Samstag, 23. Mai 2009 19:25
Und zwar in Vehlefanz. Erfolgreich. Auf ihre Qualitäten als Teilnehmerin am nächsten Dummykurs der DRC Bezirksgruppe Berlin-Brandenburg hin.
Wir dürfen uns also jetzt für den nächsten Dummykurs anmelden, der am 05. Juli 2009 starten soll. Besondere Sorgen hatte ich mir ja vor dem heutigen Dummysichtungstest ohnehin nicht gemacht, denn 1. war ich mir ziemlich sicher, dass Jamie den Test schon irgendwie schaffen würde und 2. selbst wenn nicht - den Kurs beim DRC wollen wir zwar gerne machen, aber wir haben ja noch unser Training mit Marion und unsere Treffen mit Ruby, sind also gut ausgelastet.
Der schwierigste Teil des Test bestand darin, den Weg zum Testgelände zu finden; die Wegbeschreibung - “Von dort aus zum Trainingsgelände laufen.” - gab nicht allzu viel her. Gemeinsam mit Emma-Frauchen, Emma-Frauchen-Kindern und Emma begaben Jamie und ich uns auf eine 30minütige Odyssee an Unmengen von Anglern und potentiellen Badestellen am Wasser vorbei, bis wir die anderen endlich gefunden hatten.
Der Test selbst bestand aus einem Gruppen- und einem Einzelteil. In der Gruppe standen wir zunächst in einem großen Kreis, in den hinein es die vermutlich einfachste Markierung seit Jamies Welpentagen gab. Anschließend wurde, wiederum in den Kreis hinein, ein Dummy mit Geräusch ausgelegt. Das war sooooo simpel, dass ich kurz überlegte, ob Jamie mich für verrückt erklären würde, wenn ich sie darauf mit “Voran” einweisen würde. Aber gelernt ist gelernt. Und es war ja schließlich ausgelegt, nicht geworfen. Also habe ich sie voran geschickt. Und - gelernt ist gelernt - sie lief auch schön raus und brachte das Dummy zurück.
Dann mussten wir noch einmal an der Leine und einmal frei bei Fuß um die Gruppe herumlaufen.
Im Einzelteil mussten wir dann kurz noch einmal das “Frei bei Fuß” vorführen, außerdem wahlweise ein Sitz oder Platz aus der Bewegung und einmal Abrufen aus dem Freilauf heraus zeigen. Anschließend wurde es dann spannender, denn es gab zwei Markierungen, eine mit und eine ohne Schuß, beide in halbhohen Bewuchs hinein. Wie immer markierte Jamie eher mäßig, suchte sich dafür aber hervorragend an die Fallstelle heran. Bei der Markierung ohne Schuß lief sie zwei, drei Schritte seitlich am Dummy vorbei, fing auf der korrekten Höhe an zu suchen und driftete dann aber ziemlich weit in die Tiefe ab, bevor sie sich mit dem Wind zurück zum Dummy suchte. Bei der Markierung mit Schuß hielt sie den Fallbereich deutlich kleiner.
Die Sache mit der Nasenarbeit und dem Wind machte sie offensichtlich so gut, dass ihre bisher erworbenen Erfahrungen den testenden Profis auffiel, die sich prompt erkundigten, ob ich “schon etwas mit dem Hund gemacht” hätte; sie würde den Wind und ihre Nase so schön nutzen. Jaaaa, ihr Näschen hat die Maus beim Training mit Marion und bei diversen Seminaren und Trainingsferien verfeinern können. Und wird das hoffentlich auch weiterhin tun. Jedenfalls bin ich ganz froh, dass das etwas undifferenzierte Suchentraining, das ich mit Jamie betreibe, und unser bisheriges Training ihr anscheinend, wenn auch nicht gerade immer bewußt von mir gesteuert, Erfahrungen verschafft, die sie für die Arbeit braucht. Da können wir ja mit dem, war wir so tun, nicht ganz falsch liegen, was, Mäuschen?
Zum Abschluß bekam ich dann doch noch mal kurz einen Schreck, denn es kam noch ein Wasserapport, der - so hörte man in der wartenden Gruppe stehend - einen nicht ganz einfachen Wassereinstieg beinhaltete, bei dem auch geschaut werden sollte, wie die Hunde das Wasser so annahmen. Es verweigerten denn auch prompt zwei Hunde das Wasser und fielen an dieser Stelle durch. Jamie, die kleine Schnecke, nimmt ja auch nicht jeden Einstieg an; diesen fand sie aber offensichtlich ok. Jedenfalls suchte sie sich die einfachste Stelle zum Einsteigen und holte das Dummy brav aus dem Wasser, um es mir dann - ganz ohne Schütteln! - zu bringen.
Ach ja, eingesprungen ist sie auch nicht. Weder am Wasser noch bei der Markierung mit Schuß. Fein!
Nicht alle konnten heute bestehen. Neben den beiden Wasserverweigerern nahm Emma-Frauchen ihre kleine Emma schon vor dem Wasserapport aus dem Test, weil Emma leider eine Mittelohrentzündung hatte und nicht ins Wasser durfte. Ein Flat-Rüde war schußscheu und floh bei der Markierung mit Schuß vor Schütze und Markierung zu den Zuschauern. Und ein Labrador war eigentlich immer außer Kontrolle, wenn er abgeleint wurde - ich glaube nicht, dass der kleine Mann zwei Schritte am Stück frei bei Fuß ging. Nächstes Jahr dann - er braucht einfach noch ein bißchen Grundausbildung und Reifezeit.
Allen, die bestanden haben, auch in der Vormittags-Gruppe vor uns, herzlichen Glückwunsch! Und vielleicht sehen wir uns - demnächst beim Dummykurs!