Geduldprobe
Freitag, 4. November 2011 19:14
Heute haben wir ein gemeinsames Training zu dritt veranstaltet
. Für Pippin gab es eine dicke Einheit: Geduld – er musste daneben sitzen und zuschauen und warten, während Jamie ihr Training absolvierte. Das war entsprechend angepasst, sprich: Kein Bumper, keine Markierungen, sondern…
… unser bekanntes Voran auf den letztwöchigen Fixpunkt über zwei Geländeübergänge:
Zu diesem Zweck legten wir drei gemeinsam drei der Preydummies aus und marschierten dann in einem großen Halbkreis an unseren Ansatzpunkt. Zum Einstieg wiederholten wir mehr oder weniger das Voran von letzter Woche – und ich freue mich sagen zu können, dass Jamie sehr schön die Strecke über beide Geländeübergänge bewältigte.
Anschließend wurde es etwas schwieriger, denn wir gingen weitere 10 Schritte zurück, ich ließ beide Hunde absitzen und legte die restlichen drei Preydummies im Graben aus:
Eines davon durfte Jamie gleich holen, danach sollte sie erneut das lange Voran gehen – diesmal natürlich mit der Versuchung so nah. Ein bißchen zu nah; es lag für den Glücksdrachen jedenfalls scheinbar sehr nah, von den Dummies aus dem Graben einen zu holen. Oder vielleicht wollte sie mir auch einfach nicht glauben, dass weiter hinten noch etwas liegt. Auf jeden Fall musste ich sie beim ersten Mal zurückholen, erneut ansetzen und ein paar Schritte in die richtige Richtung voranschreiten, um ihr zu zeigen, wo es lang geht – danach holte sie ein Dummy, aber recht zögerlich.
Deshalb gab es das Voran auf das dritte und letzte Dummy an unserem schönen Fixpunkt gleich anschließend erneute ohne weitere Zwischenschritte.
Und dann…
… durfte sie noch mal zum Graben.
Pippin saß derweil unglaublich brav und sicher neben uns und sah sich die Sache interessiert an, ohne dass ich je das Gefühl gehabt hätte, es könnte zu irgendeinem Augenblick zu viel für ihn werden. Er ist einfach eine coole Socke
Zur Belohnung durfte er sich dann an seine erste Freiverlorensuche machen. Dass man sich auch zum Suchen schicken lassen kann, hatte er ja mit zeitverzögert gearbeiteten Markierungen letzte Woche erfahren. Diesmal saß er und schaute zu, wie ich sechs Tennisbälle auf einer Wiese im Halbkreis in etwa 11 bis 12 Meter um ihn herum auslegte, alle schön in und unter Grasbüscheln versteckt, damit er sie nicht einfach so mit bloßem Auge finden konnte:
Anschließend kehrte ich zu ihm zurück und er wurde also geschickt – und er arbeitete so schön und begeistert, dass ich ihn dann doch entgegen der eigentlichen Planung 5 der 6 Tennisbälle holen ließ. Obwohl ich beim letzten Ball, kaum hatte ich ihn losgeschickt, schon ein bißchen innerlich zitterte, ob das nicht doch zu viel des Guten gewesen war. Naja, gut gegangen, wirklich gut. Trotzdem, fester Vorsatz für die Zukunft: Niemals vergessen, dass wir immer schön auf Nummer Sicher gehen wollen, und sich immer schön an den Plan halten
Jamie durfte dann das letzte Preydummy im Graben noch suchen gehen – und anschließend gab es Freilauf für alle.
Ach so, noch eine schöne Nachricht: Nachdem ich ja bislang vorwiegend auf dem Boden hockte, wenn Pippin mit der Beute angerast kam, außerdem hin und wieder auch mit ihm ein Stück zusammen lief, bevor ich sie ihm abnahm, blieb ich heute mal aufrecht an Ort und Stelle stehen – und, hach ja, da hielt er vor mir an, hob den Kopf und bot mir den Tennisball an. Tapferes, mutiges Kerlchen voller Vertrauen
Thema: Dummytraining | Kommentare (7) | Autor: Jamie




















