WT “Am Rothaarsteig” – n.B.
Zum Abschluss unserer ersten Prüfungssaison sind wir heute “Am Rothaarsteig” gestartet. Nein, unsere n.B.-Serie haben wir nicht beenden können. Dafür aber unsere Nullrunden-Rekordsuche, jedenfalls vorerst; diesmal gab es für uns bei fünf Aufgaben immerhin nur eine Null (und eine “Fast-Null” mit mageren 2 Punkten
). Anders als beim Heide Cup oder in Braunschweig ist die Diva heute auch kein einziges Mal eingesprungen, hat nicht gefiept, gejammert oder war sonst unruhig. Eher war sie: Lustlos. Das führte zum einen dazu, dass sie a) bombensicher saß, zum anderen aber leider auch b) eine gewisse Antriebslosigkeit sich in den Aufgaben – mit Fortschreiten des Tages in zunehmendem Maße – bemerkbar machte.
Wir fingen als Startnummer 4 in der Gruppe 1 mit der ersten Aufgabe an und hatten gleich einen ganz guten Start, denn es gab eine Einzelmarkierung ohne Schuß im Wald…
…, die vom Helfer mit einem leichten “Brrt” wenige Meter nach vorne in Richtung Hund und Hundeführer geworfen wurde; Fallstelle – jedenfalls bei uns – nicht sichtig hinter einem Baum. Jamie wartete brav auf die Freigabe, bevor sie erst einmal in Richtung Helfer marschierte und dort in der Umgebung suchte. Helfer üben eine geradezu magische Anziehungskraft auf sie aus, wenn Markierungen fliegen… Es bedurfte schlußendlich eines Komm- und eines Suchenpfiffs (auf die sie, *schweiß-von-der-stirn-wisch* tatsächlich gleich reagierte), bis sie die Markierung – für 15 Punkte – hatte.
Bei Aufgabe 2 wartete erneut eine Markierung auf uns…
…, diesmal allerdings kombiniert mit einem vom Hundeführer selbst auszulegenden Dummy. Nachdem der Hundeführer zum derweil wartetenden Hund – das klappte gut; sie saß und wartete – zurückgekehrt war, fiel im 90° Winkel zum ausgelegten Dummy eine Markierung hinter einen toten Baumstumpf, umgeben von allerlei totem Geäst. Das Gelände war nicht einfach, gar nicht einfach, und für Jamie war`s zu schwer. Sie suchte eine ganze Weile, aber ziemlich planlos, und schließlich gab es dann hier unsere heutigen 0 Punkte.
Besser lief es dafür an Aufgabe 3, die (neben dem Walk-Up in Aufgabe 5) meine Angstaufgabe am heutigen Tag war. Es fielen zwei beschossene Markierungen im Wald…
… im 90° Winkel zueinander. Markierung Nr. 1 fiel in der Nähe eines toten Baumes, Markierung Nr. 2 rechts von Hund und Hundeführer in 10 bis 15 Schritten Entfernung zum Team. Zunächst musste der Hundeführer Markierung Nr. 2 holen, während der Hund an P1 absaß. Anschließend, nachdem der Hundeführer zurückgekehrt war, durfte der Hund auf die Markierung Nr. 3 geschickt werden. Und, Wunder über Wunder, das Mäuschen blieb brav und ohne zu jammern sitzen, während ich mich auf die Suche nach Markierung Nr. 2 begab. Ihre eigene Markierung fand sie auch ohne längere Suche – was allerdings nicht am raschen Arbeitstempo lag; das war eher mäßig. Dafür und für das trottelnde Zurückkommen gab`s natürlich Punktabzug; blieben noch 15 Punkte übrig.
Es gab heute jede Menge Markierungen – so auch bei Aufgabe 4, die auf einer von Wald umrandeten Wiese stattfand. Es fiel eine Einzelmarkierung auf die Wiese; auf dem Weg dorthin waren zwei Streifen hohen Grases zu überqueren. Jamie hatte die Fallstelle an sich gut im Blick und lief auch genau richtig, fand aber dann nicht sofort und drehte, wie so oft, wenn sie die Markierung nicht unmittelbar an der von ihr vermuteten Fallstelle findet, ihre Kreise. Schlußendlich fand sie die Markierung ohne Hilfen und verdiente sich dafür weitere 15 Punkte.
Zu guter Letzt mussten wir dann in Aufgabe 5 doch noch mit Partnerteam ran; Arbeiten mit zwei Hunden war angesagt. Die Aufgabe…
… bestand aus einem Walk-Up frei bei Fuß an einer Waldkante entlang von Postion P1 zu Position P2. War die Line bei P2 angekommen gab der Helfer im Wald einen Schuß (ohne dass sonst etwas passierte) ab, die Line drehte auf Aufforderung des Richters bei und marschierte in den Wald hinein auf den Helfer zu. Es ging hangabwärts im Wald bis zur Position P3. Dort wurde zunächst der linke Hund nach links in eine Suche geschickt (das waren wir), dann der rechte Hund auf die rechte Seite in das dortige Suchengebiet. Anschließend wurden die Positionen getauscht und jeder Hund arbeitete die jeweils andere Seite.
Der Walk-Up war ok; ich benötigte keine Zusatzkommandos, um die Maus am Fuß zu halten, sie saß beim Schuß von selbst und ließ sich auch in die Suchengebiete problemlos schicken, ohne in Richtung des Helfers abzudriften. Die erste Suche war mäßig, aber sie stolperte recht früh über ein Dummy.Kommandos für`s Sitzenbleiben, während der andere Hund arbeitete, waren auch nicht erforderlich. In die zweite Suche auf der rechten Seite ließ sie sich ebenfalls sofort schicken und preschte auch ziemlich zügig los… nur um dann nach fünf, sechs Schritten stehen zu bleiben und sich kurz mal umzusehen. Und dann kam einer von Jamies gefürchteten “Spaziergängen durch das Suchengebiet”. 2 Punkte sind ziemlich mickrig, aber angesichts der Tatsache, dass die Prinzessin eher darauf zu warten schien, dass sich vor ihr ein Dummy aus der Luft materialisierte als danach zu suchen, nicht unangemessen.
Punkte: 15 – 0 – 15 – 15 – 2
Ergebnis: n.B.
Fazit: Die heutige Standruhe war wohl eher der aktuellen Grundhaltung der jungen Dame als irgendwelcher höherer Einsichten seit den letzten Starts zu verdanken. Ansonsten hat mir dieser Tag in Erinnerung gerufen, dass wir eigentlich in letzter Zeit ziemlich wenig gesucht haben…







Sonntag, 11. Oktober 2009 20:51
Hallo ihr zwei,
schade, dass ihr die eine Null hattet. Ich h