Wir gehen zurück
Es ist Dienstag. Und Dienstag ist Dummy-Trainings-Treff-Tag mit Ruby und ihrem Rudel. So auch heute.
Thema an diesem Dienstag: Einweisen, genauer das “Back”-Schicken.
Die Aufgabe sah so aus: Sichtig für Jamie legte ich an einem Baum, den wir als Fixpunkt nahmen, sechs Dummies rundum aus. Zunächst setzte ich sie mit dem Rücken zum Fixpunkt an P1 ab und schickte sie von dort aus nur wenige Meter zurück, selbst an P2 stehend. Nachdem sie das erste Dummy abgeben hatte, ließ ich sie, wo sie war (an P2) sitzen und ging noch ein paar Schritte zurück, um sie erneut zurück auf den Baum zu schicken.
Diese ersten Backs nahm Jamie sehr schön an; bei den Entfernungen Hund-Hundeführer bewegten wir uns im Bereich zwischen fünf und acht Schritten. Mit zunehmend kürzeren Distanzen Hund-Hundeführer, je schwieriger die Aufgabe durch Verändern der Startposition wurde. Denn nun blieb Jamie immer, wenn sie ein Dummy an mich abgegeben hatte, am Abgabepunkt sitzen, während ich rundum den Baum ging und einen neuen Startpunkt suchte - erst P3, dann P4, P5 usw. - und sie dorthin heranrief, um sie dann von der neuen Startpostition aus neuem Winkel erneut zurück zu schicken.
Man merkte heute, dass wir von allen Richtungen beim Einweisen das Zurückschicken am ehesten vernachlässigt haben. Aber für all die Versuche, bei denen Jamie zögerte oder nicht recht wusste, wohin es gehen sollte, hatten wir ja Ruby-Herrchen als Helfer, der hinter dem Baum stehend ein hilfreiches Geräusch von sich gab. Und so klappte die Aufgabe alles in allem dem Ausbildungsstand entsprechend gut.
Nach dem Training an Land ging`s dann gemeinsam noch ans Wasser für Standruhe-Training. Heute sprang Jamie kein einziges Mal (!) ein, war allerdings immer wieder mal deutlich zu hören (!) und zu Beginn lange Zeit an der Leine - ohne Leine würde ich ihr da noch nicht so recht über den Weg trauen. Dennoch, auch nach dem Ableinen blieb sie brav sitzen. So brav, dass sie dann zur Belohnung und nachdem sie still war auch mal einen Wasserapport arbeiten durfte.
Und zum Abschluss, weil`s so gut geklappt hatte, dann noch eine Doppelmarkierung am Wasser: Dummy 1 fiel ins Wasser, Dummy 2 seitlich ans Ufer in hohes Schilf. Beim ersten Mal ließ ich Jamie zuerst Dummy1, dann Dummy 2 arbeiten; beim zweiten Mal dann in umgekehrter Reihenfolge - toll, dass sie auch diese Aufgabe gut bewältigte und die Richtung auf das “Ufer-Dummy” sehr schön annahm, auch wenn sie das mit einem so schönen Platsch ins Wasser gefallene Dummy doch ein wenig ablenkte.
Ich denke, wassermäßig sind wir auf einem guten Weg. Der ist zwar noch lang, aber die Richtung stimmt















