In den nächsten Wochen darf ich also jetzt kein langweiliges Sitz mehr vor dem “Apport†fordern. Statt dessen darf Jamie dem Dummy hinterher rennen wie sie will. Nicht zu oft, natürlich. Immer aufhören, wenn es am schönsten ist, das weiß ich ja eigentlich; trotzdem gut, es noch einmal zu hören.
Gelernt habe ich auch, dass ich den Suchenpfiff einsetzen kann, wenn Jamie am Dummy angekommen ist, damit sie den Pfiff mit der Situation verknüpft – Pfiff = Dummy in der Nähe -, und dass ich sie mit dem Doppelpfiff zurückrufen soll, wenn sie das Dummy aufgenommen hat. Ganz wichtig für unser Problem “Ausspuckenâ€: Langsam rückwärts gehen und Jamie dabei weiter mit dem Doppelpfiff rufen. Dann kommt es nur noch darauf an, dass ich nicht doch noch – Idiot! – einen Schritt auf sie zumache, um das Dummy zu schnappen, und schnell genug zuzugreifen, wenn die Maus dann endlich nahe genug mit Dummy herangekommen ist. Das dürfte für mich dann wohl die Herausforderung der nächsten Wochen sein. Und natürlich meine Wurftechnik, die ja einiger Verbesserung bedarf…
Wir hatten einen tollen Tag in der Lüneburger Heide, haben viel gelernt – und freuen uns darauf, das Gelernte jetzt umzusetzen!!!


