Beiträge vom Juni, 2009

1mal Training 2geteilt

Dienstag, 30. Juni 2009 21:23

Unsere heutige Jamie, Ruby & das Dummy-Dienstags-Trainingsgruppe haben wir zweigeteilt in einen Land- und einen Wasserteil. Naja, vielleicht eher einen Am-Wasser-Teil. Bei dem schwül-heißen Wetter, das zur Zeit in Berlin herrscht, ist Wasser für die Hunde jedenfalls keine schlechte Idee…

Trotzdem gab es zunächst ein ganz klein bißchen Training ohne Wasser. Mit Jamie habe ich erneut das Überlaufen alter Fallstellen geübt; wir haben uns dabei am erfolgreichen Aufgabenaufbau von letztem Monat orientiert und zunächst entlang einer gedachten Linie Dummies an zwei Fixpunkten ausgelegt, zwei am hinteren Fixpunkt, einen am vorderen Fixpunkt. Jamie machte ihre Sache wirklich gut - abgesehen vom etwas konzentrationsmindernd wirkenden Wetter - und überlief, nachdem sie das am vorderen Fixpunkt liegende Dummy gebracht hatte, diesen Punkt problemlos, um Dummy Nr. 1 vom hinteren Fixpunkt zu apportieren. Da das so gut geklappt hatte und wir Dummy Nr. 2 am hinteren Fixpunkt nicht für ein weiteres Voran brauchten, schickte ich sie auf dieses letzte Dummy “Back” - auch das klappte gut und auf Anhieb. Entfernung Hund-Hundeführer: 4-5 Schritte.

In einem zweiten Durchgang arbeiteten wir eine Doppelmarkierung an den beiden Fixpunkten: Erste Markierung fiel hinten, zweite vorne. Jamie wurde erst nach dem Fall der zweiten Markierung geschickt und arbeitete auch diese Aufgabe vorzüglich.

Der Versuch, eine ähnliche Doppelmarkierung in einer Linie an anderer Stelle zu arbeiten (also ohne vorherige Einarbeitung der Punkte) war dagegen zum Scheitern verurteilt: Obwohl wir die zweite Markierung vorne warfen, arbeitete Jamie bei beiden Versuchen die hintere (zuerst geworfene) Markierung  unerwarteterweise zuerst. Mhm. Sie ist eben ein ganz besonderes Hundchen, die Maus… :-)

Natürlich lag`s letztlich am Aufbau; hinterher wurde mir klar, dass der nächste logische Schritt eigentlich auch sein sollte, zwei Einzelmarkierungen - die erste vorne, die zweite hinten - zu arbeiten.  Keine Doppelmarkierung. Und so werden wir das nächste Mal auch arbeiten, Mäuschen. Sorry. Da war ich wohl mal wieder zu schnell und unbedacht…

Ans Wasser ging es im Anschluss an das Land-Training für Standruhe-Training. Mal wieder mit Dummy an der Schleppleine. Diesmal allerdings mit zwei Hunden nebeneinander. Erhöhte Schwierigkeitsstufe! Wir haben hier noch einiges an Arbeit vor uns ;-)

Und die Maus durfte am Ende einen Wasserapport arbeiten - und dann mit Ruby und der Besuchs-Lotte am Wasser toben. Hach ja. Schöööööön.

Thema: Dummytraining | Kommentare (1) | Autor: Jamie

Happy-Birthday-Surprise-Vorbereitungen

Montag, 29. Juni 2009 7:44

Jetzt ist es gar nicht mehr lange hin, gerade mal noch eine Woche und ein Tag, bis zum 2. Prinzessinnen-Geburtstag. Damit der große Tag auch gebührend begangen und gefeiert wird, ist eine kleine große Geburtstagsüberraschungstorte - oder auch -kuchen - geplant.

Tipps für leckere Hundekuchenrezepte im Netz oder auch pfiffige Eigenkreationen sind herzlich willkommen…

Aber, psst, die Maus weiß noch nichts von ihrem Glück.

Thema: Allgemein | Kommentare (1) | Autor: Jamie

The Big, Bad Evil (”Frauchen”)

Sonntag, 28. Juni 2009 11:20

Frauchen war heute böse. So richtig, richtig bööööse. Frauchen hat nämlich das arme Hundchen nicht ins Wasser gelassen, oh je.

Naja, oder doch, schon, aber es hat ganz schön lange gedauert, bis es so weit war… :-)

Wir haben heute nämlich unsere Wasser-Standruhe-Baustelle in Angriff genommen und vor unserer Sonntag-Morgen-Hüttenweg-Runde im Grunewald einen klitzekleinen Boxenstopp am Wasser eingelegt.

Und so sah das aus: In der rechten Ecke ein kleiner, tapfer kämpfender Glücksdrache, Kampfgewicht: 30kg, außerhalb des Rings als Dummy-Rettungsschwimmerin tätig (und das ist nicht nur ein Job, es ist ihre Berufung!), zielstrebig, willensstark und immer bereit, arme, dahintreibende Dummies aus dem Wasser zu retten. In der linken Ecke Frauchen, im Ring besser bekannt unter ihrem Kampfnamen “The Big, Bad Evil“, Kampfgewicht: äh, nein, darüber wird in der Öffentlichkeit nicht geredet. Es mag genügen zu sagen, dass Frauchen dem kleinen Glücksdrachen an Gewicht überlegen ist und an Willensstärke und Zielstrebigkeit zumindest annähernd gleichkommt.

Es war kein fairer Kampf, nein. Denn “The Big, Bad Evil” vefügte über zwei entscheidende Vorteile: Eine lange Leine, an der die Dummies schwammen, und eine kurze Leine, an der der kleine, tapfer kämpfende Glücksdrache saß. Und wie das so ist, man kennt das ja aus diversen Werken der Literatur, war Das Böse eiskalt, wenn es um die Nutzung unfair erlangter Vorteile ging.

Ach nein, sooo schlimm war`s gar nicht, selbst für den Verlierer, den kleinen Glücksdrachen. Tatsächlich war der Kampf ausgesprochen kurz und schmerzlos. Es gab eine ganze Menge leckerer Möhren-Maiskeim-Plätzchen aus dem Hauptstadthund zur Belohnung für braves Sitzen und für`s Fußlaufen und der kleine Glücksdrache lernte, dass Dummies weder hilflos untergehen, wenn sie nicht sofort  aus dem Wasser gerettet werden, noch auf den kleinen Glücksdrachen zur Rettung angewiesen sind (zumindest wenn sie an einer langen Leine befestigt sind, deren anderes Ende Frauchen hält…).

So recht wohl fühlte sich die Maus bei dieser Erkenntnis allerdings (noch) nicht. Daran arbeiten wir noch… 8-)

Thema: Dummytraining | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Die Schweineohr-Entenschwingen-Dummy-Apportiererin

Samstag, 27. Juni 2009 17:05

Die DRC Bezirksgruppe Berlin-Brandenburg hat heute seit vielen Jahren erstmals wieder einen Dummy-WorkFunshop organisiert für “Menschen, die mir ihren Hunden Spaß an gemeinsamer Arbeit haben, auch mal ganz ohne Prüfungsdruck und Ehrgeiz”. Und obwohl heute ja auch der Thüringer Workingtest stattfindet, gab es gar keine Probleme die Höchstzahl von 35 zugelassenen Teilnehmern zu erreichen.

Vier “Richter” hatten sich zur Verfügung gestellt und sich Aufgaben für die Hunde ausgedacht. Die Stimmung war schön locker und wichtiger als das Dummy wieder in Händen zu halten war, dass Hund und Hundeführer an der Sache Spaß hatten. Sehr schön!

Jamie fand das Wasser toll, aber definitiv am besten gefiel ihr die Frei-Verloren-Suche, bei der außer dem üblichen grünen Standarddummy auch ein Dummy mit einer (echten) Entenschwinge, ein Felldummy (ich glaube, es war Kaninchen?) und ein Dummy mit Schweineohr (!) ausgelegt waren.

Das Schweineohr-Dummy fand sie als erstes :-D

Soooo lieb fand ich, dass sie, anstatt das Schweinohr zu knabbern, das Dummy mitsamt Schweineohr auf direktem Weg und sofort zu mir brachte. Etwas ungläubig schaute sie dann allerdings, als ich sie noch einmal in die Suche schickte. Wahrscheinlich dachte sie, sie hätte das Schweineohr eben doch lieber behalten sollen…

In der Suche hatten sie dann plötzlich ein ziemliches Tempo drauf :-) und rannte aufgeregt noch ein paar Mal zu der Stelle, an der sie das Schweineohr-Dummy gefunden hatte. Da war aber nichts nachgewachsen… weshalb sie dann doch noch das Entenschwingen-Dummy apportierte. Ihr erster (Fast-)Wildapport. Sie sah süüüüß aus, als sie so vor dem ungewohnten Federzeugs stand und überlegte, wie man`s wohl am besten anpackt…

Zur Belohnung gab es bei dieser Aufgabe nach zwei Apporten für jeden Hund ein Schweineohr. Und Jamie genoss ihres sehr.

Wie wir zwei überhaupt den Dummy-Funshop sehr genossen haben. Hoffentlich gibt`s ihn mal wieder!

Thema: Spiel & Spaß | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Der Hauptstadthund

Freitag, 26. Juni 2009 19:10

Unser heutiger Nachmittagsspaziergang hat uns zum ersten Mal zum Haupstadthund geführt. Schon seit einer ganzen Weile schaue ich immer mal auf der Homepage vorbei und bewundere die schicken Auslagen und die schönen Kalenderfotos und nehme mir einen Besuch vor, aber irgendwie hat`s bis heute nie so recht klappen wollen.

Der Haupstadthund ist ein richtig schicker, kleiner Laden mit - basierend auf einmaliger Shopping-Erfahrung - ausgesprochen freundlicher Bedienung. Allerdings werden wir den dort angebotenen “exklusiven Hundebedarf” wohl nicht soooo häufig benötigen. Aber so hin und wieder ein kleiner Shopping-Ausflug… :-)

Die Maus durfte gleich vor Ort die Wildfleisch-Belohnungshappen probieren (schmecken und wurden auch gleich gekauft) und ist mit den ebenfalls gekauften Möhren-Maiskeim-Plätzchen und den Jeffo`s Gemüse-Häschen-Plätzchen sehr zufrieden. Und das neue Zahnpflegespielzeug hat sie gleich nach Hause getragen. Naja, streckenweise.

Thema: Ausstattung | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Einweisen ins Suchengebiet

Mittwoch, 24. Juni 2009 20:55

Heute haben wir uns zum Training mit Yoyo und Yoyo-Frauchen getroffen. Die beiden haben wir beim Norma-Seminar in Berlin kennengelernt und schon damals verabredet, dass wir mal zusammen trainieren wollen.

Heute also: Einweisen ins Suchengebiet.

Dazu haben wir uns auf einem wild bewachsenen Gelände eine größere “Insel” aus hohem Bewuchs ausgesucht und darin 12 Dummies ausgelegt, während die Hunde zusehen durften. Jeder Hund wurde zunächst einmal vor dem Suchengebiet stehend direkt zur Suche hinein geschickt.

Danach entfernten wir uns Stück für Stück weiter vom Suchengebiet und schickten die Hunde voran ins Suchengebiet hinein. Beim Suchengebiet angekommen gab es den verbalen Suchbefehl. Ein Voran auf ein ausgelegtes Dummy im ca. 90° Winkel zum Suchengebiet gab es, quasi als Verleitung, auch noch. Und während Yoyo und sein Frauchen zuletzt sehr weit vom Suchengebiet aus hinein schickten, passten wir die Aufgabe für Jamie an und ich schickte sie auf kurze Distanz, dafür von einem anderen Winkel aus voran in die Suche.

Zum Abschluss des Trainingstreffs gab es dann noch eine Übung zum Überlaufen alter Fallstellen: Wir standen erneut direkt vor dem Suchengebiet, aber diesmal lagen darin keine Dummies. Statt dessen warf der jeweils andere eine Markierung in den flacheren Bewuchs auf der anderen Seite des Suchengebiets. Die Hunde mussten also, um die Markierung zu holen, durch das Suchengebiet hindurch. Beide haben das fantastisch gemacht - und angesichts unserer Markierschwierigkeiten war es einfach schön zu sehen, wie punktgenau Jamie die für sie geworfene Markierung arbeitete.

Da es so gut geklappt hatte, beließen wir es bei der einen Markierung für sie.

Kleine Glücksdrachen soll man nicht überfordern, sondern aufhören, wenn es am besten klappt. Und es hat wirklich gut geklappt.

Es hat viel Spaß gemacht heute mit dem supernetten Yoyo-Frauchen und dem nicht minder netten und soooo begabten Yoyo. Wir freuen uns auf unser nächstes Treffen mit den beiden!

Thema: Dummytraining | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Leistungsheft? Leistungsheft!

Dienstag, 23. Juni 2009 18:00

Nachdem wir nun also tatsächlich angefangen haben, unsere Fortschritte im Dummytraining auch auf Workingtests zu überprüfen, wird es mit dem Platz für Eintragungen in der Ahnentafel wohl langsam eng werden. Ein paar wenige Zeilen sind zwar noch übrig, aber ich habe trotzdem heute ein Leistungsheft beim DRC beantragt. Dazu müssen die originale Ahnentafel und 5,- Euro (für die Rücksendung per Einschreiben) an die DRC Geschäftsstelle geschickt werden. Habe ich soeben auf unserem abendlichen Spaziergang getan, per Einschreiben, natürlich. Zwei Wochen soll die Bearbeitungszeit derzeit dauern.

Na, den nächsten Workingtest-Start haben wir sowieso frühestens für August - so uns das Meldeglück hold ist - vorgesehen. Wir haben ja von unserem ersten Start genug Anregungen für Trainingssessions mitgebracht. Darunter sollten ein paar am Wasser sein… Die Maus wird`s freuen :-)

Ach je. Irgendwie wird mir erst damit so richtig bewußt, dass wir`s tatsächlich geschafft haben: Wir haben unser großes Ziel, bei Workingtests starten zu dürfen, erreicht! Das war ja zu Beginn unserer Dummykarriere so der große, scheinbar weit, weit in der Zukunft schwebende Traum.

Und die kleine Showbombe, noch nicht einmal zwei Jahr alt (Waaahnsinn!!!),  hat`s nun also möglich gemacht.

Spatz, Du weißt gar nicht, wie stolz ich auf Dich bin!

Thema: Ausstattung | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Die Ausnahmsweise-Montags-Trainingsgruppe

Montag, 22. Juni 2009 20:05

Weil Ruby`s Rudel am Dienstag, unserem eigentlichen Trainingstrefftag, nicht kann, haben wir uns ausnahmsweise schon heute zum Training getroffen. Und weil wir ja ein anstregendes Dummywochenende hinter uns haben, gab es für die Prinzessin heute einen Trainingstreff extra mit überwiegend Aufgaben mit besonders hohem Spaß-Faktor für die Maus:  Einzelmarkierungen und kleine Suche. Ein bißchen Erholung muss sein.

Es gab drei Einzelmarkierungen, eine - eher unbeabsichtigt - auf der von uns aus gesehen rechten Seite von unserem hochgeschätzten Helfer, dem Ruby-Herrchen, und zwei auf seiner linken Seite. Alle Markierungen fielen in ziemlich hohen Bewuchs. Wir arbeiteten überhaupt auf einer sehr, sehr hoch bewachsenen Wiese. Die Markierungen waren also gar nicht so einfach. Die erste arbeitete Jamie sehr schön, hielt sich beim Suchen schön im Bereich der Fallstelle und fand dann auch sehr schnell. Bei der zweiten hatte sie mehr Probleme und wir mussten die Markierung beim ersten Mal mit einem zweiten Dummy von kürzerer Distanz aus wiederholen, bevor sie fündig wurde. Danach gab es zur Festigung dieses Ergebnisses noch eine zweite Markierung an genau die gleiche Stelle. Und die klappte diesmal so gut, dass wir es dann mit den Markierungen sein ließen. Besser ging`s halt nimmer.

Anschließend noch eine kleine Suche mit unseren sechs kleinen Suchendummies. Kleinflächige Suchen machen Jamie ja immer Spaß - so auch diese. Schnüffel, schnüffel, schnüffel. Sechs Dummies fand und brachte sie.

Und zum Abschluss dann doch noch mal eine Aufgabe mit eher wenig Spaß - ein zweier Walk-Up mit dem Ruby-Gespann, bei dem hauptsächlich die Hundeführer die Markierungen holten. Für die Hunde also vor allem Fußarbeit und Standruhe-Training. Sorry, Maus, aber das musste noch sein.

Und zum Abschluss eine Tobe-Runde mit Ruby. Hach ja. Schön. Oder, Mäuschen?

Thema: Dummytraining | Kommentare (0) | Autor: Jamie

WT “Nordlichter Workingtest” - n.B.

Sonntag, 21. Juni 2009 11:43

Wir sind zurück von unserem ersten Workingtest-Start - und immer noch ganz schön geschafft. Bei insgesamt fünf Aufgaben in der Anfängerklasse haben wir uns zwei Nullrunden eingefangen. Zwei Aufgaben waren Wasseraufgaben. Zufälligerweise ( ;-) ) waren die beiden Wasseraufgaben auch gleichzeitig unsere beiden Nuller - die Maus konnte beim Anblick von Wasser die richterliche Freigabe einfach nicht erwarten…

Bestehen konnten wir den Workingtest somit nicht, aber wir haben wertvolle Erfahrungen sammeln können. Und mit 17 und 19 Punkte bei den beiden letzten Aufgaben gab es auch noch einen richtig schönen Abschluss für uns.

Nach der Anmeldung um 12.00 Uhr auf Gut Ludwigsburg erfolgte um 13.15 Uhr die Einteilung in Gruppen; dann ging es zu den Aufgaben. Jamie und ich waren mit der Startnunmer 20 in Gruppe 2 eingeteilt und begannen mit der Aufgabe 2, uh, ah. Dass es sich dabei um eine Wasseraufgabe handelte, konnte man von unserer Warteposition auf dem Weg hinter einer Hecke zwar nicht sehen, musste man mir aber auch nicht sagen. Wer aus irgendeinem Grund mal herausfinden möchte, ob eine Aufgabe bei einem Workingtest eine Wasseraufgabe ist, ohne dass er sich die Aufgabe selbst ansieht, der stelle einfach nur meinen Hund in der Nähe ab… Jamie, die bei Sammeln auf dem Gutshof trotz der vielen Menschen und Hunde und der Atmosphäre ringsum noch völlig entspannt gewesen war, bekam den Duft von Wasser in die Nase und war plötzlich eine Furie an der Leine - sie kämpfte um ihr Recht, als allererste ein Dummy aus dem Wasser holen zu dürfen…

Von den zehn Gespannen in unserer Gruppe waren allerdings leider neun vor uns dran; die Aufgabe bot zudem nicht einen, nein, sie bot zwei Schüsse. Und von unserem Wartepunkt aus hatten wir  auch noch einen hervorragenden, ungehinderten Blick auf die Aufgabe 3, bei der zwei Einzelmarkierungen mit Schuss flogen. Wenn Jamie nicht in Richtung Wasseraufgabe drängte, war sie sprungbereit, um die Markierungen von Aufgabe 3 jetzt schon mal zu arbeiten…

Alles Fußlaufen-Hund-Auf-Mich-Konzentrieren fruchtete wenig. Als wir endlich dran waren, stand die Prinzessin so unter Dampf, dass man befürchten musste, sie würde explodieren, wenn sie`s nicht gleich rauslassen dürfte.

So sah sie aus, die erste von uns zu bewältigende Aufgabe 2:

nordlichter-aufgabe-21

Man stand auf einer Wiese, die auf einer Seite von einer Hecke begrenzt wurde. Hinter sich hatte man einen Zaun, vor sich das Wasser. Rund um das Wasser wuchs Schilf; es gab nur einen einzigen Einstieg - und der war nicht einfach, einer von der steilen Sorte. (Oh je. Einspringen und dann das Wasser nicht annehmen? Ich sah`s schon vor mir.) Es fiel ein Schuß und dann flog ein Dummy ins Wasser. Nach Freigabe durch den Richter durfte der Hundeführer den Hund ins Wasser schicken (”Hörst Du auch gut zu, Maus?”). Hatte der Hund das Dummy und befand sich auf dem Rückweg - aber noch im Wasser - fiel ein zweiter Schuß und ein Dummy auf die Wiese ein gutes Stück vor das Schilf, Fallstelle nicht sichtig.

Tja, unsere erste offizielle Handlung nach der Anmeldung war also bei dieser Aufgabe sicherzustellen, dass wir den Workingtest nicht würden bestehen können: Der Schuß fiel, das Dummy flog, es machte Platsch, Jamie wartete kurz, aber als dann keine Freigabe kam, entschied sie, dass das jetzt aber lange genug war und sprintete los  :evil: . Naja. Keine Überraschung. Der steile Einstieg schreckte sie dann aber doch. Fiepend stand sie vor dem heiß ersehnten Wasserapport. Und kam zurück zu mir gerannt.

“Nein”, sagte ich, “Du hast entschieden, dass Du`s allein machst, also mach` es jetzt auch.”

“Na gut”, sagte die Maus. “Wenn Du mir nicht helfen willst, mach` ich`s eben ohne Dich.” Sprach`s und kroch regelrecht auf allen vieren den steilen Abhang hinunter ins Wasser hinein.  Dann war sie drin, holte sich das Dummy, markierte auf dem Rückweg noch rasch Dummy Nr. 2, brachte mir ohne Schütteln Dummy Nr. 1, konzentrierte sich hervorragend Richtung Dummy Nr. 2, lief auf Kommando los, suchte, fand brachte…

“Ein toller Hund”, sagte der Richter, als ich - anders als wohl manch anderer Hundeführer bei dieser Aufgabe - Dummy Nr. 2 in Händen hielt. “Schade.” Ja, so ist das.

Ich fand`s aber ok; dass wir an diesem Punkt - Standruhe am Wasser - noch arbeiten müssen, ist ja bekannt.

Richtig, richtig peinlich, zum in den Boden versinken peinlich, fand ich unseren Auftritt bei der nächsten Aufgabe.

Aufgabe 3 bestand aus zwei Einzelmarkierungen auf einer Wiese: Schuß, Dummy fliegt, Hund wird geschickt. Und dann noch einmal, nur an anderer Stelle:

nordlichter-aufgabe-3

Das Gelände war nicht unbedingt einfach, aber auch nicht so schwer, dass die Markierungen für die Anfängerklasse zu schwer gewesen wären. Jamie markierte das erste Dummy ganz hervorragend.

“Sie lief ganz gerade zu Dummy”, sagte der dänische Richter hinterher in seinem sehr dänischen Deutsch leicht verzweifelt. “Aber ich denke, was passiert dann?”

Ja, was passierte dann? Jamie, die also punktgenau markiert hatte, schnappte sich das Dummy, aber anstatt es wie üblich mir zu bringen, rannte sie damit zum Helfer. Ok, dachte ich, sie macht einen Bogen. Passiert ja mal. Sie kommt bestimmt gleich. Aber nein, die Maus legte das Dummy ab (!) und jagte ohne Dummy weiter über die Wiese. Nachdem sie eine Weile wild umher “gehuntet” hatte, fiel ihr ein, dass dies eine günstige Gelegenheit sein dürfte, um einem dringenden Ruf der Natur nachzukommen. Naja, was drückt, das drückt, und was kann die Maus schon dafür, dass es eben nicht bei unseren Lösespaziergängen vor der Prüfung gedrückt hatte, sondern eben gerade jetzt? Gar nichts. Mein Fehler, dass ich ihr nicht vor der Aufgabe noch einmal die Gelegenheit gegeben hatte. Tja, nachdem sie sich direkt vor dem Helfer - tut mir leid, junger Mann - erleichtert hatte, tobte sie sich noch ein bißchen auf der wilden Jagd nach weiteren Fallstellen über die Wiese aus, bevor sie über das von ihr selbst zuvor abgelegte Dummy stolperte und es mir dann doch noch brachte. Mit ein bißchen Druck meinerseits. Markierung Nr. 2 lief dann besser, aber, naja, so richtig direkt war auch dieser “direkte Rückweg” mit Dummy nicht…

“Hund hat Spaß”, sagte der dänische Richter noch. Mit fünf (Gnaden-)Punkten waren wir bei dieser Aufgabe noch sehr gut bedient; ich persönlich hätte mich angesichts dieser - im wahrsten Sinne des Wortes - Sch…-Team-Leistung auch über eine weitere Nullrunde nicht beschwert.

Auf zur nächsten Aufgabe, der offiziellen Aufgabe 4, unserer dritten Aufgabe. Mal wieder Wasser…:

nordlichter-aufgabe-4

Startpunkt war an Position P1. Dort stehend blickte man auf hangabwärts auf einen Teich, in den nach einem Geräusch aus einem Entenlocker ein Dummy fiel, das der Hund nach Freigabe arbeiten durfte. Auch hier müssen Jamie und ich uns noch über die genaue Bedeutung des Wortes “Freigabe” unterhalten… Ansonsten machte sie ihre Sache gut. Auch das anschließende Frei-bei-Fuß den Hang hinauf zu Position P2, von wo aus man eine beschossene Markierung in sicherlich gut 50m Entfernung auf die andere Seite eines Zaunes beobachten konnte, war ok. Die Markierung arbeitete Jamie, diesmal tatsächlich nach erfolgter Freigabe (es war ja aber auch kein Wasser mehr im Spiel) sehr schön und schnell und lernte dann auch noch, um es mit der Richterin Anja Helber zu sagen, dass man auch durch einen Zaun zurückkommen kann. Der Zaun bot für die Hunde übrigens genug Platz, um zwischen dem unteren Stück Draht und dem mittleren Stück Draht hindurchzuschlüpfen; Sprünge waren nicht gefordert.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Dame dann auch genug Dampf abgelassen und konnte zwischen den Aufgaben auch mal entspannen, was sowohl ihr als auch mir ganz gut tat.

Die nächste Aufgabe, offizielle Aufgabe 5, war interessant weil nicht unbedingt alltäglich: Nel Barendregt, die niederländische Richterin, hatte eine Vielzahl von Dummies in einen schmalen, sehr hoch und dicht bewachsenen Streifen wilder Wiese entlang eines Weges auslegen lassen. “Wir hatten dort drüben” erklärte sie vor der Aufgabe und zeigte hinter sich auf die Felder “gerade eben eine Fasanenjagd. Einige angeschossene Fasane habe sich nun hierher in diesen Wiesenstreifen geflüchtet. Und Ihr müsst sie finden.” Soweit die jagdnahe Theorie hinter der Aufgabe.

Der Bewuchs war so hoch und dicht, dass man selbst direkt daneben stehend kein Dummy sehen konnte. Der Wiesenstreifen wurde auf der einen Seite durch den Weg, auf der anderen durch einen Zaun begrenzt. Was Nel nun sehen wollte, war Teamwork, so ihre Worte. Sie wollte, dass der Hund kleinteilig, Stück für Stück und sehr genau den Wiesenstreifen langsam durchsuchte und dabei möglichst kein Dummy überlief. Er sollte dabei mit seinem Führer in Kontakt bleiben; auf das Zusammenspiel kam es ihr an. Man durfte dementsprechend als Führer alles sagen, tun und machen, was man für richtig hielt, insbesondere wollte sie wohl sehen, dass man sich mit dem Hund gemeinsam langsam auf dem Weg entlang bewegte. Negativ bewertete Nel wohl insbesondere, wenn Hunde statt der konzentrieren kleinflächigen Suche mit Power durch das Suchengebiet preschten und dabei ihren Hundeführer hinter sich ließen, auch wenn sie damit Dummies fanden und brachten.

Ich schickte Jamie mit dem üblichen “Such” in das Gebiet hinein. Und während die großflächige Frei-Verloren-Suche ja etwas ist, das wir ganz besonders langsam aufbauen mussten, weil Jamie das selbständige großflächige Suchen erst lernen, und ja, auch weiterhin noch lernen muss, machen ihr kleinflächige Suchen ja viel Spaß. Der Richterin gefiel wohl, wenn ich sie richtig verstanden habe, der ruhige, konzentrierte und genaue Suchenstil, den die Maus an den Tag legte. Und, ja, die Prinzessin grub Dummies noch aus den Untiefen der Wiese aus und zerrte und zog mächtig, bis die Dinger endlich aus ihren Löchern kamen. Sie hatte sichtlich Spaß an der Sache. 17 Punkte gab es dafür.

Der Höhepunkt unseres Tages kam zum Schluß. Für uns stand zuletzt noch die zu Beginn ausgelassene Aufgabe 1 an, eine Doppelmarkierung:

nordlichter-aufgabe-11

Die Aufgabe beim dänischen Richter Johnny Henriksen fand in einem mit kurzgemähtem Rasen bedeckten Parkgelände statt und begann bei Position P1 mit einem Frei-bei-Fuß bis zur Position P2. Dort angekommen fiel zunächst Schuß 1 und ein Dummy 1 hinter einen Baum in den Bewuchs rund um den Baum. Gleich darauf wurde erneut geschossen und Dummy Nr. 2 fiel in einen Baumkreis hinein. Die Entfernungen waren nicht kurz, aber auch nicht so weit wie bei Aufgabe 4. Die Schwierigkeit beider Markierungen bestand in der Flugbahn. Die war nämlich kaum zu sehen. Ich selbst habe Dummy Nr. 1 überhaupt nicht fliegen sehen; für mich war das grüne Dummy vor dem dunklen Hintergrund der Bäume nicht zu erkennen. Dummy Nr. 2 flog zwischen den Bäumen hervor und seine Flugbahn war nur ganz kurz zu sehen, bevor es auf dem Boden aufschlug. Wie schwierig gerade diese zweite Markierung war, war an den Hunden zu sehen, die sie eben schlichtweg nicht markierten.

Die Reihenfolge, in der die Markierungen nach Freigabe durch den Richter (bei Landaufgaben ja für uns bisher kein Problem) gearbeitet wurden, war jedem selbst überlassen. Man musste die geplante Reihenfolge auch nicht ansagen. Und so überließ ich es Jamie, welches Dummy sie zuerst holen wollte, und schickte mit einem einfachen “Apport” ohne Richtungsangabe. Sie entschied sich für Dummy Nr. 2, donnerte voller Elan los, dass die Dreckklumpen flogen (sie sieht dabei soooo süß aus; sogar die Helferin musste kurz kichern), machte eine kurzen Bogen um die Baumgruppe herum am Helfer vorbei und fand und brachte das Dummy schnell. Sogar der Rückweg, der ja in der Regel eher gemächlich vonstatten geht, wurde im Galopp zurückgelegt :-)

Als sie zurückkam, hatte ich mich schon in Richtung der zweiten Markierung aufgestellt, und die Maus parkte auch sehr schön ins Fuß neben mir ein. Dummy abnehmen, Hand noch vorne nehmen, konzentrieren und schicken  war alles eins. Und dann rannte sie los und schnappte sich auf geradem Weg das Dummy, brachte es zurück und… “Nice job”, sagte der dänische Richter. 19 Punkte gab das. Und eine sehr, sehr stolze Hundeführerin.

Punkte: 19 - 0 - 5 - 0 - 17

Ergebnis: n.B.

Fazit: Wir haben einen schönen Tag gehabt, bei dem wir einige Erfahrungen sammeln konnten und mit dessen Ergebnis wir wirklich zufrieden sein können. Beide müssen wir noch besser lernen, mit den verschiedenen Aufgaben und Situationen und der Atmosphäre auf so einem Workingtest umzugehen, damit wir auch dort als Team noch besser funktionieren. In diesem Jahr möchte ich also gerne zwecks weiteren Erfahrungs-Sammelns an noch zwei, drei weiteren Workingtests teilnehmen.

Und für das nächste Jahr streben wir dann das Bestehen unseren ersten Anfängerworkingtests an.

Thema: Dummytraining, Wir sind dann mal weg | Kommentare (5) | Autor: Jamie

Jamie, wir fahren nach Waabs

Freitag, 19. Juni 2009 15:34

Hoffentlich gibt`s keinen Stau, keine Umleitungen, keine Schlechtwetterfront und auch sonst nichts, das uns auf dem gar nicht so kurzen Weg nach Waabs aufhalten kann. Wie auch immer, wir versuchen jetzt unser Glück und düsen gen Hamburg los. Hier geht`s hin:

Der Nordlichter Workingtest findet dort oben hoch im Norden auf Gut Ludwigsburg statt. So hochherrschaftlich werden wir natürlich nicht übernachten, aber ein nettes, kleines Zimmer in einem netten, kleinen Hotel haben wir reserviert.

Und jetzt aber los, Schnecke, wir müssen die Hufe Pfoten schwingen.

Thema: Wir sind dann mal weg | Kommentare (0) | Autor: Jamie