Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben

Anders als gestern hat sich die Maus heute im Begleithundekurs II von ihrer besten Seite gezeigt: Beim Fußlaufen blieb sie an meiner Seite, ob mit oder ohne Leine, und dass ihr Blick nicht permanent an mir hing, wird ja – anders als bei Obedience – bei apportierenden Retrievern nicht als Fehler gesehen. Sie saß auch brav und wartete immer meistens, bis wir an der Reihe waren.

Beim Absitzen unter Ablenkung waren für einen klitzekleinen Augenblick die im Wald herumliegenden Stöckchen sehr interessant, aber von der Stelle bewegt hat sie sich nicht. Sitz und Platz aus der Bewegung waren ein Genuß, und sie blieb auch geduldig liegen, während ich im Kreis um sie und die anderen drei Teams ging. Und die drei Apporte – Voran auf kurze Distanz mit steigendem Schwierigkeitsgrad, was das “Dummy-Versteck” betraf – hat sie hervorragend gemeistert, geradezu ohne Fehl und Tadel.  An und für sich könnten wir der Begleithundeprüfung im März also in aller Ruhe entgegenblicken.

Aber da gibt es ja noch diese Passage in der “Prüfungsordnung für Begleithunde BPO/R“:

“Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei bei Fuß folgenden Hund zu dem vom Richter angewiesenen Bereich. Der HF legt seinen Hund ab, ohne die Leine oder sonst einen Gegenstand bei ihm zu belassen. In Sicht des Hundes bleibend, geht der HF etwa 40 m vom Hund weg und bleibt mit dem Rücken zum Hund gewendet stehen. Eine Gruppe von mindestens drei Passanten und einer Auftragsperson mit einem angeleinten Hund (kein Raufer), geht auf den HF zu (die minimale Entfernung beider Hunde darf 20m nicht unterschreiten), begrüßt diesen und entfernt sich sodann gemeinsam mit dem HF aus dem Sichtbereich des Hundes. Nach einer Minute kehrt der HF auf Anweisung des Richters zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen Seite Grundstellung ein. Erst auf Anweisung des Richters hat sich der Hund dann in die Sitzposition zu begeben. Hinsetzen, Aufstellen, dem HF folgen, Aufsitzen nach Rückkehr ohne Kommando sind fehlerhaft. Entfernt sich der Hund mehr als 3 Hundelängen vom Ablegeplatz, so ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten.”

Mhm.

Das haben wir dann zum Abschluß der Stunde noch mal getestet. Und unser Ziele “Begleithundeprüfung” ist damit zwar nicht aufgehoben, aber aufgeschoben. Denn liegen bleiben, während Frauchen sich entfernt – und dann auch noch mit einem anderen Hund (!) und außer Sicht (!) – geht gar nicht, findet die Maus. Das Ergebnis unseres kleinen Tests hat mich nicht sonderlich überrascht, denn ich kenne ja meinen Hund. Und weil ich meinen Hund kenne und weiß, dass es noch eine Weile dauern kann, bis wir so weit sind, dass wir uns mal für ein paar Minuten trennen können, während die Maus abliegt, warten wir mit der Begleithundeprüfung noch eine Weile.

Nach dem Kurs waren wir übrigens noch mit Ruby und ihrem Rudel spazieren – Fotos habe ich auch gemacht, aber Wetter und Lichtverhältnisse waren ziemlich schlecht. Die Fotos muss ich jetzt erst einmal sortieren – wenn ein paar gelungen sind, gibt es sie morgen, hier, an dieser Stelle.

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Autor: Jamie
Datum: Sonntag, 15. Februar 2009 17:57
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3 Kommentare

  1. 1

    Haha, Begleithundepr

  2. 2

    Huhu ihr beiden,

    die Ablage ist bei uns auch ein Knackpunkt, und die ist f

  3. 3

    Hallo Steffi *wink* – das finde ich supernett, danke f

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