The Fast and the Furious – oder der Spaß mit dem Dummy

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In den Wochen nach Jamies erstem Freilauf post-OP habe ich mich mit dem Dummytraining sehr zurückgehalten. Apportiert wurde recht wenig; Ballspiele gab es gar keine – statt dessen haben wir am Voran auf die Futterschüssel in kurzer Distanz oder – gelegentlich – auf Jamies Lieblingsplüschteddy gearbeitet, Steadiness- und Halte-Übungen gemacht, mit dem Aufbau der kleinen Suche und neuerdings auch der Freiverlorensuche begonnen, den Stopp-Sitz-Pfiff eingeführt, an der Grunderziehung gefeilt…. einiges getan also, aber eben wenig apportiert und noch weniger markiert.

Nachdem wir in den letzten zwei Woche dann sogar – fast komplette – “Dummyarbeitsruhe” gehalten haben, gab es heute endlich mal wieder vier Markierungen. Die Hälfte davon – hm, naja. Die andere Hälfte -ooooookaaaaaayyyyyyy….

Aber schön der Reihe nach: Markierung Nr. 1 gab es auf den Waldweg; das Dummy hatte ich mit einer 10m Leine gesichert. Die hat Jamie irgendwie mehr interessiert als das Dummy, zu dem sie nur kurz hinrannte um zu schnuppern. Immerhin, durch Ziehen an der Leine konnte ich das Dummy zur sich bewegenden Beute machen, so dass sie es schließlich aufnahm und auch – mehr oder weniger – brachte.

Markierung Nr. 2 habe ich dann ohne Sicherung auf den Waldweg geworfen. Auch hier war das Interesse am Dummy eher gering – und mangels Leine durfte ich diesmal persönlich hingehen und das Dummy interessant machen. Wir sind dann ein Stück gemeinsam mit Dummy gelaufen – immerhin.

Markierung Nr. 3 fiel – eher versehntlich, mein Wurfkünste lassen eben doch sehr zu wünschen übrig – dann in den halbhohen Bewuchs am linken Wegrand. Und schwupps, das war auf einmal interessant. Jamie rannte, suchte, fand und brachte – schnurstracks an mir vorbei. Das Gute daran jedenfalls: Sie nahm auf und ließ ausnahmsweise mal nicht fallen. Das Schlechte: Apportieren bedeutet doch, zum Hundeführer bringen, oder? *grins*

Markierung Nr. 4 war unser eindeutiger Höhepunkt. Sie fiel wieder auf den Waldweg, aber diesmal nahm Jamie sofort auf und kam zurück. Ok, sie hat das Dummy mal wieder direkt vor mir ausgespuckt, aber an der Delivery arbeiten wir ja auch getrennt. Darauf will ich derzeit bei Markierungen wirklich keinen gesteigerten Wert legen.

Und da man ja immer aufhören soll, wenn es am schönsten ist, haben wir es bei vier Markierungen bewenden lassen und stattdessen noch das Voran auf zwei Futterschüsseln geübt. Das klappte sehr gut, bis ich den Winkel auf 90° verkleinert habe und Jamie zugleich auf die erste Schüssel schickte – das Mäuschen drehte sofort zur zweiten Schüssel ab, ließ sich dann aber – brave Prinzessin – gut abrufen und beim zweiten Versuch auch schön auf die richtige Schüssel schicken. An diesem Punkt werden wir also demnächst dann weiter arbeiten.

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Autor: Jamie
Datum: Freitag, 4. Juli 2008 14:49
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