Samstag, 29. Oktober 2011 17:10
… hatten heute Jamie und ich gemeinsam. Während der Kleine im Auto brav auf seinen Einsatz wartete, hatte die Große bei den jetzigen kühleren Temperaturen endlich mal wieder Spaß am Dummytraining – und das führt auch zu deutlich mehr Spaß bei mir
. Heute also kein einziges unmotiviertes Über-Dem-Dummy-Stehen-Und-Nachdenken-Was-Nun-Zu-Tun ist, kein Hin-Und-Her-Trotten-Bei-Dem-Man-Den-Picknick-Korb-Auspacken-Könnte und Vergessen-Dass-Man-Auch-Mal-Eine-Nase-Hatte. Statt dessen war die Maus heute ganz und gar dabei, denn sie durfte zum einen auf einen Futterbeutel voran gehen – und zum anderen hatte ich unser neues Spielzeug eingepackt. Insbesondere letzteres sorgt für hohe Motivation.
Geplant war eine Aufgabe mit einem Voran mit Geländewechsel und einer voher fallenden, aber erst später zu arbeitenden Ablenkungsmarkierung in einem Winkel enger als 90° und einer Entfernung von mehr als 60 Meter- und wir kamen auch zum Ziel; hier die Aufgabe im “fertigen” Zustand:

Wir begannen zunächst aber mal mit kürzeren Distanzen (50 Schritte zur Fallstelle der Markierung) und dem getrennten Arbeiten der beiden Aufgabenteile. Der Futterbeutel wurde auf einer Wiese an einem kleinen, schwachen, schmalen Bäumchen als Fixpunkt ausgelegt und der Glücksdrache dorthin zunächst einmal von der Nachbarwiese aus voran geschickt. Anschließend arbeitete sie die Markierung als Einzelmarkierung direkt. Da der erste Versuch zu einigem Suchen führte (die Markierung flog mit dem Wind, nicht in den Wind, was an die zum Werfer driftende Jamie gewissen Markieransprüche stellt), durfte sie die Einzelmarkierung zunächst einmal wiederholen.
Als das dann “saß” und die Fallstelle ja nun schon auch einigermaßen bekannt war, wurden die Aufgaben zusammengefügt: Es fiel zunächst einmal die Markierung, dann kurze Drehung bei Fuß (an dieser Stelle gab es ein “haltbares” Einspringen der Maus… der Bumper zieht schon sehr…) und ein Voran auf den Futterbeutel. Nach dem Schmaus aus dem Futterbeutel durfte sie dann auch die Markierung arbeiten – so sah das also aus:

Anschließend gingen wir zusätzliche 20 Schritte zurück, um die Markierung aus einer Entfernung von 70 Schritten zu arbeiten. Erneut arbeitete Jamie zunächst das Voran, anschließend die Einzelmarkierung (diesmal direkt problemlos) und dann die Aufgabe zusammengesetzt: Markierung fällt, Voran wird gearbeitet, anschließend die Markierung.

Und zu guter Letzt dann also gab es das letztliche Bild unserer “Zielaufgabe” – auch hier schickte ich sie sicherheitshalber zunächst getrennt auf Fixpunkt und Einzelmarkierung, anschließend in der zusammengesetzten Aufgabe zunächst auf den ausgelegten Futterbeutel und anschließend auf das Memory Mark:

Das klappte alles so toll, dass ich ganz begeistert war und uns ein wenig übermütig nach einer Pause mit einer kleinen Suchübung mit den Suchendummies und Suchenpfiff sowie einer Kurzspaziergangsrunde zum Abschluss noch einmal an einer längeren Einzelmarkierung versuchen wollte. Die war dann aber wohl doch nicht so ganz einfach, auch wenn ich dachte, sie wüsste ja nun eigentlich, wo das Dummy fällt:

Vielleicht war es auch das Entengeräusch, dass der Bumper dieses Mal von sich gab, bevor die Markierung fiel – aber die Maus schoß definitiv über das Ziel hinaus und rannte viel zu weit. Also holte ich sie zurück und schickte sie noch einmal, diesmal voran, stoppte sie in Höhe des Memories, gab ihr den Suchenpfiff – und siehe da, nach kurzem Überlegen, was ich mit diesem Pfiff wohl bezwecke, suchte, fand und brachte sie. Glück gehabt, die ganze Aktion war vielleicht doch ewas riskant und zugegebenermaßen war`s dann am Ende kein Markiertraining mehr und insofern vielleicht nicht sonderlich sinnig – aber Spaß gemacht hat`s trotzdem, allen beiden
Pippin durfte dann anschließend einen 40minütigen Spaziergang kreuz und quer genießen, bei dem es die Anfangsgründe der Freiverlorensuche zu entdecken gab. Zur Einführung flog das Welpendummy in knöchelhohen Bewuchs, wir drehten eine kurze Runde im Kreis, kehrten zum Ausgangspunkt zurück und der kleine Mann lernte das Schicken in die Freiverlorensuche kennen. Anschließend flogen zwei Suchendummies, eines davon etwas weiter nach hinten; Pippin blieb brav sitzen, während ich einige Schritte zurück ging und ihn abrief. Gemeinsam kehrten wir an den Ausgangspunkt zurück und er durfte erneut suchen – und finden
Alles in allem ein wirklich sehr, sehr schönes Training, das auch mit dem Glücksdrachen endlich wieder richtig Spaß gemacht hat – und das freut mich ganz besonders. Klar, ok, wenn sie dann mal motiviert ist (so wie heute), neigt sie stark dazu zu fiepsen, was sie heute auch mehrfach tat, aber damit habe ich mich mittlerweile arrangiert – Hauptsache, sie ist mit Freude dabei
Nur den Kleinen nehme ich zu solchen Trainings mit der Großen besser nicht mit; nicht dass er sich da noch etwas “abhört” *schreck*.
Die Bumpersystem-Anschaffung jedenfalls hat sich gelohnt, denke ich – Markiertraining ganz allein war noch nie so einfach. Und die Maus findet den Bumper definitiv toll