Beiträge vom April, 2009

Retrievertrainingsferien: Tag 5 oder “Der Hund, der nicht markieren kann”

Freitag, 17. April 2009 8:32

Nach vier Trainingstagen waren die Hunde am fünften Tag, dem Karfreitag, schon ziemlich erschöpft.

In weiser Voraussicht hatten Norma und Cyra deshalb für den fünften Tag die Gruppen zusammen gelegt und für alle Markierungen und einen Walk-Up angesetzt: In einem ersten Training arbeiteten jeweils zwei Hunde nebeneinander in der Line von einem festen Standort aus (Einzel-)Markierungen, die Norma in einer Entfernung von ca. 30 bis 40m auf einer Wiese mit teilweise höheren Bewuchs warf. Links und rechts der Wiese befanden sich Felder, in die allerdings keine Markierungen fielen.

Für uns war es gut, dass diese Aufgabe noch einmal kam, denn mit Markierungen hatten wir in der Vergangenheit ja schon so unsere Schwierigkeiten, und auch wenn es hin und wieder ganz gut klappt, ist Markieren im Großen und Ganzen nicht Jamies Stärke, was – so weiß ich jetzt – nicht nur am Himmelhund-Problem sondern auch am Nase-Nicht-Einsetzen und Auf-Hilfe-Warten und mangelnder Konzentration und Spannung liegt.

Und so gab es zum einen die Bestätigung dafür, dass wir am Markieren ganz besonders arbeiten müssen, und zum anderen wertvolle Tipps dafür, wie das Markiertraining bei uns in nächster Zeit aufgebaut werden sollte: Mit einem werfenden Helfer, einem Hund und Hundeführer beobachtenden Helfer (wegen des Himmelhund-Problems), einem bis zu 15m großen Dummyschleppenkreis um die Fallstelle herum mit vielen kleinen Quasi-Fallstellen drin (in denen aber kein Dummy außer der Markierung mehr liegen soll) und langsam steigenden Entfernungen, angefangen mit ca. 30 bis 40m, sollte geübt werden. Fallen sollen die Markierungen auf keinen Fall in der platten Wiese, wo sie leicht sichtbar sind, sondern möglichst in einem (abgegrenzten) Gebiet, in dem die Maus die Nase einsetzen muss, um zur Markierung zu kommen, das aber andererseits auch nicht zu schwer sein darf. Geworfen werden soll ein gut sichtbares (z.B. schwarz-weißes) Dummy mit Flatterbändern. Und das alles immer schön mit Rückenwind, damit sie lernt, die Tiefe einzuschätzen.

Beim Markiertraining an Tag 5 der Retrievertrainingsferien herrschte Seitenwind – und Jamie rannte mitunter genau einen Meter (!) am Dummy vorbei, praktisch schon drüber, aber eben an der falschen Seite des Windes. Und schaute dann, nachdem sie das Dummy nicht gefunden und auch keinen Wind bekommen hatte, zwischen Norma und mir hin und her: “Helft mir!” Helfen, sagt Norma, löst das Problem nur eben leider nicht.

Ach ja, für mich gibt`s auch ein bißchen was zu beachten: Angeschaut wird die Maus auf gar keinen Fall vor dem Schicken; deshalb sollte das Training am besten mit einem weiteren Helfer stattfinden, der mir sagen kann, ob Jamie mich anhimmelt, in der Weltgeschichte herumschaut – oder, was sie ja eigentlich tun soll, konzentriert auf die Fallstelle sieht. Außerdem darf ich Jamie in Zukunft nicht mehr sofort schicken, sondern muss langsam von 25 herunter auf 21 zählen, während ich auf die Fallstelle schaue, dann die (in meinem Fall rechte, da ich mich links einweise) Hand nach vorne nehmen und ihr die Richtung vorgeben, nochmals langsam bis mindestens 3 zählen – und dann schicken. Puh.

Dafür lief Jamie brav – wenn auch sicherheitshalber mit einem deutlichen “Hier” von mir – an der von Cyra geworfenen Verleitmarkierung auf dem Rückweg vorbei! Die durfte sie dafür im Anschluß holen.

Beim anschließenden Walk-Up mit Lisa und Cooper lief Jamie dann wunderbar bei Fuß, blieb auf ein knappes Kommando (und zwei Mal sogar nur auf Geräusch) hin sitzen, wenn das Dummy flog, und war ansonsten herrlich ruhig und steady.

rtf_tag_5_aufgabe_2

Jeder Hundeführer legte für seinen Hund einmal während des Walk-Ups ein Dummy im Rücken der Line in ca. 10 Meter Entfernung aus. Die Line lief danach weiter, bis die Markierung flog. Im Anschluß wurde zuerst von dem Hund, dessen Hundeführer das Dummy ausgelegt hatte, das “Voran” gearbeitet. Anschließend durfte einer der beiden anderen Hunde aus der Line die Markierung holen. Das Voran klappte hervorragend – die Markierungen warf Norma zu diesem Zeitpunkt schon extra einfach für Jamie. Und so fand sie auch die Markierungen alle.

Es war der letzte Tag und die Hunde hatten die Woche in den Knochen. Die Hundeführer auch, zumindest mir ging es jedenfalls so, und so beendeten wir das Training um 12.00 Uhr mit einer letzten “Wir löchern Norma”-Fragesession. Damit waren unsere Retrievertrainingsferien dann auch schon vorbei und wir mussten Abschied nehmen…

rtf_tag_5_auto_vorbei

Es hat sooooooooo viel Spaß gemacht und nirgend sonst lernt man so viel über Dummytraining wie bei einem wirklich guten Trainer.

Danke, Norma und Cyra!

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Retrievertrainingsferien: Tag 4 oder “Was Menschlein nicht kann…”

Donnerstag, 16. April 2009 8:16

… lernt Hund nimmermehr. Oder so. Auf jeden Fall hieß es am vierten Tag der Trainingsferien: Hundeführer, könnt Ihr markieren? Antwort: Ach, nee, irgendwie nicht so richtig :-)

Aber der Reihe nach; am Vormittag waren erst einmal noch einmal die Hunde dran. Nachdem sich am Mittwoch herauskristallisiert hatte, dass Jamie und ich nicht ganz mit Linus und Lisa und ihren Herrchen respektive Frauchen mithalten konnten, gestaltete Norma am Donnerstag die Aufgaben in dreifacher Ausführung: Eine ganz einfache Version für Cooper, eine schwierigere Version für Jamie und die schwere Version für Linus und Lisa.

Bei der schweren Version wurden Linus und Lisa letztlich auf insgesamt vier Fixpunkte und eine Markierung (die fiel mittig unterhalb von Fixpunkten 1 und 2 – ich war der, ok, ziemlich schlechte…, Werfer…) als Memory geschickt. Die vier Fixpunkte nutzten Jamie und ich auch:

rtf_tag_4_aufgabe_1_komplett

Wir befanden uns auf der Wiese, oberhalb jener, auf der wir am Tag zuvor trainiert hatten. Jetzt wurde der gestern als Fixpunkt genutzt Nussbaum als Fixpunkt 1 wieder genutzt; die Stelle mit hohem Bewuchs (ebenfalls am Tag zuvor schon Fixpunkt) nutzten wir als Fixpunkt 2 – beide eben jetzt aus einer anderen Perspektive, nämlich von oberhalb des Abhangs, auf dem sich die Wiese befand.

Wir standen dabei auf einer flachen Kante in der Wiese. Links und rechts unserer Position baute Norma im Laufe des Vormittags mit Markierungen und ausgelegten Dummies die Fixpunkte 3 und 4 auf.

Und dann wurde in unterschiedlicher Reihenfolge auf die Fixpunkte geschickt. Letztlich arbeitete Jamie darunter auch einige “fast schon echte” Blinds, also Dummies, die sie nicht gesehen hatte, die aber immerhin an Stellen lagen, an denen sie schon gewesen war. Trotzdem, es war ganz schön schwierig für die Maus und ein, zwei Mal mussten wir etwas näher an den Zielpunkt herangehen, weil sie unsicher war, wohin es gehen sollte.

Voranschicken von Jamie:

rtf_tag_4_voranschicken

Während Linus und Lisa noch eine Frei-Verloren-Suche arbeiteten, machten Cooper und Jamie sich an eine kleine Suche: Fünf Dummies wurden in hohem Bewuchs auf kleiner Fläche versteckt. Die Hunde wurden mit der Hand auf dem Boden und dem Suchenpfiff in die kleine Suche geschickt – diese Aufgabe machte Jamie sehr viel Spaß :-)

Und am Nachmittag:

Ja, am Nachmittag waren wir dann dran: Markierungen für die Hundeführer – nach dem Mittagessen in einem Biergarten, hm, lecker. Und schön ruhig, nicht wahr, Maus?

rtf_tag_4_erschopfung

Während sich die Hunde nach dem Mittagessen im Auto ausruhten, teilten Cyra und Norma uns Hundeführer in zwei Teams ein. Cooper-Frauchen, Linus-Herrchen und ich standen also in einer Line und sahen zu, wie Norma drei Markierungen in etwa 40 Meter Entfernung auf eine halbhoch bewachsene Wiese warf. Und dann musste jeder von uns eine Markierung arbeiten. Und, oh je, das war schweeeeeeer. Wer die Markierung nicht fand (und das waren einige), der konnte von den beiden zurückgebliebenen per Pfeife eingewiesen werden. Und so schickten Linus-Herrchen und ich Cooper-Frauchen wild “Back”, “Out” und mit dem Suchenpfiff in die Suche – ein bißchen ungehorsam war Cooper-Frauchen (sie suchte nicht immer genau da, wo wir es wollten, und das mit dem “Back” klappt auch nicht so recht), aber so richtig gut eingewiesen haben wir sie wohl auch nicht… Gelernt haben wir aber auch wieder viel: Markieren ist gar nicht einfach. Und sollte auch vom Hundeführer geübt werden…

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Retrievertrainingsferien: Tag 3 oder “Jetzt wird`s knifflig”

Mittwoch, 15. April 2009 8:32

Tag 3 der Retrievertrainingsferien zeigte Jamie und mir unsere Grenzen auf, denn jetzt wechselten die Gruppen die Trainer und wir sagten “Goodbye” zu Cyra und “Hello” zur Norma – und Norma schickte uns erneut auf verschiedenen Fixpunkte voran, allerdings in deutlich schwierigerem Gelände und über Distanzen, die für Jamie und mich bei diesem Schwierigkeitsgrad des Geländes einfach noch ein bißchen zu weit sind, und über Winkel, die für Jamie und mich bei diesen Distanzen einfach noch ein bißchen zu eng sind.

Die Aufgabe sah komplett, nach Aufbau der Fixpunkte, so aus:

rtf_tag_3_aufgabe_1_komplett

Für den Anfang bezogen wir Position P1 auf einer von teilweise anspruchsvollem hohem Bewuchs bedeckten Wiese. Unterhalb der Wiese und hinter uns befand sich einige Baumreihen, über die später eine Markierung hinweg auf die darunter liegende Wiese geworfen wurde. Die Wiese, auf der wir standen, war von einer recht steilen Stufe unterbrochen, auf dem der Bewuchs sehr hoch war und zwei markante Bäume (darunter unserer Fixpunkt 1) standen. Oberhalb der Stufe befand sich eine weitere Wiese.

Zunächst wurde Fixpunkt 1 einzeln geabeitet, indem jeder Hundeführer für seinen Hund dort sichtig vier Dummies auslegte, auf die der Hund zunächst einmal vorangeschickt wurde. Die Schwierigkeit bestand hier einerseits in dem mit teilweise hohen Gräsern bewachsenen unebenen Gelände, andererseits besonders in der Stufe in der Wiese mit ihrem recht steilen, wenn auch kurzen Abhang, den die Hunde überwinden musste, um zur Fallstelle zu gelangen. Der ein oder andere Hunde neigte hier dazu, die gerade Linie zu verlassen und das Gelände zu “umlaufen”, um sich so einen passenderen Aufstieg zu suchen. Ich habe mich gefreut, dass Jamie eine sehr schöne gerade Linie lief und auch den Abhang schön gerade nahm. Sehr zielstrebig, die Kleine!

Nach dem ersten Voran durften wir die Strecke – etwa 40 Meter – halbieren. Die Hunde sollten dann mit dem Rücken zum Fixpunkt abgesetzt und zurück geschickt werden. Ich stand, da ich unseren Trainingsstand, was das Zurückschicken kenne, dicht vor Jamie beim Schicken – und so nahm Jamie das “Back” auch gut an. Das klappte also.

Anschließend wechselten wir den Standort und begaben uns auf die obere Wiese zu Fixpunkt 2 (= Position 2). Von dort aus sollte der Hund entlang der Wiesenkante auf der Stufe unter dem ersten Baum hindurch auf den Fixpunkt 1 voran geschickt werden. Schwierig war hier, die Hunde am ersten Baum vorbei zu bekommen, denn mit dem geänderten Winkel und dem Baum auf dem Weg zum Dummy sah die Sache für die Hunde schon ganz anders aus als zuvor. Nachdem der erste – sonst vom Trainingsstand her schon weiter gearbeitete  – Hund am Baum “hängen” geblieben war, muss man schon besonders hervorheben, denke ich, dass die Maus an dieser Stelle gleich eine schön gerade Linie voran bis zum Fixpunkt 1 lief – lediglich der Rückweg führte sie, aus welchem Grund auch immer, über die untere Wiese, einen Weg, den irgendwie fast alle Hunde zurück nahmen.

Zuletzt wurde der Hund auf der zuletzt gearbeiteten Linie zwischen dem ersten und zweiten Baum mit dem Rücken zu Fixpunkt 1 abgesetzt. Der Hundeführer sollte zurück auf die andere Seite des Baumes gehen und von dort aus den Hund zurück auf das letzte Dummy schicken. Da Jamie das “Back” bisher nur angenommen hat, wenn ich sehr dicht vor ihr stand, war klar, dass diese Aufgabe zu schwer sein würde, also bekam sie Hilfe von Norma, die mit Geräuschen an Fixpunkt 1 Jamie zum Erfolg brachte.

Nachdem jeder Hund diese Aufgabe durchgearbeitet hatte, gab es eine Kombinationsaufgabe: Es lagen Dummies an Fixpunkt 1 aus; der Hundeführer setzte den Hund an Position P1 ab und legte sichtig ein Dummy auf Fixpunkt 2 aus. Anschließend wurde der Hund um 180° gedreht und es fiel eine Markierung über den Waldwuchs hinweg auf die darunter liegende Wiese.

Zuerst wurde das sichtig ausgelegte Dummy auf Fixpunkt 2 gearbeitet. Auf dem Rückweg fiel im Rücken des Hundes ein weiteres Dummy auf Fixpunkt 2, das der Hund nicht sah – fast schon ein richtiges Blind also. Naja, wenigstens waren alle Hunde mal dort gewesen. Jetzt war als nächstes, auf Normas Wunsch hin, noch einmal ein Voran auf Fixpunkt 1 (an dem die Hunde ja nun schon einige Male gewesen waren) zu arbeiten. Tja, und an dieser Stelle hatten die Maus und ich eine unserer Grundsatzdiskussionen. Die ging ungefähr so:

“Voran.”

Trödel. Trott. “Lalalala, ich geh`mal ein Stück. Lalala.” Schnüffel. “Bis hierin, das reicht ja wohl.”

“Argh.” Doppelpfiff. “Hier!” Und ausrichten. Und noch einmal… “Voran.”

Trödel. Trott. “Lalala. Schau mal, ein Blatt!” Schnupper, Schnüffel.

“Voran!”

“Ach weißt Du, das ist ganz schön weit bis zu dem Baum, wo die Dinger liegen. Und dann auch noch bergauf! Hol´ Dir das blöde Dummy doch selbst!”

“Was hast Du gesagt? Na warte Du, ich komm` Dir dahin!”

“Äh, ja? Pass mal auf, da leg ich mich gerade mal hin. So, schön platt auf den Boden. Und jetzt schau mal: Soooooo große Augen mache ich auch. Kannst Du mir wirklich böse sein?”

“Ja, kann ich.”

“Äh, ok, ich könnte mich noch ein bißchen tiefer ducken…”

“Ach, tu doch nicht so.”

“Na gut, man kann`s ja mal versuchen. Aber dann kann ich ja jetzt wieder aufstehen.” Wedel, wedel, grins.

Und nach einer Weile ist sie dann doch gegangen und hat das Dummy geholt. Tja, Cyra hatte ja gleich zu Beginn am Montag schon gesagt, dass der Mittwoch erfahrungsgemäß der Tag ist, an dem die Hunde plötzlich rein gar nichts mehr können. Na, ein bißchen was konnte Jamie dann doch noch, aber…

Das “Voran” auf das “fast schon richtige” Blind auf Fixpunkt 2 hat sie übrigens wiederum ganz toll gemeistert. War ja auch ´ne kurze Strecke. So was kann man auch mal an einem Mittwoch machen… Anschließend noch das Mark und dann war sie auch schon wieder erlöst.

Im Anschluß an diese Aufgabe wurden die Hunde dann von der Position P2 aus auf die beiden Fixpunkte 1 und 2 geschickt. Aufgrund des geänderten Winkels war natürlich noch einmal schwerer und so durften die Maus und ich uns etwas näher an die Dummies heran begeben. Die langen Distanzen müssen wir, das hatten wir  ja schon am Montag festgestellt, noch ein bißchen üben.

Zum Abschluß begaben wir uns für einen 4er Walk-Up auf die untere Wiese hinunter:

rtf_tag_3_aufgabe_2_komplett

Zunächst warf Norma Dummies in ein kleines Suchengebiet im Wald. Anschließend fand der Walk-Up in entgegengesetzte Richtung statt: Auf “Walk on!” liefen wir mit den Hunden frei – bis auf den 9 Monate alten Cooper – frei bei Fuß los, auf ein Geräusch, “Brrrr!”, von Norma hin blieben wir stehen und die Hunde setzten sich, anschließende Markierung – und dann ein Voran eines Hundes auf das Suchengebiet. Alle Hunde machten das toll und ließen sich nicht von der Markierung ablenken. Nachdem der jeweils das Voran arbeitende Hund zurück war, holte einer seiner Nachbarn die Markierung. Und schon ging`s wieder los: “Walk on!”

Bei dieser Aufgabe bewies Show-Golden-Dame Lisa, dass auch in ihr noch der Jagdhund steckt :-) Nr Lisa-Frauchen klang ganz am Anfang ein bißchen panisch (später dann aber doch vor allem sehr stolz), als Lisa statt des Dummies ein totes Huhn aus dem Suchengebiet apportierte; Todesursache: unbekannt. Es war schon kalt, wies keine Verletzungen auf und stellte uns irgendwie vor ein Rätsel: Wie, mein liebes Huhn, kamst Du hierher? Lisa dagegen stellte diese Frage nicht; für sie war nur klar: Das ist meins. Wehe, wenn einer der andere Hunde in die Nähe des in Normas Nähe abgelegten und von Lisa sorgsam behüteten Huhns kam. Da kannte das kleine, weiße Engelsgesicht kein Pardon und machte ihre Besitzansprüche recht lautstark deutlich.

Am Nachmittag dann:

Spießbratenessen in Idar-Oberstein und anschließende Führung durch die Felsenkirche von Idar-Oberstein. Und um 18.00 Uhr erschöpftes Ins-Hotelzimmer-Fallen. Doch, gefressen hat sie noch, die Maus. Aber dann war sie bis zum nächsten Morgen weg, im süßen Land der Träume.

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Retrievertrainingsferien: Tag 2 oder “Es geht voran”

Dienstag, 14. April 2009 8:54

An Tag 2 der Retrievertrainingsferien hatte Cyra sich für unsere Gruppe ein großes Voran-Training vorgenommen. Insgesamt vier Fixpunkte (FP 1 bis 3 und Mark) baute sie nach und nach auf, jeweils ca. im 90° Winkel zueinander. Am Ende arbeiteten wir die Fixpunkte (drei als Voran, einen als Markierung, die zu Beginn der Aufgabe fiel) in einer Line mit vier Hunden von der zentralen Position zwischen den Fixpunkten aus: Hund 1 arbeitete Fixpunkt 1, Hund 2 danach Fixpunkt 2 und so weiter – und dann wurde durchgetauscht, so dass jeder Hund jeden Fixpunkt einmal arbeitete.

rtf_tag_2_aufgabe_komplett

Gar nicht einfach – und ich bin total hin und weg davon, wie super Jamie diese Aufgabe meisterte. Ganz toll, mein Spatz!

Fixpunkt 1 war eigentlich weniger ein Fixpunkt als das (an Tag 1 zuvor eingearbeitete) kleine Suchengebiet, in das es über einen im Lauf des Vormittags geschaffenen Vertrauensweg über ein kleines Gebüsch hinweg und einen dahinter liegenden Abhang hinunter in den Wald hinein ging – noch mal das Foto von gestern:

rtf_tag_2_fixpunkt_1

Die Fallstellen sind nicht sichtbar; tatsächlich arbeiteten die Hunde, wenn sie im Suchengebiet angekommen waren, außer Sichtweite – was mich manchmal schon ganz schön unruhig werden ließ, aber Jamie kam immer wieder zurück. Mit Dummy :-)

Fixpunkt 2 lag in der auf diesem Foto ganz hinten zu sehenden Wiesenecke; die Dummies fanden sich teilweise in dem hohen Bewuchs. Geschickt wurde die Hunde in der Kombinations-Aufgabe an der unteren Waldkante entlang, was das Einweisen für alle Beteiligten wieder etwas einfach machte (als Einzelaufgabe hatte Cyra hier auch einmal aus verändertem Winkel von der Mitte der Wiese aus – wie auf diesem Foto sichtbar – schicken lassen):

rtf_tag_2_fixpunkt_2

Diesen Punkt arbeiteten die Hunde, wenn sie denn von der Wiese her kamen, mit Rückenwind. Das weiß ich deshalb so genau, weil ich beim Arbeiten dieses Punktes den Wind mal wieder “vergessen” hatte und Jamie, nachdem sie zwei, drei Meter über die Fallstelle hinaus geschossen war, mit dem Suchenpfiff auf den notwendigen Naseneinsatz hinweisen wollte. Mal abgesehen davon, dass der Pfiff ein bißchen früh kam, bevor sie nämlich wieder zurück an der Fallstelle war, war er wohl auch völlig unnötig. Denn was Cyra mir erklärte, ist ja eigentlich ganz klar und sollte nur unbedingt von mir öfter beachtet werden: Mit Rückenwind muss der Hund über die Fallstelle hinaus schießen, um sich dort den Wind zu holen; man konnte sehr schön sehen, wie Jamie, kaum dass sie über die Dummies hinaus war, plötzlich durch den von hinten kommenden Wind den Duft der Dummies in die Nase geweht bekam und umdrehte. Dazu hätte es meines Suchenpfiffs nicht bedurft… Im Gegenteil, wenn man will, dass der Hund selbständig arbeitet und nicht zum Befehlsempfänger wird, sollte es da gar keinen Suchenpfiff geben. Schließlich gab es ja den Wind… und mit dem bekamen alle Hunde die Dummies in die Nase.

Ich werde an mir arbeiten, damit die Sache mit dem Wind in Zukunft ein Automatismus wird – aber, verflixt, das ist alles gar nicht einfach. Würde ja aber auch keinen Spaß machen, wenn`s soooo simpel wäre :-)

Fixpunkt 3 schließlich lag in einem dicht bewachsenen Gebüsch vor einem Graben auf der Fixpunkt 2 gegenüber liegenden Seite der Wiese, vor dem großen Baum:

rtf_tag_2_fixpunkt_3

Schwierig war hier zum einen der Übergang vom hellen Sonnenlicht ins dunkle, schattige Gebüsch hinein; zum anderen der dahinter liegende Graben, der den ein oder anderen Hund, darunter auch Jamie, durchaus zog. Jamie ließ sich aber – wow! – zurück pfeifen und mit einem Suchenpfiff im eigentlichen Suchengebiet auf`s Dummy lenken. Ich glaube allerdings, das war zu mal mindestens 80% Glück…

Die Markierung (Fixpunkt 4) fiel auf der Wiese am Ausläufer eines Absatzes in der Wiese.

Der Aufbau und die Durchführung dieser Aufgabe nahmen fast den kompletten Vormittag in Anspruch. Zum Abschluß blieb dann gerade mal noch genug Zeit für eine Frei-Verloren-Suche in dem Waldgebiet. Zwei Dummies, für die sie geschickt wurde holte Jamie. Danach durfte sie sich ausruhen. Tapfer, die Maus.

Und am Nachmittag:

Nach dem Training gab es dann ein gemeinsames Mittagessen im Freilichtmuseum in Bad Sobernheim und anschließend eine Führung durch das Museum. Die Hunde durften mit. Und fielen am Ende eines anstrengenden Tags in komatösen Tiefschlaf. Jamie jedenfalls.

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Retrievertrainingsferien: Tag 1 oder “Markieren und Fixieren”

Montag, 13. April 2009 10:46

So, nach hinreichender Erholung über die Ostertage nun also zu den Berichten über unsere Trainingsferien in Abtweiler:

Am Montag – vor genau einer Woche – um 9.00 Uhr, nach 2,5 Stunden Fahrt, trafen wir am Wasserwerk in Abtweiler auf Norma, Cyra und sechs weitere Gespanne. Neben einer (natürlich, wie kann es anders sein) fiepsigen Toller-Dame und einem ebenso lautstark unruhigen Labrador-Rüden gab`s noch einen (derzeit noch) etwas ungebändigten Golden-Rüden aus Standardlinien, die alle drei gemeinsam in eine Gruppe gesteckt wurden, um für die ersten beiden Trainingstage mit Norma davon zu ziehen und mit ihr ein bißchen an der notwendigen inneren (und äußeren, sprich akustischen…) Ruhe zu feilen.

Wir anderen (die 5 Monate ältere Golden-Showdame Lisa – eine Rutledger`s Dame – und ihr Lisa-Frauchen, Linus – brauner Labrador-Rüde von 3 Jahren – und sein Linus-Herrchen und Cooper, eigentlich Vancouver vom Gerretsfeld, mit 9 Monaten der Jüngste im Bunde, und Cooper-Frauchen sowie Jamie und ich) trotteten Cyra hinterher den Abhang hinunter auf “ihre” Wiese.

Und dort gab es für uns Markierungen und Voran-Arbeit im wilden Wechsel. Naja, nicht wirklich wild, denn Cyra verfolgte schon ein Ziel und baute mit uns nacheinander vier Fixpunkte auf. Drei davon arbeiteten wir zuletzt in Kombination; der vierte diente zur Vorbereitung des zweiten Tages und wurde dementsprechend Dienstag erneut genutzt.

So sah die Wiese aufgabentechnisch unterteilt aus:

rtf_tag_1_aufgabe_komplett

Wir arbeiteten von P1 aus zunächst eine Markierung auf Fallstelle 2, die in einer Ecke zwischen hohem Bewuchs/Wald im Hintergrund und der Wiese lag – so sah`s dort aus:

rtf_tag_1_fixpunkt_2

Nach der Markierung gab es ein Half-Blind – im Rücken des Hundes vom Helfer ausgelegt – auf dieselbe Stelle. Jamie suchte hier etwas, da die Markierung etwas oberhalb des später ausgelegten Half-Blinds gefallen war, gebrauchte dann aber ihre Nase und fand das Dummy.

Anschließend gab es eine Markierung auf der Fallstelle 1, die sich am Ausläufer einer Kante/eines Absatzes in der Wiese befand, mitten auf dieser schönen Wiese:

rtf_tag_1_fixpunkt_1

Die Markierung war ein Problem für Jamie; sie brauchte zwei Anläufe. Tja, unser Markierproblem. Dazu später mehr… Tag 5 brachte erhellende Erkenntnisse zur Markier-Frage.

Nach der Markierung ließ Cyra je vier Dummies an Fallstelle 1 und 2 auslegen; jeder Hund arbeitete ein Voran zunächst auf Punkt 1, dann auf Punkt 2. Das Voran auf Punkt 12klappte bei Jamie hervorragend; für Punkt 1 musste ich nochmal losstiefeln und ihr das Dummy zeigen. Lag vielleicht auch daran, dass hier die Markierung nicht besonders gut gesessen hatte. So ganz ohne Baum oder Strauch als Fixpunkt ist für uns beide außerdem ziemlich ungewohnt. Könnte eventuell in Zukunft mal geübt werden…?

Zwischendurch durfte sich die Maus natürlich gebührend ausruhen – hier mal mit Fallstelle 2 im Hintergrund (da ist der Absatz in der Wiese auch besser zu sehen):

rtf_tag_1_fixpunkt_1-mit-jamie

Nach einer kurzen Pause ging`s weiter mit einer Markierung an Fallstelle 3, die am Waldrand lag. Die Dummies fielen leicht in den hohen Bewuchs hinein, so dass die Hunde sich nicht darauf beschränken durften vor dem Wald zu suchen sondern den kleinen Schritt hinein in den Bewuchs machen mussten. Das taten sie aber auch alle ganz brav.

rtf_tag_1_fixpunkt_3

Nachdem die ersten drei Fixpunkte aufgebaut worden waren, legte Cyra an allen drei Fallstellen je vier Dummies aus. Jeder Hund wurde zunächst auf Punkt 1, dann auf Punkt 3 und zuletzt auf den am Morgen zuerst erarbeiteten Punkt 2 vorangeschickt. Die Richtungen nahm Jamie alle wunderbar an; die Distanzen sind mitunter noch ein Problem. Dass wir das Voran über Distanzen von mehr als 30m jetzt durchaus weiter ausbauen bzw. überhaupt aufbauen können, habe ich auch Mittwoch noch einmal vernommen. Soll heißen längere Vorans (zunächst) ohne Verleitungen stehen demnächst auch mal auf der Trainings-Tagesordnung.

Außerdem können wir die kurzen Distanzen auch mal mit anderen Hunden als Verleitung üben, sprich das Schicken etwas dichter an ihnen vorbei. Damit haben Norma und Kumpeline Ruby uns beim Seminar in Berlin ja schon in Schwierigkeiten gebracht; auch an diesem Trainingstag war Cooper beim ersten Mal doch eine so große Verführung für die Maus, dass ich sie kurz an das eigentliche anstehende Voran erinnern musste…

Noch eines habe ich außerdem von diesem Trainingstag mitgenommen: Nur nicht zu schnell schicken. Viiiiiiiel Zeit lassen beim Einweisen; Arm stehen lassen, Blick nicht von der Fallstelle wenden sondern diese immer schön fixieren und dann nach geraumer Zeit (vorzugsweise wenn mein Himmelhund nach vorne sieht) erst schicken.

Den Abschluß dieses Trainingstages bildeten eine Reihe von Markierungen, die Cyra auf Fallstelle 4 warf. Letztlich war das für die Hunde ein kleines Suchengebiet im Wald, in das sie über einen zum Teil mit Dornen bewachsenes Gestrüpp und einen daran anschließenden Abhang hinunter gelangen mussten. Auf diese Weise trainierten wir gleich das Einweisen über Geländehindernisse; manch einer musste, damit der Hund die gerade Linie nahm, sehr dicht an das Hindernis hinangehen, weil der Hund sonst ränderte.

Da hinten ging`s runter; den Hund konnte man beim Arbeiten im Suchengebiet nicht sehen…:

rtf_tag_2_fixpunkt_1

Jamie nahm die gerade Linie bis zu einer gewissen Distanz recht gut an, aber das Voran über Geländeübergänge ist auch eine Sache, die demnächst mal trainiert werden könnte – aber es gibt soooo vieles, das man üben kann… wo fängt man da nur an?

Aber für diesen Tag war genug getan; ihren Erholungsschlaf am Nachmittag hatte sich die Maus redlich verdient.

Thema: Allgemein | Kommentare (2) | Autor: Jamie

Sleepy (Easter-) Sunday

Sonntag, 12. April 2009 14:40

marburg_1_120409Ostersonntag in Marburg. Draußen herrscht Feiertagsruhe, es sind über 20°C im Schatten auf der Terrasse und in der Sonne, tja, in der Sonne ist es definitiv zu warm für die Maus und mich.

Wir erholen uns weiterhin von den Strapazen der letzten Tage, vornehmlich in Haus und Garten.

Hier gönnen wir uns ein paar gemütliche Stunden – ich mit einem Buch, die Maus, indem sie dösend herumliegt, hin und wieder mal die ein oder andere Ecke des Gartens untersuchen geht, ein Stöckchen anknabbert, einem Rascheln folgt, dem Zwitschern der Vögel zuhört oder ganz allgemein einfach nur herumliegt und sich die Welt ansieht.

Sie scheint`s zufrieden zu sein. Und zwischendurch geht sie mal schauen, was man so machen kann. Ganz in aller Seelenruhe.

Nur keine Hektik.

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Vielleicht mal am Komposthaufen herumschnuppern?

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Aber, nein, warte mal, da hat`s doch geraschelt. Der Wind? Ein Blatt? Oder doch etwas anderes?

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Zwischendurch erleichtert man sich, in eleganter Hündinnenmanier:

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Und dann schauen wir uns noch mal das Efeu an der Garage genauer an:

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Natürlich gehen wir auch an so einem äußerst gemütlichen Ostersonntag spazieren. Und natürlich findet der kleine Glücksdrache auch bei diesem Wetter noch die letzten Rest-Pfützen und -Gräben und trägt ein bißchen was davon nach Hause:

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Na, ob Putzen da wirklich hilft, Spatz?

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So viel Anstrengung macht wieder müde… und deshalb trödeln wir jetzt noch ein wenig herum… die Maus schläft schon wieder. Denn, puh, es ist ganz schön warm gewesen auf unserem  Feld-und-Wiesen-Osterspaziergang 2009. Aber schön.

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Retrievertrainingsferien – Der Tag danach

Samstag, 11. April 2009 14:35

Also, nachdem wir uns gestern schon einmal ein bißchen erholt haben (die Erholung muss aber definitiv noch weitergehen!): Unsere Trainingsferien waren gaaaanz toll; so, so, so gerne würde ich noch einmal an einer Woche teilnehmen! Aber, uiuiui, jetzt sind wir ganz schön müde! Es ist allerdings eine schöne, zufriedene, glückliche Müdigkeit :-)

Kleines Fazit (Aufgabenbeschreibungen und Fotos für Details muss ich erst zusammensuchen): So eine ganze Woche ist hervorragend, um mal zwei (ganz tolle, übrigens!) Trainerinnen mit allen möglichen Fragen zur Dummyarbeit zu löchern. So habe ich wieder viel gelernt über die Sache mit dem Wind, Geländeschwierigkeiten, den Suchenpfiff, selbständige und unselbständige Hunde und ihr Training, den Nutzen von konzentrierter Geduld beim Schicken des Hundes, Sinn und Unsinn der Hand beim Schicken auf Markierungen (bei uns durchaus sinnig; dazu später mehr) und meinen eigenen kleinen Glücksdrachen und seinen Glücksdrachen-Charakter.

Außerdem konnte ich feststellen, wie weit wir seit unseren Dummy-Anfängen im letzten halben Jahr gekommen sind, und bin schon ein bißchen stolz auf mein Mäuschen: In der ganzen Woche kein einziger Ausbüchser mit Dummy. Steady war sie, selbst bei den Walk-Ups und beim Arbeiten aus der Line! Fuß lief sie gut, wenn auch nicht hervorragend. Für`s Sitzen am Fuß haben wir sogar ein Kompliment von Norma bekommen: Die Maus sitzt jetzt schon fast immer gerade, auf jeden Fall viel besser als noch vor drei Wochen. Die Abgabe war durchweg gut; sie hat das Dummy kein einziges Mal vor meine Füße fallen lassen und hält es im Gegenteil mit zunehmender Häufigkeit auch dann noch fest, wenn meine Hand am Dummy ist, bis ich eben das “Aus”-Kommando gebe.  Wenn ich daran jetzt etwas zu mäkeln suchen würde, würde ich sagen, sie könnte es noch besser anbieten statt hin und wieder mit Dummy im Fang neben mir stehen zu bleiben und in der Gegend herumzuschauen… Aber, herrje, wer will denn an so einer gelehrigen Prinzessin herummäkeln? Und beim Voran nimmt sie, unserem Trainingsstand entsprechend, die Richtungen schön an und ging in dieser Woche auch meistens recht gute Linien über Geländeunebenheiten.

Das Gesamturteil über Jamie: Nicht untalentiert (wenn man mal von der Markier-Katastrophe absieht…), aber eben eine kleine Showbombe, für die es mitunter wichtigere Dinge gibt als das Dummy da hinten :-)

Hier zum Beispiel mal beim Schnüffeln in “unserem” Hotelgarten:

jamie-in-den-trainingsferien

Für unser Training habe ich viele Tipps und neue Erkenntnisse mitgenommen. Für Jamie wird es also in nächster Zeit viele, viele (kleine und große) Suchen geben, so ich das mit den Suchen denn hinbekomme. Denn die Maus muss unbedingt, ganz dringend selbständiger werden. Mit einem selbständigen Hund, sagte Cyra, übt man weniger Suchen. Mit einem unselbständigen Hund übt man mehr Suchen.

Und mit einem so unselbständigen Hund wie meiner kleinen Maus übt man am besten gaaaaanz viel Suchen :-)

Zum Glück macht ihr das Suchen grundsätzlich ja Spaß, vor allem bei der kleinen Suche.

Außerdem braucht sie laut Norma ein ganz gezieltes Markiertraining. Ja, unser Markierproblem hatte ich ja schon mal erwähnt, oder? Hängt übrigens, wie ich in dieser Woche begriffen habe, auch mit ihrer Unselbständigkeit zusammen – die Maus rennt zur Fallstelle und erwartet dann, dass man ihr das Dummy zeigt statt die Nase einzusetzen… Oh je. Aber gar nicht dumm…

Bis Dienstag – huhu, Ruby! – legen wir aber jetzt erst einmal ein paar trainingsfreie Tage ein. Und erholen uns.

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Wir sind dann mal… zurück

Freitag, 10. April 2009 19:15

retrievertrainingsferien-im-profil… und ganz schön geschafft, weshalb es ausführliche Berichte zu den Trainingsferien später gibt. Nur so viel jetzt schon einmal: Wir hatten eine wunderbare Trainingswoche mit lustigen Trainingsgruppen, spannenden und zum Teil ganz schön schwierigen Aufgaben und herrlichem Wetter!

Mit zurück gebracht haben wir viele neue Erkenntnisse über die Dummyarbeit im Allgemeinen und unseren Trainingsstand im Besonderen – und von uns beiden, Jamie und mir, habe mal wieder ich am meisten zu lernen gehabt :-)

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Wir sind dann mal… unterwegs

Montag, 6. April 2009 6:00

Jetzt geht`s los! Wir fahren in die Trainingsferien mit Norma Zvolsky nach Abtweiler. Genau hier fahren wir hin:

Bis Freitag gibt es täglich vier Stunden Kleingruppentraining. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag werden wir außerdem gemeinsame Ausflüge unternehmen – ich bin schon gespannt, wo es hingehen wird. Übernachten werden wir auch sehr stilvoll. Und die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht gut aus :-)

“Jetzt aber schnell los, Maus.” Um 9.00 Uhr treffen wir uns…

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: Jamie

Norma-Seminar-Foto-Nachtrag

Sonntag, 5. April 2009 9:07

Wir haben noch ein paar Fotos vom Seminar mit Norma von Bettina, die das Seminar in Leipzig organisiert hatte, bekommen. Herzlichen Dank! Da wir die Erlaubnis bekommen haben, sie zu veröffentlichen, hier also noch ein kleiner Foto-Nachtrag – zugleich ein Vorgeschmack auf die kommende Woche

Gaaaaaaanz wichtig bei kleinen Showbomber-Glücksdrachen: Die Belohnung für`s schnelle nicht allzu langsame Zurückkommen – der Zauberball:

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Und dann gibt es noch drei Fotos zur letzten Aufgabe.

Zur Erinnerung erst einmal die Aufgabe, bei der auf zwei zuvor eingearbeiteten Fixpunkten jeweils links und rechts der Line zu Beginn der Aufgabe von jedem Hundeführer zwei Dummies ausgelegt wurden (eine ausführlichere Beschreibung der Aufgabe steht hier):

aufgabe_4_140309

Nach dem Auslegen der Dummies kehrten wir zu den Hunden, die in der Line gewartet hatten, zurück und machten erst einen 2er-Walk-Up mit Marks für jeden Hund.

Und so sah das aus, als wir die Dummies ablegten – jeder Hund schaut erst mal seinem Führer hinterher…

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Da Jamie sich nicht dazu überreden ließ, ihren Blick von mir abzuwenden, um beim Auslegen der Dummies in der Curtis-Ecke zuzuschauen, mussten wir erst einmal “meine” Dummies auslegen. Curtis hatte mit dem Zuschauen bei “Fremden” weniger Probleme:

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Nachdem Jamie sicher war, dass ich “unsere” Dummies losgeworden war, konnte sie auch in die Curtis-Ecke schauen:

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Tja, so war das. Bei unserem Seminar. In Kleinpösna bei Leizpig.

Und wie wird`s diese Woche, in den Trainingsferien? Wir sind gespannt! Berichte gibt es später…

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: Jamie