Freitag, 23. März 2012 6:58
Unglaublich, aber wohl wahr – ein Blick auf den Kalender beweist es: Pippin wird heute ein Jahr alt. Wirklich? Wirklich. Auch wenn es kaum zu glauben ist.
Pippin: War 10 Monate (minus ein paar über die Monate verstreute Minuten) lang ein absoluter Vorzeige-Welpe-Querstrich-Junghund. Ich habe ja mal gesagt (und grundsätzlich bleibe ich dabei): “Ich hole mir einen Welpen, weil ich einen Hund möchte, keinen Welpen.” Ja, doch, so sehe ich das im Grunde immer noch, ungeachtet der Tatsache, dass ich Welpen an und für sich schon zuckersüß finde und das gegenseitige Kennenlernen natürlich auch sehr spannend ist. Aber, let`s face it, anstrengend sind sie schon, die kleinen Pupser, und so viele grundlegende Dinge muss man noch mal ganz von Anfang an und so ganz grundsätzlich erklären, *puh*. Während man also völlig übermüdet (wegen der vielen schlaflosen Nächte, in denen der süße kleine Welpe seinen sehr natürlichen, allerdings leider nicht ganz so süßen Bedürfnissen genau dann nachgehen musste, wenn man selbst gerade in die REM-Phase eintrat) gerade dabei ist, genau diesen Hund näher kennenzulernen, um herauszufinden, wie man ihm die Sache mit dem Nicht-An-Den-Blumen-Knabbern-Und-Nicht-Im-Garten-Buddeln am besten erklärt, findet der Pupser ein neues aufregendes Abenteuer – und pieselt dann vor lauter Aufregung mitten auf den guten Teppich. Es ist nun mal ein WELPE *argh*.
Aaaaaaaber… wenn alle Welpen-Querstrich-Jungehunde so ein erstes Jahr hinlegen wie Pippin, dann sehe ich das mit den Welpen nicht mehr ganz so eng! Pippin war ein kleiner Traumwelpe und ein nicht mehr ganz so kleiner Traumjunghund; dieses erste Jahr hat er wirklich leicht gemacht. Er ist unglaublich aufmerksam, immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird, und bemüht, die Dinge richtig zu machen; er hat Spaß (!!! – gibt es etwas schöneres?) am gemeinsamen Lernen – und er hat kein einziges Mal auf den guten Teppich gepieselt
In diesem letzten Monat nun hat er seine Nase in ein paar neue Trainingsgebiete gesteckt: seine erste Freiverlorensuche, bei der er nicht beim Auslegen zusah; das erste Markiertraining (bei dem schwerpunktmäßig, aber nicht nur, Standruhe angesagt war); die ersten Übungen zum Überlaufen alter Fallstellen; erste Verleitungen auf dem Rückweg mit Dummy; der erste Buschier-Versuch. Und ich bin sicher, da gab es noch einiges mehr. All das konnten wir naturgemäß nur anreißen. Im kommenden Jahr schauen wir uns diese und weitere Themen dann mal näher an.
Jamie: Hat damals, ja, sorry, ich muss es aber so sagen, es ist ja schließlich wahr, praktisch permanent auf den guten Teppich gepieselt
(hatte aber natürlich auch keinen Garten zur Verfügung und war duch ihre sehr spezielle Glücksdrachen-Blase stark gehemmt…). Und, ja sorry, ich muss es halt sagen, es ist ja nun mal wahr, war und ist nicht ganz so aufmerksam. Ich wüsste wirklich gerne, über was sie so nachdenkt; es müssen teils wirklich hochphilosophische Probleme sein, die das kleine Glücksdrachenköpfchen wälzt, wenn sie so auf der großen Wiese steht und den Blick in die Ferne schweifen lässt. Aaaaaaber, bei all dem… ein so großes, ein so weites, ein so alles hinnehmendes und trotzdem einfach nur kuschelig-freundliches und absolut und uneingeschränkt grundgutes Herz wie der Glücksdrachen, das muss man erst mal haben; ganz zu schweigen von dem Augenaufschlag…
In diesem Monat hat sie ein langes Voran trotz erheblicher Bedenken ihrerseits bewältigt; hat sie ihre Nase bei der ein oder anderen kleinen Suche richtig nett eingesetzt – und hat sie den ein oder anderen tiefempfundenen wohligen Seufzer ausgestoßen, während sie im Halbschlaf ihre Streichel- und Knuddeleinheiten genoss – und mir dabei das Herz aufgehen lassen. Mein Mäuschen