Dienstag, 11. August 2009 21:45
Nachdem letzte Woche Dienstags-Dummy-Trainingstreff-Pause war, haben wir uns heute mit Ruby und ihrem Rudel getroffen. Gemeinsam haben wir uns mal wieder den Winkeln und Gräben gewidmet und dabei Höhe- und Tiefpunkte des Dummytrainings erlebt.
Der Aufbau war zunächst ähnlich wie vor 10 Tagen, auch die Fixpunkte blieben gleich. Insofern war die Aufgabe für Jamie zwar schwerer als im Training mit Yoyo (weil Yoyo nicht zuerst lief), aber sie kannte die Fixpunkte schon (und das machte die Sache wieder etwas leichter). Dennoch fingen mir mit zwei einfachen Vorans vor dem Graben an…

… und arbeiteten die beiden Punkte danach von einer Position hinter dem Graben:

Danach führten wir die Markierung ein, zunächst von einem Punkt vor dem Graben…

… und dann von einem Punkt hinter dem Graben:

Die Markierung war definitiv ein Highlight des heutigen Trainings, denn Jamie arbeitete sie sowohl von der Position vor als auch hinter dem Graben punktgenau und sehr, sehr schön. Bin sehr stolz auf die kleine Markieren-Ist-Doch-Eigentlich-So-Schwer-Maus
Aber auch das Voranschicken klappte bis hierhin ganz gut. Für den letzten Teil der heutigen Übungseinheit begab ich mich mit Jamie in weiser Voraussicht in Ahnung dessen, was da kommen würde, auf die andere Seite des Grabens, so dass wir diese Schwierigkeit schon einmal nicht zu bewältigen hatten. Auch die Markierung ließen wir zu diesem Zeitpunkt weg. Geplant war ein erneutes Voranschicken auf die beiden Fixpunkte und zwar von P3 aus:

Auf FP2 lief sie sehr schön voran.
FP1 dagegen, tja… Auch wenn klar war, dass das Schicken von P3 auf FP1 recht schwierig – weil an der Markierfallstelle vorbei – war, hätte ich gedacht, dass das besser klappte, denn schließlich hatte sie diesen Teil der Aufgabe noch vor 10 Tagen problemlos gemeistert (und, nein, Yoyo war im letzten Training bei dieser Aufgabe nicht direkt vor ihr gelaufen, so dass es daran eigentlich nicht liegen konnte). Aber mit dem Voran von P3 auf FP1 hatte sie definitiv Probleme.
Als sie beim dritten Versuch – trotz steigender Hilfen von mir – erneut zur Markierfallstelle abdriftete, entrutschte mit dann auch noch – Kardinalfehler! – der Stopp-Sitz-Pfiff. Hätte leicht in sinnlosem Herumpfeiffen enden können, aber Glück im Unglück: Die Maus saß prompt. Und ließ sich dann – mitgegangen, mitgehangen – auch noch aus einer Entfernung von sicherlich gut 35 bis 40 Schritten seitwärts nach rechts auf die korrekte Fallstelle FP1 einweisen. Wow! Wäre das (Seitwärts-Einweisen mit Stopp-Sitz-Pfiff auf Distanz, für uns eigentlich noch viel zu schwer )das Ziel der heutigen Übung gewesen, würde ich sagen: 1+.
Aber Ziel war ja das Voranschicken an alten Fallstellen vorbei… Na, ich schickte sie dann noch viertes Mal. Und dieses Mal lief sie schön voran, wurde fündig und brachte das Dummy. Das war`s dann aber auch. Für heute reichte es.
Ja, die Linie zwischen Heraus- und Überforderung ist seeeeehr, sehr dünn und fein.
Merkzettel für das weitere Training: Vorbeischicken an alten Fallstellen üben, üben, üben.