Samstag, 24. September 2011 11:24
“Wann beginnen wir mit der Ausbildung? Nicht vor zwölf Monaten, nicht bevor aus dem Welpen ein junger, geschlechtsreifer und psychisch stabiler Hund geworden ist. Ich möchte meinen Freund Jürg Schlittler zitieren: `Du denkst, das Voran schenkt er Dir. Binde ihn an, zeige das Spielzeug, lege es vorne ab, hole den Hund und schicke ihn ins Voran. Er rennt los und Du freust Dich. Dann begegnet er einem Schmetterling, stutzt, staunt, vergisst Deinen Gegenstand und rennt dem Schmetterling nach.´
Lassen Sie Ihren Hund den Schmetterling verfolgen, diese Neugier müssen wir ihm erhalten! Er soll seine Umgebung kennen lernen dürfen, denn er wird täglich Neuem begegnen und Neues erleben. Hoffentlich bringen wir es fertig, ihn zu unterstützen und zu loben. Vergessen wir nie, dass unser kleiner Vierbeiner zweisprachig aufwächst.”
Milos Miodragovic
“Hundeausbildung leicht gemacht -
der sanfte Weg zur Unterordnung”
“Die erfolgreichen englischen Hundeführer beginnen mit ihren Labradors nicht vor acht Monaten, mit den Goldens kaum vor zehn Monaten bis zu einem Jahr. [...] Bezeichnend für die teils sehr unterschiedlichen Auffassungen über frühes Training ist, dass man in England bis zu einem Jahr von `puppies´, als Welpen, spricht. Hier tendiert man dazu, die sehr wichtige Entwicklungszeit, sozusagen die Kindheit der Welpen, abzukürzen und schnellstens in Gehorsamskursen erste Prüfungsergebnisse zu produzieren. [...]
Es kann nicht oft genug betont werden, dass Konsequnz und Konzentration sich nicht nur sehr gut mit Spiel und Motivation vertragen, sondern der `fröhliche Erfolg´ geradezu vom ausgewogenen Zusammenspiel dieser Zutaten abhängt. Der Unterschied in der Anwendung auf die verschiedenen Altersgruppen liegt nicht darin, mehr oder weniger Druck auszuüben, sondern die Mixtur und Intensität der Zutaten ständig der Lernkapazität und dem Lernfortschritt anzupassen.”
Helene Leimer,
“Die Sache mit dem Dummy -
40 Fragen und Antworten auf dem Weg zum erfolgreichen Working Test”
Zwei Ratschläge von zwei Trainern aus zwei unterschiedlichen Sparten der Hundeausbildung. Und trotzdem sind sie sich in dieser Angelegenheit ja wohl sehr einig. Ich finde das interessant – und übe mich in Geduld… auch kein schlechtes Training