Beiträge vom Juni, 2008

Im Tierpark Berlin

Donnerstag, 26. Juni 2008 14:52

Ein Besuch im Tierpark Berlin ist für das Mäuschen immer aufregend -so viele fremde Gerüche, manche einfach nur interessant, manche einfach nur erschreckend… Am Freitag hieß es mal wieder Geschirr raus und ab in den Tierpark.

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Der Tierpark Berlin ist für Spaziergänge mit Hund ganz wunderbar geeignet: Die Wege sind breit, es gibt genügend Grünflächen links und rechts des Weges, an denen der Hund auch mal schnuppern kann, und dann sind da natürlich all die Tiere, die man sonst nirgends so schön bewundern - und für Wildgewöhnung nutzen - kann. Nicht, dass ich denken würde, wir werden in heimischen Wäldern demnächst mal einem Vielfraß begegnen…

Am Freitag waren Jamie und ich unter den Gebirgstieren unterwegs, und die Leinenführigkeit klappte ausnahmsweise auch unter der großen Ablenkung im Tierpark richtig gut - nur bei zwei Begegnungen hatte die Knuddelprinzessin Probleme: Bei den Vielfraßen und bei den Riesenseeadlern - dabei fand ich die Harpyien viel erschreckender…

Wer sich für einen Besuch im Tierpark Berlin - mit oder ohne Hund - interessiert, findet unter www.tierpark-berlin.de alle wichtigen Informationen wie Öffnungszeiten, Preise und vieles mehr.

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Die perfekte Perle: Grundstellung

Sonntag, 22. Juni 2008 14:52

In dieser Woche wollen Jamie und ich versuchen, uns möglichst nahe an die Perfektion einer weiteren Perle heranzuarbeiten - die perfekte Grundstellung.

Schön parallel soll sie sitzen, die Maus, wenn sie in die Grundstellung kommt; wichtig auch für die Dummyarbeit - und darauf kommt es uns ja an. Konzentriert soll sie außerdem sein - gar nicht so einfach für einen jungen Hund.

Was die Maus schon kann: Aus dem Vorsitz und aus zwei bis drei Meter Entfernung aus dem Sitzen oder Stehen auf das Kommando “Fuß” an meiner rechten Seite vorbei und hinter meinem Rücken herum laufen, dann links neben mir sitzen. Leider kommt sie dabei immer wieder zu weit hinten ins Sitz, sitzt schräg oder - eher selten - ein bißchen zu weit vorn.

In dieser Woche habe ich mir also vorgenommen, beim täglichen Training ein besonderes Augenmerk auf das parallele und enge Sitzen am Bein zu haben. Bei der Gelegenheit werden wir zugleich an der Konzentration in der Grundstellung arbeiten - ein paar wenige Augenblick volle Aufmerksamkeit reichen uns dabei für`s erste.

Thema: Grunderziehung | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Hundetrainingsspiel von Anke Bogaerts

Montag, 16. Juni 2008 14:53

Jetzt habe ich es mir also doch gekauft, obwohl preislich ja nicht ganz ohne: Das Hundetrainingsspiel der niederländischen Trainerin Anke Bogaerts.

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Klar, die Aufgaben sind Einsteigerniveau. Klar, die ein oder andere Aufgabe hatten wir auch so schon im Programm. Und auch klar, dass die Karten eigene Planung und Ideen für das Training nicht ersetzen können. Aber eine gute Investition war das Spiel für Anfänger wie Jamie und mich trotzdem, denn die ein oder andere neue Anregung gibt es für uns doch. Vor allem aber habe ich mit den Karten das Gefühl, Abwechslung in die sonst doch oft gleichen Übungen zu bringen und trotzdem den “roten Faden” im Training nicht zu verlieren.

Die Karten sind wasserabweisend und passen gut in die Hosentasche. Insgesamt gibt es 55 Stück in verschiedenen Farben:

Grau = Steadiness-Übungen

Gelb = Unterordnungs-Übungen

Blau = Übungen mit leichtem Stress

Rot = Stressvolle Übungen

Grün = Einweis-Übungen

Man kann die Übungen kombinieren, indem man von den verschiedenen Farbe je eine oder mehrere Karten für eine Trainingseinheit benutzt. Die Spielregeln sehen vor, dass man mindestens eine graue Karte (für die Steadiness) benutzt und nie mehr als zwei Rote Karten (stressvolle Übungen) hintereinander macht. Ansonsten ist man in der Kombination frei.

Thema: Ausstattung, Dummytraining, Spiel & Spaß | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Die vollkommene Perlenkette - unser Wochenprogramm

Sonntag, 15. Juni 2008 14:56

Zugegeben, vollständig durchgeplante Trainingseinheiten sind nicht wirklich mein Ding. Eine leichte Tendenz zum “Spontan-Training” kann ich nicht verleugnen. Dabei schreibt doch Verena Ommerli in ihrem Buch “Dummyarbeit mit Retrievern”:

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“Wir legen für uns und unseren Welpen für jede Woche einfache und klare Lernziele fest, die sich auf Elemente, die für die Dummyarbeit wichtig sind, beziehen. Wir üben dann in dieser einen Woche eine ganz bestimmte Sequenz, wie zum Beispiel während einer Minute Sitzen, zu uns hochsehen und warten, während die Leine abgenommen wird, bevor wir ein weiteres Element hinzufügen.”

Upps, also wohl kein “Spontan-Training”…

Und warum nicht? Naja, Verena Ommerli meint: “Die Repetition einer bestimmten Handlung oder eines bestimmten Ablaufs führt zu Sicherheit und damit zu Vertrauen; und Vertrauen führt zu Freude und Freude wiederum ist gefühlsmäßig ein Erfolg”.

Tja, klingt nachvollziehbar, oder? Und was für einen Welpen gut war, kann für einen Junghund nicht schlecht sein, also gab und gibt es Wochenziele für Jamie und mich. Nicht alle Wochenziele erreichen wir wirklich innerhalb einer Woche - dann wird die Aufgabe entweder in noch kleinere Einzelschritte zerlegt oder später noch einmal zum Wochenziel. So habe ich dann meine “Spontan-Trainings-Tendenz” ganz gut im Griff und wir übernehmen uns nicht mit Zielen. Denn das Training soll ja noch dazu abwechslungsreich sein und Spaß machen!

Norma Zvolsky in “Die Kosmos-Retrieverschule - Grunderziehung und Dummytraining” beschreibt die Zerlegung der Aufgaben so: “Eine Teilaufgabe reiht sich an die andere, wie Perlen auf einer Schnur. Nur wenn alle Perlen perfekt sind, erhält man eine vollkommene Perlenkette.”

Von einer vollkommenen Perlenkette sind Jamie und ich noch weit entfernt, aber zumindest Bemühungen kann man uns nicht abstreiten. An dieser Stelle also von Zeit zu Zeit unser Streben nach der perfekten Perle - das Wochenziel.

Thema: Grunderziehung | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Die perfekte Perle: Sitz aus der Bewegung

Sonntag, 15. Juni 2008 14:55

Ich habe mir kürzlich mal die Prüfungsordnung für die Begleithundeprüfung A des DRC vorgenommen. Training für`s Leben, nicht für die Prüfung, ja klar, aber ab Spätsommer wollen wir ja im Begleithundekurs des DRC mitmachen, später dann irgendwann - hoffentlich - einen Dummykurs belegen und irgendwann zwischendurch ist die BHP wohl doch fällig. Also mal schauen, was denn in nicht allzu naher Zukunft von uns verlangt werden wird.

Wie heißt es in der Prüfungsordnung so schön? “Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer mit seinem frei bei Fuß folgenden Hund geradeaus. Nach Aufforderung durch den Richter hat sich der Hund auf ein einmaliges Kommando schnell zu setzen, wobei der Hundeführer seine Gangart nicht verlangsamt sondern zügig weitergeht, ohne sich zu dem Hund umzudrehen. Nach ca. 20m bleibt der Hundführer stehen und dreht sich zu seinem Hund um. […] Auf Anweisung des Richters ruft der Hundeführer seinen Hund heran.”

Gut, dass wir noch eine Weile Zeit haben - unsere Fußarbeit, ich glaube, ich erwähnte es schon, bedarf dringender Verbesserung. Aber das Trainingsziel für diese Woche - unsere perfekte Perle, an der wir in dieser Woche weiter arbeiten wollen - ist der andere Teil der Aufgabe: Sitz aus der Bewegung.

Was die Maus schon kann: Sitz auf Kommando (Verbal, Pfiff oder Handzeichen), sitzenbleiben unter leichter bis mittlerer Ablenkung bis Kommando “Lauf” oder anderes Kommando erteilt wird und Sitz bei der Fußarbeit, wenn auch ich stehenbleibe. Jetzt also soll sie lernen, sich zu setzen und sitzen zu bleiben, während ich weitergehe. Hmh.

In dieser Woche werden wir dann wohl die Gelegenheit haben, gleichzeitig auch an unserer Fußarbeit zu werkeln- denn nur wenn sie schön aufmerksam Fuß läuft, werde ich sie aus der Bewegung rasch ins Sitz bekommen. Ein besonderes Leckerchen oder Lieblingsspielzeug ist also fällig. Außerdem werden wir anfangs mit Hilfe arbeiten müssen, schätze ich; für ein schnelles, zügiges Setzen werde ich mich wohl anfangs vor sie drehen müssen. Die Hilfen sollen dann, je nach Trainingsfortschritt, zunehmend abgebaut werden, also nur noch eine starke / leichte Drehung des Oberkörpers in Richtung Hund usw. bis irgendwann sie hoffentlich auf Hörzeichen sofort und ohne Zögern sitzt. So jedenfalls beschreibt es Christin Kaiter in “Fit für die Begleithundprüfung“. Klingt gar nicht so einfach; schauen wir mal, was die nächsten Tage bringen…

Thema: Grunderziehung | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Training und Ring- und Trimmseminar der RBB

Samstag, 14. Juni 2008 14:57

Nein, eine große Ausstellungskarriere ist für die Maus wahrhaftig nicht geplant. Aber man kann ja mal… so aus Spaß… und Freude… und überhaupt, trimmen sollte man seinen Hund als Retrieverbesitzer doch schon selber können, oder? Also nichts wie hin zum Ring- und Trimmseminar der Retrievergemeinschaft Berlin-Brandenburg. Heute morgen ein kritischer Blick gen Himmel. Grau, bewölkt, aber das Wetter hielt zunächst und so trafen wir uns zuerst zum Training der Junghunde und anschließend zum Ring- und Trimmseminar.

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Das Training lief schon mal gut; wir hatten offensichtlich einen ganz guten Tag erwischt. Unsere normalerweise katastrophale Fußarbeit sah ausnahmsweise mal halbwegs annehmbar aus. Nach der Unterordnung dann zum Abschluss zwei direkte Markierungen, auf die sie gleich nach dem Fallen geschickt wurde; die einzigen der Trainingswoche. Privat arbeiten wir ja im Augenblick “nur” ab und an mal Memories. Und, Wunder über Wunder, ausnahmsweise spuckte mir Jamie das Dummy nicht direkt vor die Füße sondern trug es brav bis zu mir, die hockend und lockend die Maus in den - leider immer noch grauen - Himmel pries. Ob es Tagesform war oder unser stetes Haltetraining langsam fruchtet, wer weiß. Stolz war ich jedenfalls schon auf meine Kleine, auch wenn sich mal wieder gezeigt hat, dass Steadiness relativ ist. Wer da entschied, dass die zweite Markierung jetzt fällig sei, ist jedenfalls fraglich…

Im Anschluss dann das Ring- und Trimmseminar, in dem eigentlich mehr meine Tagesform als Jamies zählte. Helgard Burow, die mit Goldsand`s Charlie Drum ja erfolgreiche Praxis - sprich Ausstellungsbesuche - betreibt, erklärte Vorbereitung und Training des Hundes für die Ausstellung, das Trimmen und natürlich auch den großen Tag der Ausstellung selbst. Nach der Theorie kam dann die Praxis, die zeigte, dass auch das Trimmen geübt sein will. Nach einer Stunde haben wir dann den Aufbruch eingeläutet; die Maus war müde und still halten wurde zunehmend zur Qual. Ein guter Zeitpunkt das Seminar zu verlassen - Minuten später startete der große Regen.

Hier also handelt es sich um “Work in Progress”:

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Den echten, großen Praxistest gibt es für uns dann am 19. Juli 2008. Da findet nämlich die Pfostenschau der RBB statt, zu der wir uns spaßeshalber auch mal angemeldet haben. Schauen wir mal, ob es mir gelingt, die Dame zu zwei, drei Sekündchen still stehen vor dem Richter zu überreden…

Thema: Gesundheit & Hygiene | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Im Rückstand

Freitag, 13. Juni 2008 14:59

Wir sind, das ist klar, im Rückstand. Vier Monate Zwangsschonung, eine Sprunggelenks-OP, wenig Sozialkontakt mit anderen Hunden und nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten an der Leine haben bei Jamie ihre Spuren hinterlassen. Seit sie wieder Freilauf genießt, scheint sie all das aufholen zu wollen, was sie in den ersten vier Monaten dieses Jahres verpasst hat. Man kann es ihr kaum verdenken. Im Freilauf war Jamie anfangs hektisch, fast konfus. Andere Hunde, Passanten, Jogger, Radfahrer - was einmal normal war, verursachte plötzlich einen Fünf-Minuten-Herumtollen-Anfall nach dem anderen.

Nach und nach hat sich Jamies Aufregung dann aber doch gelegt. Fußgänger und Radfahrer sind schon längst wieder höchstens noch einen kurzen Blick wert. Andere Hunde üben zwar noch große Anziehungskraft aus; wir kommen aber immerhin an ihnen vorbei, ohne dass Jamie keuchend in der Leine hängt. Im Freilauf bleibt sie brav sitzen und wartet darauf, dass ich sie zum Spielen schicke - was sicherlich auch damit zu tun hat, dass sie seit kurzem wieder an der 20m-Schleppleine hängt. Sie ist mir dann doch zwei, drei Mal ein bißchen zu flott in Richtung fremder Hunde gestartet und hat die Pfeife ignoriert. Auch Vögeln setzte sie kürzlich hinterher. Also Schleppleine dran; seither funktionieren Hunde- und Vogelbegegnungen wieder ganz passabel. Für`s Spiel wird sie natürlich von der Schleppleine genommen.

Im Training beim GRC merkt man, dass die anderen vier Monate lang geübt und geübt haben. Anders als wir. Die freie Folge, Ablegen über einen längeren Zeitraum, Kehrtwendungen…. Die Gruppe, in der wir trainieren, strebt im Herbst die BHP an. Jamie und ich lassen es locker angehen. Üben ohne Druck und Drill, dafür mit Spaß und Freude ist angesagt. In der Hitze der letzten Tage war Jamie gar nicht nach Training zumute, zu viel Fuß laufen ist ohnehin langweilig; es fehlte hin und wieder an Motivation. Also haben wir uns zusammen auf die Suche nach dem Spaßfaktor im Training begeben. Die BHP im Herbst wird wohl für uns zu früh kommen - ich trainiere auf einen freudig arbeitenden Hund auf der BHP im nächsten Jahr hin.

Thema: Allgemein, Grunderziehung | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Zweiter Versuch einer ersten Suche

Freitag, 13. Juni 2008 14:58

Heute im Auslaufgebiet Jungfernheide: Rein in der Kamener Straße, zuerst einmal ein Stück laufen, lösen, schnuppern, dann unser zweiter Versuch einer Suche.

Beim ersten Mal hatte ich vor Jamies Augen drei Dummies in einem kleinen Suchengebiet ausgelegt. Das war zu viel für die Maus; sie wusste, dass da mehrere Dummies lagen, blinkte, konnte sich nicht entscheiden, tauschte letztlich, bevor sie dann doch noch mit einem Dummy zurückkam - zu viele Fehler, um sie sinnvollerweise korrigieren zu können. Anti-Tausch-Training haben wir noch nicht gemacht (auch wenn`s offensichtlich nötig ist). Also back to basics. Oder vielmehr, fangen wir doch einfach erst mal bei den Basics an, oder?

Ziel war heute, dass Jamie ohne zu wissen, wo ein Dummy liegt, auf Kommando in hohem Bewuchs sucht, schnell fündig wird und sofort zurückkommt; auf gar keinen Fall sollte sie aufgeben oder fragen, bevor sie gefunden hatte. Und zum tauschen wollte ich sie auch nicht verleiten. Also zunächst einmal Lieblingsstoffteddy so ausgelegt, dass er vom Startpunkt aus schnell sichtbar war; Jamie zum Startpunkt geholt (sie hatte von Ferne mitbekommen, dass da etwas fiel), mit Suchenkommando geschickt - top! Der nächste Versuch war schon schwieriger: Futterdummy an Stelle mit hohem Bewuchs, vom Startpunkt aus nicht sichtbar, dafür aber sehr kurze Distanz, so dass sie schnell fündig werden konnte - und wieder: top! Auch beim dritten und letzten Versuch - erneutes Futterdummy in hohem Bewuchs - wurde Jamie schnell fündig. Damit haben wir es für heute gut sein lassen und lieber noch ganz kurz an der Fußarbeit und Steadiness gearbeitet. Auch das kann sicherlich noch eine ganze Weile geübt werden…

Thema: Dummytraining | Kommentare (0) | Autor: Jamie