Samstag, 15. Oktober 2011 18:13
Charlie ist wieder da. Der Nachbar. Genauer: Der Nachbarshund. Noch genauer: Der Nachbars-Labrador. Eine Zeitlang war er weg, jetzt ist er wieder da. Ob auf Dauer oder kurzfristig, weiß man nicht.
Ich persönlich hätte ja nicht allzu viel dagegen, wenn Charlie die Gegend nicht gar so lange unsicher machen würde. Er macht sie nämlich ziemlich unsicher
.
Eigentlich wollten wir, als wir heute von unserem Spätnachmittags-Ausflug zurück kamen, einfach nur in aller Ruhe vom Carport zum Grundstück laufen, Richtung: Abendfütterung. Nur, dass Charlie – 8 oder 9 Monate junger Labrador mit maximalem Kampfgewicht
– ja auch von so etwas simplen wie einem (seinem eigenen!) Gartentor nicht aufgehalten wird. Er brach also, zack-zack, aus seinem Garten aus, jaulend, fiepend und höchst erregt natürlich, und raste mit Ich-Weiß-Nicht-Wieviel-Kilogramm ungebremster Freude auf uns zu – so ungebremst, dass es mich gnadenlos von den Beinen und zu Boden riss. Immerhin mich, nicht die Hunde. Aber, herrje: Er raste einfach durch mich durch
– so etwas habe ich bislang noch nicht erlebt, kein Zögern, kein Bremsen, kein Stoppen. Wumms. Und er ist, wie schon gesagt, kein Schmalhans. Die linke Wade schmerzt immer noch… Den Schritt zur Seite habe ich mir nicht gegönnt, wenn er auch theoretisch möglich gewesen wäre, denn genau hinter mir stand Pippin, zur Salzsäule erstarrt. Auch er hat so etwas noch nicht erlebt…
Wir schafften es irgendwie und ohne weitere menschliche Stürze, allerdings mit einer leicht angenervten Jamie und einem völlig verdatterten und zum Glück (und dank eines menschlichen Schutzschildes, *autsch*) lediglich einmal mit halber Kraft angerempelten Pippin (halbe Kraft reicht aber auch, um ihn umzuschmeißen) in den eigenen Garten.
Der wird jetzt dauerbelagert:

Man kann nur hoffen, dass der kirgisische Gartenzaun hält…
Ok, ja, er tut mir leid. Sich so gar nicht unter Kontrolle zu haben, kann nicht schön sein.
Aber wenn er seine Kontrolllosigkeit mit ein bißchen mehr Distanz zum Glücksdrachen, seinem Ritter und mir ausleben könnte, täte er mir noch mehr leid – und ich mir ein bißchen weniger