Beiträge vom September, 2009

Wurmfrei!

Dienstag, 29. September 2009 17:01

Das Ergebnis der Untersuchung gewisser unaussprechlicher unschreibbarer Hinterlassenschaften der jungen Dame ist da und beweist: Würmer…

wurmide

… bleiben der Maus lieber fern.

Gut so. Sonst bekommt Ihr es nämlich mit mir Milbemax zu tun.

Grrrrrr :twisted:

Thema: Gesundheit & Hygiene | Kommentare (0) | Autor: Jamie

WT “Heide Cup” - n.B.

Montag, 28. September 2009 9:56

Folgende Antworten auf diverse offene Fragen gab`s bei unserem zweiten Workingtest-Start:

Frage: Gab es Wasser auf dem Gelände?

Antwort: Ja, schon.

Frage: Blieb der kleine, weiße Poppes auf dem Boden bei der Wasseraufgabe?

Antwort: Ein ganz entschiedenes “Nein” - die kleinen, weißen Pfötchen zuckten, das kleine, schwarze Näschen ruckte und der kleine, weiße Poppes hob sich. Allerdings war ich diesmal schneller als die Maus und hatte sie gepackt, bevor sie erfolgreich ins Wasser stürzen konnte… Trotzdem lautet die Antwort natürlich: Nein.

Frage: Blieb der kleine, weiße Poppes bei den Aufgaben ohne Wasser am Boden?

Antwort: Jein. Die Antwort auf diese Frage hängt eng zusammen mit der nächsten…

Frage: Wurde aus der Line gearbeitet?

Antwort: Ja. Und ich hatte recht - es war ein einziger Horror.

Letzte Frage: Konnten wir zwei trotz WT-Atmosphäre entspannen?

Antwort: Hm. Für mich gilt: nach den ersten beiden Aufgaben (0 und 17 Punkte) schon; die Maus erst am Nachmittag. Zu Beginn war sie unglaublich aufgedreht, sowohl in als auch zwischen den Aufgaben; zum Ende des Tages hin dann nur noch in den Aufgaben. Beim Arbeiten war sie bis zuletzt hochangespannt.

Von den sechs gestellten Aufgaben haben wir vier (!) mit 0 Punkten abgeschlossen - alle aus einem einzigen Grund: Standruhe. Oder vielmehr deren Mangel :roll: .

Wir begannen früh am morgen mit der Anmeldung im Gelände und der Gruppeneinteilung. Ein bißchen Pech gehört ja auch immer dazu und so starteten wir gleich als erstes mit der Arbeit aus der Line, noch dazu als zweiter Hund. Die Aufgabe (offizielle Aufgabe 2) …

heide-cup-2009-i

… erforderte, dass zwei Hunde nebeneinander in der Line standen. Es fielen nacheinander zwei Markierungen mit Schuss ca. im 90° Winkel. Dann durfte auf richterliche Freigabe hin zunächst Hund 1 auf Markierung 1, danach Hund 2 auf Markierung 2 geschickt werden. Im Anschluss sollten beide Hunde dann tauschen und die jeweils andere Fallstelle arbeiten. Jamie saß brav, während die Schüsse und die Dummies fielen. Sie sah, einigermaßen entsetzt, aber immerhin sitzend, zu wie Hund Nr. 1 neben ihr auf Mark Nr. 1 geschickt wurde - aber nachdem er 10 Meter weg war, entschied sie, dass es nun reichte. Zack. Weg war sie. Und genauso schnell hatten wir unsere ersten 0 Punkte des Tages.

Unsere zweite (offizielle dritte) Aufgabe bestand in einer Einzelmarkierung. Die Schwierigkeit lag hier im Gelände; die Markierung fiel in eine Insel aus dichtem, struppigem Bewuchs, die von den meisten Hunden zunächst einmal umlaufen wurde, bevor sie sich an die Fallstelle heranarbeiteten. Richter Detlef Henrich wollte sehen, wie die Hunde möglichst selbständig arbeiteten, also so wenig Hilfestellung wie möglich. Na, da bestand keine Gefahr; ich würde mich hüten, die Maus in der Distanz auf einem Workingtest herumpfeiffen zu wollen… das kann eh` nur schief gehen.

War aber auch gar nicht nötig. Jamie ging schnell heraus, drehte wie die meisten Hunde vor dem dichten Bewuchs ab, zog in schönem Arbeitstempo ein paar Kreise um die Fallstelle, arbeitete sich rasch nahe an das Dummy heran, nahm Tempo heraus, als sie Witterung bekam, und hatte dann auch schnell gefunden. Zwar nicht punktgenau markiert, aber für das  schöne Heransuchen und die gute Arbeit gab`s ein dickes Lob vom Richter und 17 Punkte.

Anschließend ging`s weiter zur offiziellen Aufgabe 1, unserer dritten Aufgabe. Die bestand aus zwei Einzelmarkierungen.

heide-cup-2009-iii

Das Gelände bestand aus einer nicht soooo wahnsinnig breiten Sandkuhle; an drei Seiten ringsum erhob sich ein Plateau, das mit Bäumen und Sträuchern bewachsen war. Zur vierten Seite hin war die Kuhle offen und führte auf ein ebenfalls mit Bäumen und Sträuchern und Gras bewachsenes Gelände hinaus. Man stand an Position P und es fiel zunächst ein Schuss und eine Markierung auf die Anhöhe auf der gegenüberliegenden Seite. Nach Freigabe war diese Markierung zu arbeiten. Viele Hunde, gerade schnelle Hunde, überliefen hier die Markierung und suchten viel zu weit in der Tiefe (das dort liegende, dicht mit Bäumen bewachsene Gelände, zog auch ganz gut). In so einem Fall ist es schon ganz gut, wenn der Hund nicht zu schnell für seine Nase ist - so wie Jamie. Die Markierung hatte sie sofort, musste dann aber noch rasch - statt auf geradem Weg zurück zu mir - beim Helfer vorbeischauen, um zu überprüfen, ob mit ihm (er hatte sich im Gelände versteckt) auch wirklich alles in Ordnung war. Sehr nett von ihr, kostete uns aber leider ein paar Punkte. Halb so wild.

Markierung Nr. 2 fiel dann in den Hang zur offenen Seite der Kuhle hin; der Schuss fiel erst, als das Dummy schon den halben Flugweg hinter sich hatte. Auch diese Markierung bereitete der Maus keinerlei Probleme. 15 Punkte gab es insgesamt bei dieser Aufgabe.

Wir machten weiter mit der offizielle Aufgabe Nr. 5 - Wasser, oh je.

heide-cup-2009-iv

Das Wasser war ein ziemlich flacher, mit Schilf bewachsener Tümpel. Aber die Menge macht`s bei der Maus ja auch nicht… Hauptsache Wasser. Es fiel eine Markierung mit Schuss, die nach Freigabe zu arbeiten war. Auf dem Rückweg gab es erneut einen Schuss und eine Verleitmarkierung fiel ebenfalls in den Tümpel hinein. Nach Abgabe des Dummies Nr. 1 beim Hundeführer durfte der Hund diese zweite Markierung arbeiten. Dazu kamen wir leider nicht mehr. Ich hatte ja irgendwie schon gehofft, dass das verstärkte Wasser-Standruhe-Training der letzten Wochen mehr Früchte getragen hätte; meine Hoffnungen schienen auch nicht so ganz unbegründet zu sein, denn beim Wasserseminar für Anfänger in Kevelaer war die Maus kein einziges Mal eingesprungen und Angelika hatte sich überrascht gezeigt, dass die kleine Dame bei den Nordlichtern bei beiden Wasseraufgaben eingesprungen war… Tja, so überraschend ist das manchmal, was in dem Köpfchen vor sich geht. Am Sonntag in Berkhof jedenfalls war ich vorbereitet und als die Maus vorwärtszuckte, zuckte ich abwärts und packte sie mir. Das gab natürlich erneut 0 Punkte - aber besser als ein mit Einspringen zum Erfolg kommender Hund ;-) . Leider wurde uns die Verleitmarkierung dann nicht mehr gegönnt, schade.

Unsere vorletzte Aufgabe bestand aus einem 2er Walk-Up. Es fielen zunächst zwei Schüsse und zwei Dummies in ca. 10 bis 15 Metern vor die Line. Die Hunde sollten sitzen bleiben, während die Hundeführer die Dummies aufsammelten. Anschließend ging es mit dem Walk-Up weiter. Erneut fiel ein Schuss und ein Dummy, das vom linken Hund gearbeitet wurde. Dann wurde getauscht und das nächste Dummy vom anderen Hund geholt. Die Fußarbeit war so lala, naja, nicht sehr gut, aber wir hatten auch schon schlechtere Tage. Für ein paar Sekunden blieb die Maus auch sitzen, während ich zum Dummy marschierte, aber kurz bevor ich da war und es aufheben konnte, kam sie hinterher, jammernd: “Was soll daaaaaas denn?” Schade, weil sie das aus dem Training durchaus kennt, und durchaus auch sitzen bleiben kann, ja, das in der Regel auch tut. Aber nicht mit fremdem Hund und Schuss… 0 Punkte. Ach, Mäuschen.

Hochnotpeinlich dann noch die Aktion (eine dieser Art gehört wohl zu jedem unserer WT-Starts) bei der Markierung im Walk-Up - Jamie wartete schön auf die Freigabe, suchte  in anständigem, schönen Tempo, aber ziemlich weiträumig im hinteren Bereich des Geländes, als ein Schuss auf der anderen Seite des Hügels erklang. Es dürfte noch ein Platschen gefolgt sein (das habe ich von meiner Position weiter weg nicht gehört), denn der Kopf zuckte hoch, der Hund startete durch - und war verschwunden. Bis ich verstanden hatte, dass da hinten direkt auf der anderen Seite die Wasseraufgabe lief und meine Hundine gerade im Begriff war, wenn sie schon das eine Dummy nicht fand, dann doch wenigstens das andere (als Wassermarkierung sowieso viel interessantere) Dummy zu holen, dauerte es einen Moment. Bis ich verstanden hatte, dass kein Zaun, kein Hindernis und nichts sie daran hindern würde, dauerte es noch einen Moment länger. Dann holte ich sie zurück - an dieser Stelle eine dicke “Entschuldigung” an Wer-Auch-Immer mit seinem Hund da hinten die Wasseraufgabe eigentlich hatte arbeiten wollen :oops: .

Richtig schade waren die 0 Punkte bei der letzten Aufgabe, die erneut an der Sandkuhle von Aufgabe 1 (unserer dritten Aufgabe) stattfand. Diesmal stand man an der offenen Seite der Kuhle…

heide-cup-2009-v

… an der Position P. Es fiel ein Schuss und ein Dummy wurde vom Plateau herunter auf die gegenüberliegende Seite in den Hang geworfe. Dort rutschte es noch ein Stück den Hang im Sand hinunter. Wenn es still lag, durfte man den Hund um 180° umdrehen und ihn dann in das dort liegende Suchengebiet schicken. Im Gebiet lagen 10 Dummies, von denen man 3 holen sollte. Sie lagen wohl recht dicht beieinander. Nachdem die Suche abgeschlossen war, musste man den Hund erneut um 180° drehen und nun auf die Markierung schicken.

Jamie markierte aufmerksam und ließ sich sehr schön in die Suche schicken. Obwohl es die letzte Aufgabe des Tages war und wir geschlagene zwei Stunden darauf hatten warten müssen, in denen das Mäuschen und ich gemütlich in der Wartezonen dösten, hatte sie ein wirklich flottes Arbeitstempo drauf und fand ihre Dummies schnell. Für Dummy Nr. 3 verließ sie kurz das Suchengebiet, arbeitete sich aber schnell und ohne Hilfestellung wieder zurück in das Gebiet. Kein Herumgeschnüffel, kein Fragen, gute Arbeit. Nach der Suche schickte ich sie auf die Markierung - und die hatte sie punktgenau. Sie ging gerade hinaus und nahm sie ohne jedes Suchen auf. Lob von der Richterin Petra Behringer; das hat die Maus sehr schön gemacht. Detlef Henrich, der zu diesem Zeitpunkt seine Richtertätigkeit schon beendet hatte und nur noch die Aufgabe der anderen beobachtete, meinte zum Mäuschen, es sei doch sehr schön zu sehen, dass auch unter den Showies Hunde gibt, die gerne und zügig arbeiten. Ein schönes Lob also. Trotzdem 0 Punkte. Und warum? Tja, beim Wegdrehen von der Markierung hin zur Suche hat die Maus gefiept :cry: . Auch das ein Standruhe-Problem.

Allerdings kann ich ihr da nicht so recht böse sein. Sie war zu diesem Zeitpunkt, so gegen 16.30 Uhr, schon völlig geschafft und müde. Der Drang die Markierung arbeiten zu wollen, war einfach zu hoch. Und den Druck musste sie ablassen.

Punkte: 15 - 0 - 17 - 0 - 0 - 0

Ergebnis: n.B.

Fazit: Wir haben die Erkenntnis gewonnen, dass unser großes Handicap tatsächlich die Standruhe ist und dass sich dieses Problem nicht auf die Wasserarbeit beschränkt. Dieses Problem zu beseitigen wird einiges an Zeit und Training brauchen. Vor allem braucht es im Training erhöhte Reize - sitzen bleiben, während so ein simples, unbeschossenes Mark fällt, ist ja kein Problem. Vielleicht helfen ja die vorhandenen Brottüten - und ein ziemlich großer Reiz wäre ja auch noch die vor den Augen der Maus arbeitende Kumpeline Ruby :mrgreen: . Wichtig ist es jedenfalls allemal - was nützt es, wenn das Mäuschen jede Markierung hervorragend arbeitet, wenn dieses absolute Grundelement - sitzen, sitzen, sitzen - im wahrsten Sinne des Worten nicht sitzt? Trotzdem hat es wieder viel Spaß gemacht. Am Ende des Tages waren wir beide aber auch sehr erledigt; zum ersten Mal habe ich erlebt, wie die Maus freiwillig und ganz ohne Aufforderung in den Kofferraum sprang, kaum dass die Klappe aufging. Ein Zeichen dafür, wie erschöpft sie war.

Thema: Dummytraining, Wir sind dann mal weg | Kommentare (8) | Autor: Jamie

Auf in die Heide

Samstag, 26. September 2009 7:33

Und wieder sind wir unterwegs, diesmal Richtung Berkhof (Wedemark)…

… zum Heide Cup. Wir werden sportlich übernachten und uns morgen in der Anfängerklasse der Beantwortung diverser offener Fragen widmen ;-)

Thema: Wir sind dann mal weg | Kommentare (3) | Autor: Jamie

Hölle und Mühle oder: Wandern rund um Saalow

Donnerstag, 24. September 2009 15:00

“Ein (Halb-)Tagesausflug ins Brandenburger Land, Mäuschen, wie wäre das mal wieder?” habe ich die Maus gestern gefragt.

Die Maus war begeistert von der Idee :-D .

Also haben wir heute zwei neue Wanderwege erkundet: Den Höllenbergweg..

hollenbergweg

… und den Mühlenweg; beides sind Rundwanderwege um Saalow…

saalow-i

… und gemeinsam sind sie zu einem ungefähr 15km langen Wanderweg kombinierbar. Und genau das haben wir gemacht.

Geparkt haben wir an der Scheunenwindmühle in Saalow (die man auch besichtigen kann; leider ist sie allerdings Donnerstags geschlossen). Dann haben wir erst einmal Saalow aufgewirbelt - das heißt, wir nicht, die Maus war ganz still und leise, aber hinter jedem, aber wirklich jedem, Tor, an dem wir vorbeiliefen, konnte sich mindestens ein Haus-Hof-Wachhund gar nicht mehr einkriegen - das ganze Dorf, das vor unserer Ankunft so still gewesen war, kläffte, kreischte und quietschte plötzlich. Herrje.

Die Wanderwege waren wirklich schön, schön einsam vor allem, aber auch landschaftlich sehr reizvoll.

Jamie vor dem Start:

saalow-ii

Leider gibt`s in der Gegend wohl Schilderklauer; jedenfalls mussten wir auf beiden Wegen gegen Ende ein bißchen unseren Orientierungssinn bemühen, denn an den letzten Kreuzungen fehlten die Wanderschilder und bunte Punkte an Bäumen oder Pfählen als Hinweise gab`s auch nicht.

Wir sind aber trotzdem gut durchgekommen; nächstes Mal nehme ich aber auf jeden Fall wieder eine Wanderkarte mit. Ein paar Wasserstellen zwischendurch gab`s übrigens sogar auch!

“Schön war`s, oder?”

“Mhm.”

Tja, sie ist ziiiiemlich müde…

Thema: Allgemein | Kommentare (4) | Autor: Jamie

Hunderudelspaß in Arkenberge

Mittwoch, 23. September 2009 15:37

Heute waren wir mit dem Hunderudel von Dogs in Motion im Auslaufgebiet in Arkenberge unterwegs; hier haben wir uns getroffen…

… und waren dann zwei Stunden lang gemeinsam unterwegs.

“Und, Mäuschen, hat`s Spaß gemacht?” “Oh, ja! Soooooo schön war`s. Hast Du gesehen, wie ich mit der Lizzy gespielt habe? Und wie der Scotty und ich um die Wette gejagt sind? Und wie ich noch vor der Loulou ins Wasser gehüpft bin? Und wie ich dem Fritz entwischt bin?”

Ja, das habe ich alles gesehen. “Und, mein Spatz, willst Du Antje denn wiedersehen? Und Loulou? Und Fritz? Und Ben?”

“Au ja, das wär` aber fein! Darf ich denn?”

“Sicher. Ganz bald schon wieder.”

Aber jetzt wird erst mal geschlafen. Und morgen fahren wir nach Mellensee. Und am Wochenende nach Berkhof. Und nächste Woche dann nach Braunschweig und dann nach Marburg und dann… “Dann sehe ich die Antje und die Loulou und den Fritz und den Ben wieder?” Ja, dann ist es endlich wieder soweit.

Thema: Allgemein | Kommentare (4) | Autor: Jamie

Die Workingtest-Startplatz-Glücksträhne

Dienstag, 22. September 2009 18:45

Nachdem wir ja erst viel Pech hatten mit der Auslosung der Startplätze bei den von uns gemeldeten Workingtests, läuft es nun wie am Schnürchen. Fast ein bißchen unerwartet; ich hatte noch vier Workingtests gemeldet, weil ja nach bisheriger Erfahrung immer mit Schwund zu rechnen war… :roll: .

Auf jeden Fall freuen wir uns sehr und ganz besonders über den Startplatz beim Workingtest “Am Rothaarsteig” ganz in der Nähe unserer Zweitheimat!

Thema: Termine | Kommentare (1) | Autor: Jamie

Aufgabenbeschreibung zum Seminar mit Filip Bollen

Sonntag, 20. September 2009 11:01

So, nun also zu den Aufgaben beim gestrigen Seminar mit Filip Bollen in Kallinchen bei Zossen. Wie gestern schon angedeutet, arbeiteten wir den ganzen Tag über aus der Line, die - bis auf eine Ausnahme - aus allen acht Gespannen bestand. Pausen? Nein, ein einziges Päuschen gab`s nur zur Mittagszeit; abgesehen davon standen wir in der Line - wohl dem Hund, der so viel körperliche und mentale Standruhe zeigte, dass er in der Line neben seinem Hundeführer auch mal entspannen konnte, wenn die anderen dran waren. Bei Jamie war`s gegen Mittag so weit, vorher…

Wir begannen morgens auf einer großen Wiese, umrandet von Wald, auf der wir Filip in der Line zu zwei Memorypunkten, FP1 und FP2, folgten, wo jeweils sichtig für die Hunde und beschossen Dummies ausgelegt wurden:

fbollen_vormittag_aufgabe_1_190909

FP1 lag am Waldrand in einer Ecke mit mächtig viel Totholz; FP2 befand sich am Rand der Wiese vor einem Weg im hohen Bewuchs. Nach dem Auslegen der Dummies drehte die Line FP2 den Rücken zu und es begann ein Walk-Up in entgegengesetzte Richtung. Vor die Line fiel dann eine Markierung mit Schuss (und so weit wie Filip habe ich noch kaum je jemanden werfen sehen!), woraufhin die Line stoppte und der erste Hund auf FP1 voran geschickt wurde. War Hund Nr. 1 zurück, durfte der zweite Hund auf FP2 geschickt werden - und dann schließlich Hund Nr. 3 auf die Markierung. Dann kamen die nächsten drei Hunde in der Line dran. Und so ging die Aufgabe lustig weiter, es wurde mächtig durchgetauscht, bis alle Hunde jede Richtung einmal gearbeitet hatten (ein Muster, das sich während des Tages noch öfter wiederholen sollte).

So viele Schüsse, so viele Hunde, so viele Dummies, so lange Warten - die Maus war ein einziges Nervenbündel und hochangespannt, während sie auf ihren ersten Apport wartete. Dass zwei Hunde vor ihren Augen auf die Memories vorangeschickt wurden, war ja noch halbwegs tolerabel. Aber dass dann ein anderer Hund ihre (!) Markierung holen sollte - nein, also, das ging ja nun mal gar nicht. Und so sprang sie, kaum startete Hund Nr. 3 (am anderen Ende der Line übrigens; da waren noch vier Gespanne zwischen uns…!), ein :oops: . Ach ja, punktgenau markiert hatte sie und flott war sie auch, so flott, dass sie noch vor dem anderen Hund am Dummy war - aber schön war`s  natürlich nicht. Und  leider auch nicht das letzte Mal…  noch drei, vier Mal startete sie im Lauf des Tages frühzeitig durch. Da Anleinen von Filip aber streng verboten worden war, mussten die Maus und ich da durch - harte Lektionen in Sachen Standruhe für uns beide.

Das Voranschicken auf FP1 und FP2 war übrigens kein Problem. Als wir dann allerdings mit der Markierung dran waren, war`s mit dem punktgenauen Markieren schon wieder vorbei, und so suchte das Mäuschen eine ganze Weile viiiiel zu weiträumig, bis Filip sagte: “Can you stop her?” Äh, abstoppen? Ja, mhm, schoooon, aber bitte kein großes Handling anschließend… Auf den Stopp-Sitz-Pfiff hin saß die Maus brav. Netterweise warf Filip dann noch ein Dummy zur Fallstelle hin; ich schickte die Maus seitwärts auf das Dummy, das sie dann auch prompt hatte, und anschließend auf die gleiche Stelle (wo ja noch die Markierung lag) noch einmal voran. Und so bekamen wir auch dieses Dummy herein. Uffz. Was für ein Start in den Tag!

Für Aufgabe 2 blieb die Line dort, wo sie nach dem langen Walk-Up von Aufgabe 1 war, nämlich in einiger Entfernung von FP2:

fbollen_vormittag_aufgabe_2_190909

Und nun warf Filip also für jeden Hund eine Markierung zwischen die Line und FP2, die der Hund arbeiten musste (geschickt werden sollte hier wie auf ein Blind), bevor es anschließend hieß: Durchschicken auf FP2. Tja, das Mäuschen blieb natürlich an der Fallstelle hängen. Also musste ich sie erneut abstoppen (bin ich froh, dass wir daran in letzter Zeit so gut gearbeitet haben) und dann “Back” schicken (bin ich froh, dass wir auch daran in letzter Zeit gearbeitet haben). Mit 2x Abstoppen und Zurückschicken hatte ich die Maus dann auf FP2 gebracht. Hui, das haben wir vorher noch nie, nie, nie gemacht - noch mal: uffz. Aber: Das Überlaufen alter Fallstelle ist definitiv viel, viel Übung in nächster Zeit wert.

Die nächste Aufgabe war die einzige, bei der wir ausnahmsweise mal nicht aus der großen Line mit acht Gespannen arbeiteten. Für diese Aufgabe teilte Filip uns in zwei Gruppen à vier Gespanne: Vier mussten in der Line daneben stehen und zusehen (und an der Standruhe feilen) und die anderen vier begleiteten Filip erneut in der Line zum Auslegen von Dummies an drei Fixpunkten - den alten Fixpunkten FP1 und FP2 und dem neuen Fixpunkt FP3.

fbollen_vormittag_aufgabe_3_190909

Zurück in der Mitte der Wiese musste einer der vier mit seinem Hund sich zur anderen Gruppe in die Line gesellen, während die anderen drei ihre Hunde jeweils auf dem Weg in Richtung des ihnen zugewiesenen Fixpunkts mit dem Rücken zum Fixpunkt absetzten und sich dann gemeinsam in der Mitte trafen. Da saßen die Hunde also, allein, in so etwa acht, neune oder auch zehn Schritten Entfernung. Und dann fielen wieder Ablenkungsmarkierungen im rechten Winkel zum Fixpunkt oder Hunde wurden zurückgeschickt auf ihren Fixpunkt oder es fielen Markierungen direkt vor die Nase des wartenden Hundes, die dann auf Kommando aufgenommen werden und zum Hundeführer gebracht werden sollten - und all das, während die anderen beiden Hunde still saßen und warteten. Ach je.

Netterweise durften wir unsere Aufgaben (voranschicken, zurückschicken usw.) ohne Ablenkungsmarkierungen absolvieren; ein bißchen passte Filip die Herausforderung dann doch an den jeweiligen Ausbildungsstand (an die Adresse - fast - aller anwesenden Hundeführer übrigens: “terrible, terrible”) an und Zurückschicken mit Ablenkungsmarkierung, nein, das wäre für die Maus dann doch zu viel gewesen.

Zum Abschluss des Vormittags zeigte Filip uns Anfängern dann noch ein paar Übungen für das Zurück- und Seitwärtsschicken.

Am Nachmittag dann ging es auf eine benachbarte Wiese am Wasser, wo die Maus und ich noch ein einziges, letztes Mal eine kurze, knappe Diskussion in punkto Einspringen am Wasser hatten. Ansonsten war der Nachmittag einspringtechnisch problemlos - na, da hatte sie ja aber auch schon eine ganze Menge Dummies holen dürfen ;-) .

Wir starteten mit einer Aufgabe ähnlich wie zuvor am Vormittag, nämlich mit zwei Memorypunkten und eine Markierung, die nacheinander von drei Hunden und  durch die Line im Wechsel gearbeitet wurden, allerdings mit dem Unterschied, dass ein Memory nun im Schilf auf der anderen Seite eines (an dieser Stelle für unsere Verhältnisse sehr breiten) Wasserlaufs lag:

fbollen_nachmittag_aufgabe_1_190909

Aber der Reihe nach: Zunächst wurden sichtig und mit Schuss (beschossen wurden an diesem Tag eigentlich so gut wie alle Dummies) Dummies im Wald an FP1 ausgelegt. Anschließend marschierten wir mit den Hunden in der Line aus dem Wald heraus über eine langgezogene Barriere aus Reisigholz hinweg (die Hunde mussten hier später drüber springen, wenn sie auf FP1 geschickt wurden) in Richtung Wasser. Dort fielen die beschossenen Memories ins Schilf auf der anderen Seite (geschätzte, na, sagen wir, 25m sicherlich…?). Vom Wasser aus machten wir einen Walk-Up mit der kompletten Line in entgegengesetzte Richtung. Es fiel, wie am Vormittag, je eine Markierung mit Schuss vor die Line, Hund 1 arbeitete FP1, Hund 2 arbeitete FP2 über`s Wasser und Hund 3 wurde dann auf die Markierung geschickt.

Jamie und ich hatten zunächst die Markierung zu arbeiten (kein Problem), danach FP2 (Wahnsinn, die Maus lief ohne zu zögern zum Wasser und schwamm ins Schilf, bevor sie das Dummy ohne Schütteln zurück brachte - 25 bis 30m an Land, noch mal dieselbe Strecke im Wasser, hui *stolzbin*) und zu guter Letzt FP1 (auch kein Problem) zu arbeiten.

fbollen_nachmittag_aufgabe_2_190909

Die zweite Aufgabe des Nachmittags gestaltete sich ähnlich: Zunächst wurden Dummies sichtig und beschossen an FP1 und FP2 ausgelegt, dann gab es einen Walk-Up mit dem Rücken zu FP2. Die Markierung fiel jetzt kurz vor das Wasser, geschickt wurde erst Hund1 auf FP1 und dann Hund 2 auf die Markierung. FP2 sparten wir uns auf für Aufgabe 3 des Nachmittags, bei der…

fbollen_nachmittag_aufgabe_3_190909

… die Anfängerhunde aus der Line auf FP2 geschickt wurden. Die fortgeschrittenen Hunden musste danach bei Aufgabe 4

fbollen_nachmittag_aufgabe_4_190909

… von einer Position weiter weg aus dem Wald über die Reisgholzbarriere auf FP2 geschickt werden. Zuvor allerdings gab es für uns Anfänger noch Dummies auf dem Weg dorthin, direkt hinter dem Reisigholz, auf die wir die Hunde schickten. Die Fortgeschrittenen mussten also auch über diese von ihnen beobachtete alte Fallstelle drüber geschickt werden. Nur gut, dass Filip uns das nicht zumutete… das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen für die Maus und mich.

Zum Abschluss gingen wir noch einmal durch den Wald, über einen Weg und durch verflixt dichtes Dornengestrüpp auf die Wiese. Im Wald wurden auf dem Rückmarsch noch einmal sichtig und beschossene Dummies auf FP4 ausgelegt, auf die dann…

fbollen_nachmittag_aufgabe_5_190909

… von der Wiese aus der Line durch das Gestrüpp geschickt wurde, natürlich nicht ohne Ablenkungsmarkierung vor die Line. Die Markierungen flogen in diesem Fall so dicht und zackig vor die Line, dass es den ein oder anderen Hund durchaus noch einmal in den Pfoten juckte. Jamie blieb dankenswerterweise steady (oder sollte ich sagen: war müde? :roll: ). Durch das Gestrüpp ließ sie sich auch schicken, obwohl sie mir doch beim Hineinstapfen ins Gebüsch einen Blick zuwarf, der deutlich sagte, was sie von dieser Sache hielt. Hinterher war dann auch in der Line Schönheitspflege angesagt - es mussten jede Menge Kletten und anderes Zeugs aus dem Fell entfernt werden; damit war die Maus dann erst einmal beschäftigt.

Fazit: Anstrengend. Anspruchsvoll. Aufregend. Ihren Schönheitsschlaf im Anschluss hatte die kleine Supermaus sich redlich verdient. Und, was mir noch auffällt, langsam werden die Aufgaben so kompliziert, dass sie nur noch schwer zu beschreiben und aufzuzeichnen sind…

Thema: Dummytraining | Kommentare (4) | Autor: Jamie

Das fortgeschrittenste Anfängerseminar aller Zeiten

Samstag, 19. September 2009 20:08

Ui, war das anstrengend heute! Und schweeeeer! Aber auch sehr, sehr lehrreich. Ich habe mal wieder eine ganze Reihe von Erfahrungen und Informationen sammeln können, die ich wahlweise (1) sofort verwerten, (2) in mein kleines, persönliches Erfahrungs-Schatzkästchen zum Herausholen bei künftigem Bedarf stecken oder (3) sofort wieder vergessen kann. Ja, auch das kommt vor. Man muss aber, finde ich, auch nicht alles übernehmen, was man so sieht und hört, und es macht ein Seminar und einen Trainer  in meinen Augen nicht schlechter, wenn er in einigen Dingen eben doch ein anderes Ziel verfolgt als, sagen wir mal, ich ;-) .

Das heutige Seminar mit Filip Bollen jedenfalls war hervorragend, vor allem auch weil es doch so anders als alle von uns bisher besuchten Seminare war und zumindest mir noch einmal einen durchaus neuen Blick auf das Training eröffnete. Angekündigt war ja ein Trainingstag für vier Anfängergespanne (darunter wir) und vier fortgeschrittene Gespanne, die “im Wechsel arbeiten”. Ich war davon ausgegangen, dass das zwei Gruppen bedeutet… eine Anfängergruppe und eine Fortgeschrittenengruppe… aber… naja… weit gefehlt!

Filip ordnete zu meinem bassen Erstaunen (und jedenfalls zu Anfang leichtem Entsetzen…) eine Line aus acht Gespannen, wild durchmischt, frei bei Fuß, an. Und dann ging es über ungeahnte Distanzen von Memorypunkt zu Memorypunkt. Überall fielen die Dummies (acht Stück mindestens mussten ja an jedem Punkt liegen) - und die Schüsse! Oh je, ja, geschossen wurde viel. Und dann arbeiteten wir aus der Line. Beliebt waren Aufgaben, bei denen sich zunächst die gesamte Line aus acht Gespannen in einem Walk-Up (sagte ich schon frei bei Fuß?!?) in Bewegung setzte, eine Markierung mit Schuss vor die Line fiel, anschließend zunächst Memorypunkt Nr. 1 von einem Hund, dann Memorypunkt Nr. 2 von einem zweiten Hund und zuletzt vom dritten Hund die Markierung gearbeitet wurde. Zwischendurch wurden die Hunde auch mal zurückgeschickt, über alte Fallstellen dirigiert und über`s Wasser ins Schilf auf der anderen Seite auf dort liegende Memories (und, verdammt, lagen die Uferstellen weit auseinander!) beordert.

Nein, 100%ig steady ist die Maus nicht, das kann ich nach dem heutigen Tag sagen. Und die Sache mit den alten Fallstellen müssen wir definitiv weiter üben. Auch die Distanzen sollten wir (und können wir, das ist eine Erkenntnis des heutigen Tage, durchaus ruhigen Gewissens) jetzt mal langsam erhöhen. An der Standruhe feilen. Das Zurückschicken üben. Memories, Memories, Memories arbeiten.

Aber, trotz allem, ich bin einfach sehr, sehr, sehr zufrieden und äußerst glücklich mit meiner kleinen Showbombe :-D . Sie hat sich wahrlich nicht übel, nein, überhaupt nicht übel angestellt, geradezu  bewundernswert wacker geschlagen hat sie sich, die kleine Supermaus, auch wenn Filips Zusammenfassung am Ende des Tages “terrible, terrible” lautete. Aber das traf nicht die Maus und mich. Naja, schon, aber nicht nur uns… “Terrible, terrible” waren eigentlich alle (bis auf zwei Hunde) in Filips Augen gewesen… :mrgreen:

Zu einer Zusammenstellung der Aufgabenbeschreibung bin ich heute nicht mehr in der Lage. Die gibt es dann morgen.

Jetzt müssen wir zwei uns erst mal erholen.

Thema: Dummytraining | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Nichten und Neffen

Freitag, 18. September 2009 20:31

Sie sind da!

7 Neffen und 2 Nichten haben am 07. September 2009 das Licht der Welt erblickt.

Da war die Maus also auf den Tag genau 2 Jahre und 2 Monate alt, als sie Tante wurde. Wir gratulieren Schwesterchen Jam of Hunter`s Point zum Nachwuchs und wünschen den Welpen alles Gute für die Zukunft und liebevolle, verantwortungsvolle Welpenkäufer.

Vielleicht können wir ja die Entwicklung des einen oder der anderen noch ein bißchen im großen, weiten Netz verfolgen - per Blog zum Beispiel?

Thema: Allgemein | Kommentare (0) | Autor: Jamie

Doch kein Dog Walk 2009

Freitag, 18. September 2009 6:43

Leider haben die Organisatoren den Dog Walk 2009 abgesagt, so dass wir nun doch nicht am Sonntag “gemeinsam eine vorgegebene Strecke durch Wiesen, Wälder und Felder laufen, vorbei an Wasserstellen und an drei Stützpunkten, an denen man Aufgaben aus den Bereichen Grundgehorsam, Agility und Wissensabfrage bewältigen kann.”

Schade. Wirklich schade.

Thema: Termine | Kommentare (2) | Autor: Jamie