Beiträge vom 15. Juni 2008

Die vollkommene Perlenkette – unser Wochenprogramm

Sonntag, 15. Juni 2008 14:56

Zugegeben, vollständig durchgeplante Trainingseinheiten sind nicht wirklich mein Ding. Eine leichte Tendenz zum “Spontan-Training” kann ich nicht verleugnen. Dabei schreibt doch Verena Ommerli in ihrem Buch “Dummyarbeit mit Retrievern”:

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“Wir legen für uns und unseren Welpen für jede Woche einfache und klare Lernziele fest, die sich auf Elemente, die für die Dummyarbeit wichtig sind, beziehen. Wir üben dann in dieser einen Woche eine ganz bestimmte Sequenz, wie zum Beispiel während einer Minute Sitzen, zu uns hochsehen und warten, während die Leine abgenommen wird, bevor wir ein weiteres Element hinzufügen.”

Upps, also wohl kein “Spontan-Training”…

Und warum nicht? Naja, Verena Ommerli meint: “Die Repetition einer bestimmten Handlung oder eines bestimmten Ablaufs führt zu Sicherheit und damit zu Vertrauen; und Vertrauen führt zu Freude und Freude wiederum ist gefühlsmäßig ein Erfolg”.

Tja, klingt nachvollziehbar, oder? Und was für einen Welpen gut war, kann für einen Junghund nicht schlecht sein, also gab und gibt es Wochenziele für Jamie und mich. Nicht alle Wochenziele erreichen wir wirklich innerhalb einer Woche – dann wird die Aufgabe entweder in noch kleinere Einzelschritte zerlegt oder später noch einmal zum Wochenziel. So habe ich dann meine “Spontan-Trainings-Tendenz” ganz gut im Griff und wir übernehmen uns nicht mit Zielen. Denn das Training soll ja noch dazu abwechslungsreich sein und Spaß machen!

Norma Zvolsky in “Die Kosmos-Retrieverschule – Grunderziehung und Dummytraining” beschreibt die Zerlegung der Aufgaben so: “Eine Teilaufgabe reiht sich an die andere, wie Perlen auf einer Schnur. Nur wenn alle Perlen perfekt sind, erhält man eine vollkommene Perlenkette.”

Von einer vollkommenen Perlenkette sind Jamie und ich noch weit entfernt, aber zumindest Bemühungen kann man uns nicht abstreiten. An dieser Stelle also von Zeit zu Zeit unser Streben nach der perfekten Perle – das Wochenziel.

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: Jamie

Die perfekte Perle: Sitz aus der Bewegung

Sonntag, 15. Juni 2008 14:55

Ich habe mir kürzlich mal die Prüfungsordnung für die Begleithundeprüfung A des DRC vorgenommen. Training für`s Leben, nicht für die Prüfung, ja klar, aber ab Spätsommer wollen wir ja im Begleithundekurs des DRC mitmachen, später dann irgendwann – hoffentlich – einen Dummykurs belegen und irgendwann zwischendurch ist die BHP wohl doch fällig. Also mal schauen, was denn in nicht allzu naher Zukunft von uns verlangt werden wird.

Wie heißt es in der Prüfungsordnung so schön? “Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer mit seinem frei bei Fuß folgenden Hund geradeaus. Nach Aufforderung durch den Richter hat sich der Hund auf ein einmaliges Kommando schnell zu setzen, wobei der Hundeführer seine Gangart nicht verlangsamt sondern zügig weitergeht, ohne sich zu dem Hund umzudrehen. Nach ca. 20m bleibt der Hundführer stehen und dreht sich zu seinem Hund um. […] Auf Anweisung des Richters ruft der Hundeführer seinen Hund heran.”

Gut, dass wir noch eine Weile Zeit haben – unsere Fußarbeit, ich glaube, ich erwähnte es schon, bedarf dringender Verbesserung. Aber das Trainingsziel für diese Woche – unsere perfekte Perle, an der wir in dieser Woche weiter arbeiten wollen – ist der andere Teil der Aufgabe: Sitz aus der Bewegung.

Was die Maus schon kann: Sitz auf Kommando (Verbal, Pfiff oder Handzeichen), sitzenbleiben unter leichter bis mittlerer Ablenkung bis Kommando “Lauf” oder anderes Kommando erteilt wird und Sitz bei der Fußarbeit, wenn auch ich stehenbleibe. Jetzt also soll sie lernen, sich zu setzen und sitzen zu bleiben, während ich weitergehe. Hmh.

In dieser Woche werden wir dann wohl die Gelegenheit haben, gleichzeitig auch an unserer Fußarbeit zu werkeln- denn nur wenn sie schön aufmerksam Fuß läuft, werde ich sie aus der Bewegung rasch ins Sitz bekommen. Ein besonderes Leckerchen oder Lieblingsspielzeug ist also fällig. Außerdem werden wir anfangs mit Hilfe arbeiten müssen, schätze ich; für ein schnelles, zügiges Setzen werde ich mich wohl anfangs vor sie drehen müssen. Die Hilfen sollen dann, je nach Trainingsfortschritt, zunehmend abgebaut werden, also nur noch eine starke / leichte Drehung des Oberkörpers in Richtung Hund usw. bis irgendwann sie hoffentlich auf Hörzeichen sofort und ohne Zögern sitzt. So jedenfalls beschreibt es Christin Kaiter in “Fit für die Begleithundprüfung“. Klingt gar nicht so einfach; schauen wir mal, was die nächsten Tage bringen…

Thema: Gesundheit & Hygiene | Kommentare (0) | Autor: Jamie