Donnerstag, 25. August 2011 19:02
Tag 2 am Song Köl begann frühzeitig, zumindest für mich, nämlich kurz vor Sonnenaufgang – das hat auch seine Vorteile, insbesondere diesen Anblick hier, unsere Jurten-Camp beim Sonnenaufgang vom Seeufer aus fotografiert:

Die kurze Nacht beruhte nicht nur auf Gewohnheit (das natürlich auch) sondern auch auf den doch nicht ganz Luxus-Hotel-mäßigen Schlafgelegenheiten, auf diesem Bild in dreifacher Ausführung – drei Betten – im zusammengefalteten und gemachten Zustand zu sehen (jawohl, jeder bekam vier bis fünf Decken auf dem Erdboden am Abend bereitet – für eine geruhsame Nacht):

Unser Frühstück bestand aus frisch gebackenem Brot, das noch ganz heiß war, selbst gemachten Aprikosen- und Himbeer-Kompott, Pfannkuchen und… Tee – und es war leeeeecker:

Anschließend ging es zum Zähneputzen an unserem Gemeinschaftswaschbecken:

Wasseranschluss gab es natürlich nicht. Das Wasser wurde in den Kanister an der Rückwand gefüllt und tröpfelte so nach und nach, natürlich in eisigem Zustand, aus dem Wasserhahn heraus. Geholt wurde das Wasser aus dem See – so:

… und es gab natürlich auch einen kleinen Wasservorrat für den Tag zum Kochen:

Nach vollbrachter Tat wurde Eselchen weggeführt…

… und verbrachte den Rest des Tages weitgehend so:

Wo wir gerade bei Hygiene und Sanitäranlagen sind – das da hinten, der blaue Verschlag, das ist unser Gemeinschafts-Plumps-Klo:

Hier der Eingang zur Jurte unserer Gastgeber, die sich einfach rührend um uns kümmerten:

Nach Frühstück und all dem, was man am frühen Morgen so treibt, ging es natürlich zum wichtigsten Teil des Tages, dem eigentlichen Ziel der Reise, dem große, dem hoch gelegenen, dem einzigeartigen Song Köl – es waren ja nur ungefähr 50 Meter zum Ufer… :

Jamie und Pippin in ihrem Element:

An Land wurde natürlich auch gespielt:

und

Derweil gab es für uns menschliche Reisende diesen Blick auf die Berge zu genießen (auf 3000 Meter Höhe scheinen sie plötzlich gar nicht mehr so hoch):

An Tag 2 war der Himmel bewölkt und es wehte ein ziemlicher Wind; wir brachten es aber trotzdem auf warme 18° C.

Unser Nachbarcamp:

Und zur anderen Seite:

Jamie und ihre große Liebe, das Wasser:

Anschließend ein bißchen Gemütlichkeit:

Das beste Standfoto, das ich bislang von Pippin hinbekommen habe – naja, es wird ja hoffentlich noch Gelegenheiten geben:

Ansonsten war er immer gerne in Bewegung – es gab ja auch so viel zu entdecken:

Im Lager wurden derweil Vorbereitungen für den Reitausflug getroffen:

Ab geht`s:

Von uns dreien entschied sich nur eine für eine Einzelstunde Reiten am See – das Pferd war recht gemütlich, aber für die Wiener Hofreitschule wohl auch weniger geeignet. Jamie und Pippin fanden`s ok (vor unserer Jurte):

Überhaupt, es gab freilaufende (Bio-) Hühner (nachts in einem Käfig), Esel (nachts angebunden), Pferde (nachts angebunden), Schafe (nachts in einem Gatter), Kühe (nachts in einem Gatter), Hunde (immer freilaufend – auch nachts)… und die Große und der Kleine mittendrin (sie hielten sich tapfer!). Zum Mittagessen gab`s eine Gemüse-Suppe mit Hammelfleisch – welcher der armen Hammel dafür wohl dran glauben musste?

Während 1/3 von uns also auf dem Pferd saß, entspannten wir noch ein wenig beim Blick in Richtung See – hier mit Jamie:

Der Song Köl gefiel der Großen schon sehr.

… und hier noch mal beide:

Gegen Abend wurde es rasch um einiges kühler; noch dazu zog ein mächtiger Wind auf. Wir kuschelten uns in unsere gemütliche Jurte, wo wir Gemüseeintopf mit (jaaaaaa!) Hammelfleisch und frischem Brot (wohl dem, der bei den Portionen Hunger hatte – vor allem nach dem Nachmittagstee mit frischem Brot und Aprikosen- und Himbeerkompott) bekamen – und zu guter Letzt boten uns unsere Gastgeber auch noch an, den Ofen…

… den wir in der Nacht zuvor noch nicht angehabt hatten, anzuzünden. Das Angebot nahmen wir natürlich gerne an (Anzündmittel übrigens: Dung). Ein bißchen heizte er auch wirklich ein. Aber vor allem war ich für eins dankbar bei unter 0° C in dieser Nacht außerhalb der Jurte (über die Temperaturen in der Jurte kann man nicht viel sagen): Meinen Super-Duper-Daunen-Schlafsack. Jamie und Pippin schliefen übrigens gemeinsam in einem Soft-Kennel – anstandlos, brav und klaglos. Tapfer Ihr Mäuse – vor allem nachdem mitten in der Nacht ein Gewitter losbrach. Und: Auf 3000 Meter Höhe fühlt man sich wirklich mitten (!) drin.
Schon schön, da am Song Köl.